Das Leica M-System gehört zu den langlebigsten Kamerasystemen der Fotografie. Seit der Leica M3 von 1954 verbindet es Messsucherfotografie, kompakte Kameras und hochwertige Wechselobjektive mit einem Grundprinzip, das über Generationen erhalten geblieben ist.
Mechanische Klassiker wie M3, M2, M4 und M6 gehören ebenso zur Geschichte des Systems wie die späteren digitalen Leica M-Kameras. Trotz technischer Weiterentwicklung ist die grundlegende Idee der M bemerkenswert konstant geblieben: eine Kamera, bei der Fotograf, Motiv und Objektiv im Mittelpunkt stehen.
Genau diese Kontinuität macht das Leica M-System heute besonders interessant. Ältere Kameras und Objektive sind nicht automatisch nur Sammlerstücke. Viele davon werden noch immer ganz selbstverständlich zum Fotografieren verwendet – teilweise zusammen mit Komponenten aus völlig unterschiedlichen Jahrzehnten.
Das Prinzip Leica M
Eine Leica M nimmt dem Fotografen nicht möglichst viele Entscheidungen ab. Sie gibt ihm vielmehr ein präzises Werkzeug, mit dem er diese Entscheidungen selbst treffen kann.

Was macht das Leica M-System besonders?
Das „M“ steht für Messsucher. Anders als bei einer Spiegelreflexkamera blickt man nicht durch das Aufnahmeobjektiv. Motivbeobachtung und Entfernungsmessung erfolgen über einen separaten optischen Sucher mit eingespiegeltem Messfeld.
Dadurch entsteht eine andere Art des Fotografierens. Der Blick durch den Sucher bleibt unmittelbar, das Geschehen außerhalb des eigentlichen Bildausschnitts kann teilweise sichtbar bleiben und die Kamera selbst benötigt keinen Spiegelkasten. Das ermöglicht vergleichsweise kompakte Kameragehäuse und Objektive.
Gleichzeitig verlangt eine Leica M mehr aktive Mitarbeit. Fokussiert wird traditionell von Hand, die Wahl des Bildausschnitts erfolgt über Leuchtrahmen im Sucher und viele Entscheidungen bleiben bewusst beim Fotografen.
Direkte Motivbeobachtung mit gekoppelter Entfernungsmessung.
Die Schärfe wird bewusst über das Messfeld eingestellt.
Ein Objektivanschluss, der das System seit 1954 verbindet.
Ein Grundkonzept, das mechanische und digitale Generationen umfasst.
Für Jahrzehnte gebaut
Langlebigkeit gehört zum Leica M-System
Ein besonderer Reiz des Leica M-Systems liegt in seiner Langlebigkeit. Viele mechanische M-Kameras aus den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren werden bis heute zum Fotografieren verwendet. Hochwertige Materialien, eine auf dauerhafte Nutzung ausgelegte Konstruktion und die Möglichkeit, viele mechanische Komponenten warten und instand setzen zu lassen, tragen wesentlich dazu bei.
Gleichzeitig ermöglicht die lange Kontinuität des M-Bajonetts, Kameras und Objektive aus unterschiedlichen Generationen miteinander zu kombinieren. Eine gut erhaltene Leica M muss deshalb auch nach Jahrzehnten keineswegs nur ein Sammlerstück sein.
Der Messsucher – das Prinzip der Leica M
Wer zum ersten Mal durch den Sucher einer Leica M blickt, erlebt ein anderes Prinzip als bei einer Spiegelreflex- oder spiegellosen Systemkamera. Man betrachtet das Motiv nicht durch das Aufnahmeobjektiv, sondern durch einen eigenen optischen Sucher.
Im Sucher erscheinen Leuchtrahmen, die den Bildausschnitt der verwendeten Brennweite anzeigen. In der Mitte befindet sich das Messfeld des Entfernungsmessers. Beim Fokussieren werden zwei Bilder zur Deckung gebracht – stimmen sie überein, ist die eingestellte Entfernung erreicht.
