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Leica Summicron Test 2022 – Lichtstärke 2,0

Summicron

Historisch ist das Summicron der Nachfolger des 1936 präsentierten Summitar, das wiederum das 1933er Summar Objektiv abgelöst hat. 1950 gab das Leitz Werk in Wetzlar erstmals mehrere Prototypen des neuen Objektivs noch unter dem Namen „Summitar“ an einige ausgewählte Fotografen zur Erprobung. Anschließend gingen sie weitgehend unverändert in die Produktion. Schon im Jahre 1953 brachten die Wetzlarer Leitzwerke ein weiteres Objektiv unter dem Namen „Summicron“ auf den Markt mit einer 35mm Brennweite, seitdem ist die Bezeichnung Summicron der Begriff für Objektive mit der Anfangsblendenzahl von 2,0.

Seit der Mitte der 50er Jahre sind bei Leitz in Wetzlar große Fortschritte in der Konstruktion von Objektiven erzielt worden, die sowohl auf der Entwicklung neuer optischer Gläser als auch auf der Anwendung von Computern bei der Linse Berechnung basierten. Dazu gehört ganz sicher das Leica Summicron.

Was bedeutet der Name Summicron?

Summicron bezieht sich auf die maximale Objektivöffnung – hier f/2.0. Es gibt viele Vermutungen, wie dieser Name zustande kam, eine beliebte ist, dass das „summi“ von “ Gipfel “ stammt (Gipfel bedeutet den höchsten Punkt eines Hügels oder Berges; die höchste erreichbare Leistungsstufe).

Manche sagen, der Name „cron“ stamme von „chroma“ (d.h. für Farbe), aber das ist eigentlich nicht die Geschichte. Der Name (Summi) cron wurde verwendet , weil die Linse verwendet Crown Glas zum ersten Mal, die Leitz von Chance Brothers in England gekauft. Die ersten Objektive wurden Summikron (Crown = Krone in Deutsch) genannt.

Das  Summi (Cron) ist eine Weiterentwicklung des Original  Summar  (das 50mm f2.0 Objektiv aus dem Jahr 1933).

Der Name Summicron wurde erstmals 1953 für das versenkbare 50-mm-Summicron verwendet (und dann 1958 für die 35-mm-Summicron-Version I).


Die optische wie mechanische Konstruktion der Objektive ist seit dieser Zeit laufend verbessert worden – oftmals ohne Änderung des Objektivnamens oder sogar ohne jede Verlautbarung seitens des Werkes. Dadurch ist eine ausführliche Beschreibung aller Varianten der M-Objektive auf dem hier zur Verfügung stehenden Raum nicht möglich. Mit der Entwicklung vielfältiger neuer Objektive für die M-Modelle der LEICA verwischten sich die klassischen Entwicklungslinien früherer Konstruktionen, und es bildete sich ein System der Namensgebung heraus, das sich an der Lichtstärke orientierte. So ist z. B. heute der Name SUMMILUX für Objektive mit der Lichtstärke 1:1,4 reserviert, und entsprechend SUMMICRON für 1:2, ELMARITfür 1:2,8, ELMAR für 1:3,5 oder 1:4.

Leica Summicron mit Schraubfassung und Bajonettfassung

Obwohl die LEICA M3 erst 1954 herauskam, wird doch das SUMMICRON 1:2 50mm, das bereits 1953 in der Schraubfassung verfügbar war, als das Standardobjektiv der M3 angesehen. Dieses Objektiv, dessen Name heute für alle Hochleistungsobjektive von Leica/Leitz mit der Anfangsöffnung 1:2 steht, besaß sieben Linsen in vier Gruppen mit der Besonderheit sehr geringer Abstände zwischen mehreren unverkitteten Linsen, die gewissermaßen als „Luftlinsen“ wirkten. Der konstruktive Aufbau des SUMMICRON blieb unverändert bis 1968, als eine Neukonstruktion mit sechs Linsen, davon zwei verkittet, durch die Verwendung neuer Glasarten möglich wurde. Eine weitere Verbesserung wurde 1979 durch die Zusammenfassung von weiteren zwei Linsen zu einem Kittglied und die nochmalige Reduzierung des Gewichtes erreicht.

Summicron 50mm Rigid von 1957

 Leica Summicron 50mm rigid aus dem Jahr 1957
Leica Summicron 50mm rigid aus dem Jahr 1957

Das Summicron wurde nach dem ELMAR 50 mm in der größten Stückzahl in Schraubfassung und in Bajonettfassung sowie in versenkbarer und starrer Fassung produziert. Außerdem gab es eine Version für Nahaufnahmen in Bajonettfassung. Die neue Konstruktion ab 1979 war nur noch in starrer, schwarzer Ausführung lieferbar. Das SUMMICRON (Code SOOIC) erreichte eine Stückzahl von ca. 61.000 mit versenkbarer Schraubfassung und ca. 1.000 nit starrer Schraubfassung.