Unauffällig fotografieren
Zu den klassischen Stärken einer Leica M gehört auch ihre zurückhaltende Arbeitsweise. Die vergleichsweise kompakten Abmessungen, das reduzierte Design und der dezente Auslösevorgang können insbesondere bei Reportage, Streetfotografie und Porträts von Vorteil sein.
Hinzu kommt die besondere Arbeitsweise mit dem Messsucher. Die Kamera verdeckt das Gesicht weniger als viele größere Kamerasysteme und der Fotograf bleibt näher am Geschehen. Gerade bei der Arbeit mit Menschen kann dadurch der Kontakt zum Motiv leichter erhalten bleiben.
Typisch Leica M
Man sieht nicht nur das fertige Bild. Je nach Brennweite bleibt im Sucher auch ein Bereich außerhalb des Leuchtrahmens sichtbar. Dadurch lässt sich beobachten, was gleich in den Bildausschnitt hineinlaufen oder ihn verlassen wird.
Fokussieren mit dem Entfernungsmesser
Objektiv und Entfernungsmesser sind mechanisch miteinander gekoppelt. Beim Drehen des Fokussierrings verändert sich das eingespiegelte Sucherbild. Sobald Motivkonturen im Messfeld deckungsgleich erscheinen, ist die entsprechende Entfernung eingestellt.
Dieses Verfahren kann mit etwas Übung sehr schnell sein. Gleichzeitig verlangt es vom Fotografen eine bewusste Entscheidung über den Punkt, auf dem die Schärfe liegen soll. Autofokus gehört nicht zum klassischen Konzept der Leica M.

Leuchtrahmen statt elektronischem Sucherbild
Die Leuchtrahmen zeigen den ungefähren Bildausschnitt für die jeweilige Brennweite. Welche Rahmen eingeblendet werden, hängt von Kamera und angesetztem Objektiv ab. Der Sucher selbst bleibt dabei optisch – auch bei einer digitalen Leica M.
Das hat einen besonderen Effekt: Der Fotograf betrachtet nicht eine elektronische Vorschau des späteren Fotos, sondern weiterhin die reale Szene vor der Kamera. Belichtung, Schärfentiefe und endgültige Bildwirkung müssen deshalb stärker vorausgedacht werden.
Wo der Messsucher seine Grenzen hat
Das Messsucherprinzip hat nicht nur Vorteile. Bei sehr langen Brennweiten wird der entsprechende Leuchtrahmen im Sucher relativ klein. Im Nahbereich unterscheiden sich außerdem Sucher- und Aufnahmeachse, und bei sehr geringer Schärfentiefe verlangt die präzise Fokussierung besondere Sorgfalt.
Gerade diese Eigenschaften erklären, weshalb die Leica M kein universelles Kamerakonzept für jede fotografische Aufgabe sein will. Ihre Stärke liegt vielmehr in einer direkten, konzentrierten und vergleichsweise reduzierten Art des Fotografierens.
Leica Wissen
Was bedeutet eigentlich „Messsucher“?
Begriffe und technische Besonderheiten rund um Leica finden Sie auch im Leica Lexikon von Roter Punkt Kamera.
Zum Leica Lexikon A–Z →Analog oder digital – welche Leica M passt zu mir?
Das Leica M-System verbindet zwei sehr unterschiedliche fotografische Welten: die klassische analoge Messsucherkamera und die digitale Leica M. Beide folgen demselben Grundprinzip – manueller Fokus, Messsucher, M-Bajonett und eine reduzierte Bedienung – unterscheiden sich im fotografischen Alltag aber deutlich.
Deshalb gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, welche Leica M die bessere ist. Entscheidend ist vielmehr, wie Sie fotografieren möchten, welchen Workflow Sie bevorzugen und welche Eigenschaften Ihnen persönlich wichtig sind.
Klassisch & mechanisch
Analoge Leica M
Modelle wie Leica M3, M2, M4 oder M6 stehen für die klassische Messsucherfotografie auf Film. Je nach Modell arbeiten sie vollständig mechanisch oder ergänzen das Grundkonzept um eine Belichtungsmessung.
Wer analog fotografiert, arbeitet bewusst langsamer, entscheidet sich vorab für einen Film und sieht das Ergebnis nicht unmittelbar nach der Aufnahme. Für viele Fotografen gehört genau diese Reduktion zum Reiz.
Messsucher & digitaler Workflow
Digitale Leica M
Mit der Leica M8 begann die digitale Ära des M-Systems. Über M9, M Typ 240 und M10 entwickelte Leica das Konzept weiter bis zur M11-Generation.
Der Messsucher und die manuelle Fokussierung bleiben erhalten, während Sensor, Display, Speicherkarte und digitale Bildbearbeitung einen modernen Workflow ermöglichen.
Für wen eignet sich eine analoge Leica M?
Eine analoge Leica M ist besonders interessant für Fotografen, die bewusst mit Film arbeiten möchten und eine möglichst unmittelbare, mechanische Kamera schätzen. Modelle wie M3, M2, M4 oder M6 unterscheiden sich in Sucher, Ausstattung und Bedienung und besitzen jeweils einen eigenen Charakter.
Wer eine analoge Leica M gebraucht kaufen möchte, sollte insbesondere auf Sucher, Entfernungsmesser, Verschluss, Filmtransport und – je nach Modell – die Funktion der Belichtungsmessung achten.
Für wen eignet sich eine digitale Leica M?
Eine digitale Leica M verbindet das klassische M-Konzept mit einem digitalen Workflow. Sie eignet sich für Fotografen, die bewusst manuell fokussieren möchten, ihre Bilder aber unmittelbar digital weiterverarbeiten wollen.
Die einzelnen Generationen unterscheiden sich deutlich. Eine M9 wird heute aus anderen Gründen gesucht als eine M10 oder M11. Sensorcharakter, Auflösung, Gehäusegröße, Bedienung, Display und technische Ausstattung spielen bei der Wahl eine wichtige Rolle.
„Ich habe selbst viele Jahre mit Leica M3, M4-P und M6 gearbeitet. Für mich entscheidet deshalb nicht das Erscheinungsjahr darüber, ob eine Leica M interessant ist, sondern die Frage, wie sie sich beim Fotografieren verhält.“
Horst K. Berghäuser
Roter Punkt Kamera
Die wichtigsten Leica M-Modelle im Vergleich
Wer sich zwischen analog und digital noch nicht entschieden hat, sollte sich zunächst die unterschiedlichen Modellgenerationen ansehen. Die Leica M3 verfolgt ein anderes Konzept als eine M6, und auch zwischen M9, M10 und M11 liegen deutliche technische und praktische Unterschiede.
Im weiteren Verlauf dieser Seite finden Sie deshalb eine Übersicht der wichtigsten Leica M-Kameras von 1954 bis heute – mit Links zu ausführlichen Informationen über die einzelnen Modelle.
Leica M-Objektive – ein System über Generationen
Ein wesentlicher Teil des Leica M-Systems sind die Objektive. Mit der Leica M3 führte Leica 1954 das M-Bajonett ein. Seitdem ist eine große Vielfalt an M-Objektiven entstanden – von klassischen Konstruktionen aus den frühen Jahrzehnten bis zu modernen Summicron-, Summilux-, Noctilux- und APO-Objektiven.
Besonders reizvoll ist die lange Systemkontinuität. Viele ältere M-Objektive lassen sich auch an deutlich jüngeren Leica M-Kameras verwenden. Dadurch können historische Objektive ganz bewusst mit einer digitalen M kombiniert werden – oder moderne M-Objektive an einer analogen Kamera zum Einsatz kommen.
Ein Bajonett – viele Generationen
Gerade beim Leica M-System muss ein älteres Objektiv nicht automatisch durch ein neueres ersetzt werden. Unterschiedliche Generationen können sich in Größe, Lichtstärke, optischer Korrektur und Bildcharakter deutlich unterscheiden.
35 oder 50 mm – oder doch eine andere Brennweite?