Einige wenige Exemplare des SUMMICRON wurden in einer besonderen Schraubfassung mit Compur-Verschluß hergestellt um eine Blitzsynchronisation bei allen Verschlusszeiten zu ermöglichen. Die Entfernungsskale mit Feet-Einteilung auf diesen Objektiven lässt die Vermutung zu, daß sie speziell für den Markt in den USA bestimmt waren.

Der Code für das versenkbare SUMMICRON war SOOIC-M, SOSIC für die ab 1956 hergestellte starre Ausführung (Rigid) und SOMNI für das Nah-SUMMICRON. Das SUMMICRON hat in den vergangenen Jahren mehrere konstruktive Änderungen erfahren und wird heute noch produziert.

Im Jahre 1958 brachte Leitz eine Reihe von neuen Objektiven heraus, darunter auch das SUMMARON 1:2,8/35 mm, das als Sechslinser mit vier Gliedern dem früheren SUMMARON 1:3,5/35 mm ähnlich war. Es wurde in der Schraubfassung bis 1963 und in Bajonettfassung bis 1974 in folgenden Stückzahlen gebaut: in Schraubfassung (Code SIMOO) ca. 5.200, in Bajonettfassung (Code SIMOM) ca. 20.300, in Bajonettfassung mit Suchervorsatz für die M3 (Code SIMWO) ca. 10.100. Bildwinkel 64°, kleinste Blende 22, kürzeste Einstellentfernung 1 m bei Schraubfassung und 0,7 m bei Bajonettfassung.

Summicron 40 mm von der Leica CL – 1973-1977

Leica Summicron 40 mm - von der Leica CL
Leica Summicron 40 mm – von der Leica CL

Vermutlich ist es das kleinste und leichteste Leica-M-Objektiv, das Leica jemals hergestellt hat. Es ist ideal für die kleine leichte analoge CL Kamera ausgelegt. Allerdings verwende ich es auch gern aber meiner Leica M9 oder M10.

Hier weiterlesen zum Leica 40m Summicron-C

Das legendäre 8-linser Summicron – auch 8 Elements genannt

Leica 8-Element mit und ohne Brille
Das legendäre Leica Summicron 35 mm 8-Element

Das SUMMICRON 1:2/35 mm als lichtstärkeres Weitwinkelobjektiv besaß acht Linsen in sechs Gliedern und war symmetrisch aufgebaut mit der Irisblende in der Mitte. In der Schraubfassung (Code SAWOO) wurde dieses Objektiv nur von 1358 bis 1963 in ca. 500 Stück hergestellt. In der Bajonettfassung (Code SAWOM bzw. SAMWO für die Version zur M3) wird das Weitwinkel-SUMMICRON nach verschiedenen Änderungen in der Konstruktion noch bis 1973 produziert. Bildwinkel 64°, kleinste Blend 16, kürzeste Entfernungseinstellung 0,7 m.

Hier weiterlesen über das Summicron 8 Elements

Ab 1979 das Summicron 35mm King of Bokeh

Dieses wundervolle Summicron 35mm ist das kleinste und meines Wissens auch das leichteste 35 mm Objektiv von Leica mit einem Bajonettanschluss. Ein traumhaftes Objektiv, toll zur Reportagefotografie und für Reisen. Heute werden diese inzwischen seltenen Objektive, die damals mal ca. 1.400 DM kosteten für 4.000 Euro und mehr gebraucht gehandelt.

Weiterlesen über das King of Bokeh

Leica-Summicron M 35mm king of bokeh
Leica-Summicron M 35mm king of bokeh

Summicron 90mm

Leica Summicron-M 90mm
Leica Summicron-M 90mm

Schließlich wurde 1958 noch das Summicron 90mm als langbrennweitiges Objektiv (Tele) mit sechs Linsen in fünf Gliedern herausgebracht. Es wurde in Schrauffassung (Code SEOFF) mit ca. 600 Stück produziert und wird in Bajonettfassung (Code SEOOM) seit 1980 in einer überarbeiteten Version angeboten. Bildwinkel 27°, kleinste Blende 16, kürzeste Entfernungseinstellung 1 mtr.

FAQ Ratgeber zum Summicron

Wie ist die Naheinstellgrenze bei den Leica Summicron?

Die Naheinstellgrenze ist nicht bei allen Summicron gleich. Sie schwankt zwischen 1 mtr., 0,8 mtr. und 0,7 mtr. je nach der Brennweite unterschiedlich.

Gibt es ein 40mm Summicron?

Mit der Einführung der Leica CL im Jahr 1973 kam ein spezielles Objektiv für diese Kamera, das Summicron-C 1.2/40mm (Bildwinkel 57°, kleinste Blende 16, kürzeste Entfernug 0,8 mtr.

Quellen, Literatur und weitere Verweise

  • Wikipedia
  • Leica Camera
  • Die ersten Sechzig Jahre

Bildnachweis:

  • HKB
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