Zu den klassischen Brennweiten des M-Systems gehören insbesondere 35 und 50 mm. Daneben spielen unter anderem 28, 75 und 90 mm eine wichtige Rolle. Welche Brennweite am besten passt, hängt weniger von der Kamera als von Motiv, Arbeitsweise und persönlicher Bildgestaltung ab.
Auch die Wahl zwischen Summicron, Summilux oder anderen Objektivfamilien ist nicht allein eine Frage der Lichtstärke. Größe, Gewicht, Generation und die gewünschte Bildwirkung können ebenso entscheidend sein.
Leica M-Objektivberatung
Welches Leica M-Objektiv passt zu mir?
Brennweiten, Objektivfamilien, ältere und aktuelle Generationen sowie Hinweise zum Pre-Owned Kauf finden Sie in meiner ausführlichen Übersicht und Kaufberatung zu Leica M-Objektiven.
Zur Leica M-Objektiv Kaufberatung → Alle M-Objektive in der Übersicht →Leica M-Kameras von 1954 bis heute
Mit der Leica M3 begann 1954 die Geschichte des Leica M-Systems. Seitdem wurde das Konzept immer wieder weiterentwickelt, ohne seine grundlegende Idee aufzugeben. Auf mechanische Klassiker wie M3, M2 und M4 folgten Modelle mit integrierter Belichtungsmessung und schließlich die digitale Leica M.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Generationen. Für viele Modelle finden Sie bei Roter Punkt Kamera zusätzlich ausführliche Einzelporträts mit Geschichte, technischen Besonderheiten und Hinweisen zum Gebrauchtkauf.
1954 bis heute
Analoge Leica M-Kameras

1954 vorgestellt und Ausgangspunkt des M-Systems. Bis heute eine der bedeutendsten klassischen Leica Messsucherkameras.
Ab 1957 als Alternative zur M3 mit einem Sucherkonzept, das insbesondere für 35-mm-Fotografen interessant wurde.
Eine reduzierte M ohne gekoppelten Entfernungsmesser, ursprünglich unter anderem für technische Anwendungen gedacht.
Eine wichtige Weiterentwicklung der klassischen M mit Änderungen unter anderem bei Filmtransport und Rückspulung.
Technisch eigenständige M-Generation mit integrierter TTL-Belichtungsmessung und deutlich verändertem Gehäusekonzept.
Die Fortführung des klassischen M-Konzepts und wichtige Zwischenschritte auf dem Weg zur späteren M6.
Mechanischer Verschluss kombiniert mit TTL-Belichtungsmessung. Heute eine der bekanntesten analogen Leica M-Kameras.
Eine besondere Stellung innerhalb der analogen M-Reihe durch den elektronisch gesteuerten Verschluss und Zeitautomatik.
Die konsequente Fortführung der analogen Leica M: die MP mit Belichtungsmessung, die M-A bewusst ohne Belichtungsmesser.
Mit der Neuauflage der M6 führt Leica den bekannten Modellnamen als analoge Messsucherkamera wieder im aktuellen Programm.

Seit 2006
Digitale Leica M-Kameras
2006 begann mit der M8 die digitale Geschichte des Leica M-Systems. Ihr Sensor besitzt noch nicht das klassische Kleinbildformat.
Die M9 brachte 2009 den Vollformatsensor in die digitale M. Ihr CCD-Sensor prägt bis heute den besonderen Ruf dieser Generation.
Mit der ersten M Monochrom entstand eine digitale M, deren Sensor ausschließlich für Schwarzweißaufnahmen ausgelegt ist.
Eine neue digitale Generation mit CMOS-Sensor, Live View und erweiterten Möglichkeiten gegenüber der M9.
M10, M10-P, M10-R und M10 Monochrom verbinden das klassische Bedienkonzept mit unterschiedlichen Sensor- und Ausstattungsvarianten.
Die M11-Generation entwickelt die digitale M mit hochauflösendem Sensor, internem Speicher und modernerer Elektronik weiter.
Die Schwarzweißvariante der M11-Generation führt das Monochrom-Konzept mit einem hochauflösenden Sensor weiter.
Die digitale M ohne rückwärtiges Display verbindet moderne Technik mit einem bewusst reduzierten Bedienkonzept.

Aus meiner Praxis
Meine Erfahrung mit der Leica M8
Meine Leica M8 nutze ich auch viele Jahre nach ihrer Vorstellung noch zum Fotografieren. Gerade deshalb beurteile ich diese erste digitale Leica M nicht allein nach Alter oder technischen Daten. Für mich zeigt die M8 sehr gut, dass auch eine frühe digitale M fotografisch noch interessant sein kann, wenn ihr besonderer Charakter und ihre Eigenheiten zur eigenen Arbeitsweise passen.


Aus meiner Praxis
Meine Erfahrung mit der Leica M10
Als die Leica M10 erschien, habe ich sie intensiv ausprobiert. Anfangs war ich nicht überzeugt, dass sie mir gegenüber der M (Typ 240) genügend Vorteile bieten würde. Mit zunehmender Nutzung hat sich meine Einschätzung jedoch geändert. Besonders das schlankere Gehäuse und das auf das Wesentliche konzentrierte Bedienkonzept haben für mich dazu beigetragen, dass sich die M10 wieder sehr unmittelbar wie eine klassische Leica M anfühlt.

Orientierung
Die Modellbezeichnung allein sagt noch nicht, welche Leica M am besten zu Ihnen passt. Sucher, Belichtungsmessung, Sensor, Bedienung und nicht zuletzt das gewünschte fotografische Erlebnis unterscheiden sich teilweise erheblich zwischen den Generationen.
Welche Leica M kaufen?
Wer eine Leica M kaufen möchte, steht zunächst vor einer ungewöhnlich großen Auswahl. Zwischen einer M3 aus den 1950er-Jahren, einer klassischen M6 und einer aktuellen digitalen M11 liegen Jahrzehnte technischer Entwicklung – das grundlegende Prinzip der Messsucherkamera verbindet diese Modelle dennoch.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: Welche Leica M ist die beste? Sondern: Welche Leica M passt zu der Art, wie Sie fotografieren möchten?
Klassisch
Möglichst mechanisch
Wer die klassische Leica M möglichst ursprünglich erleben möchte, findet mit Modellen wie M3, M2, M4 oder M-A interessante Optionen. Hier stehen Mechanik und Reduktion besonders stark im Vordergrund.
Analog
Mit Belichtungsmessung
Wer analog fotografieren möchte, aber eine integrierte Belichtungsmessung schätzt, landet häufig bei der M6 oder MP. Die M7 geht mit Zeitautomatik und elektronisch gesteuertem Verschluss noch einen Schritt weiter.
Digital
Klassisches M-Gefühl digital
M9, M10 und M11 stehen für unterschiedliche Generationen der digitalen M. Gerade im Pre-Owned Markt lohnt es sich, nicht nur auf Auflösung und Alter zu schauen, sondern auch auf Bedienung, Gehäuse, Sensorcharakter und persönlichen Einsatzzweck.
Die Kamera sollte zum Fotografen passen
Ein höherer Preis oder ein jüngeres Baujahr bedeuten nicht automatisch, dass eine Leica M für jeden Fotografen die bessere Wahl ist. Wer beispielsweise ausschließlich analog und ohne Belichtungsmesser arbeiten möchte, stellt andere Anforderungen als jemand, der seine M täglich in einen digitalen Workflow integriert.
Auch der bevorzugte Objektivtyp kann eine Rolle spielen. Suchervergrößerung, Leuchtrahmen und Fokussiergenauigkeit sollten insbesondere dann berücksichtigt werden, wenn überwiegend mit bestimmten Brennweiten oder sehr lichtstarken Objektiven fotografiert werden soll.
Mein Rat
Entscheiden Sie zuerst, wie Sie fotografieren möchten – und erst danach, welches Modell dazu passt. Gerade bei Leica kann eine ältere M die persönlich passendere Kamera sein als die technisch jüngste Generation.
Pre-Owned
Leica M gebraucht entdecken
Im Pre-Owned Shop finden Sie aktuell verfügbare analoge und digitale Leica M-Kameras. Da es sich überwiegend um Einzelstücke handelt, verändert sich das Angebot regelmäßig.
Leica M im Pre-Owned Shop →Leica M gebraucht kaufen – worauf sollte man achten?
Der Pre-Owned Markt gehört zum Leica M-System dazu. Viele Kameras sind Jahrzehnte alt und werden dennoch regelmäßig zum Fotografieren verwendet. Gerade deshalb sollte beim Kauf nicht allein auf Modell, Baujahr oder äußeren Zustand geschaut werden.
Entscheidend ist das konkrete Exemplar. Eine äußerlich sehr schöne Leica M kann technischen Wartungsbedarf haben, während eine Kamera mit sichtbaren Gebrauchsspuren mechanisch hervorragend funktionieren kann. Bei analogen und digitalen M-Kameras unterscheiden sich die Prüfpunkte zudem deutlich.
Sucher & Entfernungsmesser
Der Sucher sollte klar sein und der Entfernungsmesser präzise arbeiten. Fehljustierungen fallen besonders bei lichtstarken Objektiven und geringer Schärfentiefe auf.
Verschluss
Bei analogen M-Kameras sollte der Verschluss über die verschiedenen Zeiten hinweg geprüft werden. Alter und lange Standzeiten können Wartungsbedarf mit sich bringen.
Filmtransport
Bei einer analogen Leica M gehören Filmtransport, Rückspulung, Bildzählwerk und die mechanischen Bedienelemente zu einer sorgfältigen Funktionsprüfung.
Belichtungsmessung
Bei Modellen mit integriertem Belichtungsmesser sollte dessen Funktion ebenfalls kontrolliert werden. Bei älteren Kameras ist auch der Zustand der Batteriekontakte relevant.
Sensor & Elektronik
Bei digitalen M-Kameras kommen Sensor, Display, Bedienelemente, Speicherfunktionen und Elektronik hinzu. Je nach Generation gibt es außerdem modellspezifische Punkte, die geprüft werden sollten.
Zustand & Historie
Gebrauchsspuren allein sagen wenig über die technische Qualität aus. Wartungen, Reparaturen, Vorbesitz und vorhandene Unterlagen können bei der Beurteilung eines älteren Exemplars hilfreich sein.
Bei analogen Leica M zählt die Mechanik
Eine M3, M2, M4 oder M6 kann auch nach vielen Jahrzehnten ein ausgezeichnetes Werkzeug sein. Alter allein ist kein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist, wie die Kamera behandelt wurde und ob die Mechanik zuverlässig arbeitet.
Bei länger nicht benutzten Kameras kann eine Wartung sinnvoll oder notwendig sein. Gerade langsame Verschlusszeiten, Entfernungsmesser und Filmtransport verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Digitale Leica M: Jede Generation hat eigene Prüfpunkte
Bei einer digitalen M kommen andere Faktoren hinzu. Neben dem allgemeinen Zustand spielen Sensor, Display, Elektronik und die Funktionsfähigkeit der Bedienelemente eine Rolle. Auch Akkus und Ladegerät gehören zur praktischen Beurteilung eines Angebots.
Darüber hinaus sollte die jeweilige Modellgeneration berücksichtigt werden. Eine M8 oder M9 muss beim Gebrauchtkauf anders beurteilt werden als eine M10 oder M11. Deshalb ist eine modellspezifische Prüfung sinnvoller als eine allgemeine Checkliste für alle digitalen M-Kameras.
Pre-Owned aus Erfahrung
Bei einer gebrauchten Leica M kauft man nicht nur ein Modell, sondern immer ein konkretes Exemplar. Deshalb sind tatsächlicher Zustand und Funktion für mich wichtiger als eine rein kosmetische Zustandsbeschreibung.
Sammlerstück oder Kamera zum Fotografieren?
Auch diese Frage beeinflusst die Auswahl. Für einen Fotografen kann eine technisch sehr gute Leica M mit normalen Gebrauchsspuren die attraktivere Wahl sein. Für einen Sammler können dagegen Originalzustand, seltene Ausführung, Seriennummer, Verpackung und Zubehör erheblich wichtiger sein.
Gerade bei älteren Leica M-Kameras können deshalb zwei äußerlich ähnliche Exemplare einen unterschiedlichen Marktwert haben. Eine seriöse Beurteilung sollte technische Funktion, Originalität, Zustand und Ausführung gemeinsam berücksichtigen.
Häufige Fragen zum Leica M-System
Rund um das Leica M-System tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten zu Messsucher, Modellen, Objektiven und dem Kauf einer Leica M.
Was bedeutet das „M“ bei Leica?
Das „M“ steht für Messsucher. Die Entfernung wird bei einer klassischen Leica M über einen gekoppelten optischen Entfernungsmesser eingestellt. Dieses Prinzip prägt das Leica M-System seit der M3 von 1954.
Welche war die erste Leica M?
Die Leica M3 wurde 1954 vorgestellt und begründete das Leica M-System mit M-Bajonett und gekoppeltem Messsucher.
Gibt es analoge und digitale Leica M-Kameras?
Ja. Zum M-System gehören klassische analoge Modelle wie M3, M2, M4, M6, MP und M-A ebenso wie digitale Generationen von der M8 über M9 und M10 bis zur M11-Familie.
Welche Leica M eignet sich für Einsteiger?
Das hängt vor allem davon ab, ob analog oder digital fotografiert werden soll. Bei analogen Kameras sind beispielsweise M2, M4 und M6 interessante Kandidaten. Digital können je nach Budget und persönlichen Anforderungen unterschiedliche Generationen von M9 bis M11 infrage kommen.
Hat eine Leica M Autofokus?
Klassische Leica M-Objektive werden manuell fokussiert. Die Entfernung wird über das Messfeld im optischen Sucher eingestellt. Gerade diese bewusste manuelle Fokussierung gehört zum Grundkonzept des M-Systems.
Welche Brennweiten sind typisch für das Leica M-System?
Besonders klassisch sind 35 mm und 50 mm. Daneben werden unter anderem 28 mm, 75 mm und 90 mm häufig eingesetzt. Welche Brennweite am besten passt, hängt von Motiv und persönlicher Arbeitsweise ab.
Kann ich alte Leica M-Objektive an digitalen Leica M-Kameras verwenden?
Viele M-Objektive aus früheren Jahrzehnten lassen sich auch an digitalen Leica M-Kameras verwenden. Gerade diese lange Kontinuität des M-Bajonetts gehört zu den besonderen Eigenschaften des Systems. Bei einzelnen Objektiven und Sonderkonstruktionen sollte die konkrete Kompatibilität jedoch geprüft werden.
Was ist beim Kauf einer gebrauchten Leica M wichtig?
Entscheidend ist der tatsächliche Zustand des einzelnen Exemplars. Bei analogen Kameras sollten insbesondere Sucher, Entfernungsmesser, Verschluss und Filmtransport geprüft werden. Bei digitalen Modellen kommen Sensor, Display, Elektronik, Bedienelemente und Zubehör hinzu.
Ist eine ältere Leica M heute noch zum Fotografieren geeignet?
Ja, sofern die Kamera technisch in gutem Zustand ist. Viele mechanische Leica M-Kameras werden auch Jahrzehnte nach ihrer Herstellung noch regelmäßig verwendet. Das Alter allein sagt daher wenig über die praktische Nutzbarkeit einer Leica M aus.
Welche Leica M ist die beste?
Eine allgemein beste Leica M gibt es nicht. Eine M3 bietet ein anderes fotografisches Erlebnis als eine M6, M9, M10 oder M11. Entscheidend sind Arbeitsweise, gewünschte Ausstattung, bevorzugte Objektive und die Frage, ob analog oder digital fotografiert werden soll.
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