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Leica Digilux 1 Digitalkamera: Test 2021

Leica Digilux-1

Wir schreiben das Jahr 2002 und ich freue mich wahnsinnig, als ich erfahre, dass Leica endlich mit einer digitalen Kompaktkamera startet, der Leica Digilux 1. Der Start ist im Juli 2002 mit der Markteinführung. Anfang September kaufe ich meine eigene private Digilux 1. Leider wird diese Kamera bereits ein Jahr später bereits von der Digilux 2 abgelöst. Ich behalte meine, benutze sie, trotz Kauf der Digilux 2 auch Jahre später noch. Auch heute knapp 20 Jahre später im Jahre 2021 hole ich manchmal meine Digilux 1 aus der Vitrine und mache einige Fotos mir ihr.

Warum kaufe ich eine Leica Digilux 1?

Für mich gab es damals mehrere Gründe, der erste war natürlich, die erste digitale Leica zu besitzen. Optisch ungefähr so aussehend wie die analogen M-System Modelle. Ein weiterer Grund war, dass ich gehörte habe, dass die Kamera sehr gute filmähnliche Bilder produziert und nicht so “flache” Bilder wie die meisten Digitalkameras. Und mir gefielen die Ergebnisse von den Kollegen die bereits damit fotografierten.

Die Digilux 1 erinnerte mich auch daran, wie üppig die Farben in Fotos sind, die mit CCD-Bildsensoren aufgenommen wurden, insbesondere mit Sensoren mit größeren Photonen, wie dies bei der Digilux 1 der Fall ist. CMOS-Sensoren könnten heutzutage die Branche antreiben und haben sicherlich ihre Vorteile Aber mit CCDs aufgenommene Bilder haben mangels besserer Worte mehr Seele.

Für die damalige Zeit war die Digilux 1 sehr benutzerfreundlich. Hatte ein für mich cooles Design, ähnlich der M-Serie. Wirkte von anfang an als “unkaputtbar”. Sogar kleine Kinder und Hunde konnten damit spielen ohne was zu zerstören. Sie fühlte sich nach Kamera an und nicht wie die damaligen Sony Kameras, nach Playstation.

Mir gefiel das Objektiv und auch die ISO Möglichkeiten waren völlig ok, sodass auch Aufnahmen bei schlechtem Licht gelangen. Ich konnte mit der Digilux 1 mit 100 ISO fotografieren, wo ich heute mit der M10 auf 200 oder 400 ISO gehen muss.

Insgesamt ist es eine sehr coole Retro-Kamera. Das Leica 7-21 mm Vario-Summicron ASPH 1: 2,2 – 1: 2,5 entspricht einem 33 bis 100 mm Objektiv für das 35 mm Format. Es ist ein Autofokus-Objektiv, hat aber auch einen manuellen Fokussierring am Objektiv.

Was ist dran an der Digilux?

Die schwarzen und gebürsteten Chrom-Karosserieteile des Digilux 1 bestehen aus einer Magnesiumlegierung. Vier doppelt betätigte Wählscheiben und Tasten aus gebürstetem Chrom bilden einen schönen Kontrast zur schwarzen Oberseite. Das größte Einstellrad dient zum Einstellen des Belichtungsmodus ( Programm, Blende, Verschluss, Manuell, Video und Auto ) und des Aufnahme- / Wiedergabeschalters. Der kleinere Rundungsregler besteht aus einer Kombination aus Auslöser und Power Zoom-Steuerung sowie einem Selbstauslöser Taste und eine Flash-Steuertaste.

Die Rückseite der Kamera ist nach Digitalkamerastandards spartanisch. Zusätzlich zu einem 2,5-Zoll-LCD gibt es einen optischen Vollglassucher, der mit dem 3-fach-Zoomobjektiv der Kamera gekoppelt ist. Im Einsatz ist der Sucher im Vergleich zum aufgenommenen Bild recht genau. Zum Lieferumfang der Kamera gehört ein 3-seitiger Barndoor Schirm, der an der Basis der Kamera angeschraubt wird. Öffnen Sie ihn und Sie können das LCD in einiger Entfernung bei sonnigem Himmel verwenden, ohne schielen zu müssen.

Obwohl der Digilux 1 den Titel mit der kürzesten Verschlussverzögerung für Kameras seiner Klasse beansprucht, ist das in der Kamera enthaltene hybride Infrarot- / Passiv-Kontrastfokussierungssystem im Vergleich zu modernen Point-and-Shoot-AF-Systemen langsam. Ebenso die hebelgesteuerte Power-Zoom-Funktion und die Bildverarbeitungszeiten der Kamera, die bei TIFF-Dateien mehr als 8 Sekunden dauern, bevor Sie ein weiteres Foto aufnehmen können. Bilder werden auf (maximal 1 GB) SD-Karten aufgezeichnet.

Die ideale Reportagekamera

Die neue Leica Digilux 1 der Leica Camera AG, Solms, ist eine kompakte Digitalkamera für die Reportagefotografie, die optische Qualität der Superlative, hohe Geschwindigkeit und hervorragende Mobilität bietet. Sie wurde in intensiver technischer Zusammenarbeit mit Panasonic entwickelt und kombiniert modernste digitale Technologie mit Leicas optischem Know-how. Klassische Elemente im Design- und Betriebskonzept machen die Leica Digilux 1 zu einer Synthese bewährter und innovativer Komponenten.

LEICA DC VARIO-SUMMICRON f / 2-2,5 / 7-21 mm ASPH.

Der Leica Digilux 1 verfügt über einen 4-Millionen-Pixel-CCD-Bildsensor und einen Hochleistungs-LEICA-DC-VARIO-SUMMICRON mit offener Blende bei f / 2-2,5 / 7-21 mm ASPH. Dreifachzoomobjektiv. Ein großer 2,5-Zoll-Monitor bietet eine hervorragende Sicht auf das Bild vor und nach der Belichtung. Eine 64-MB-SD-Speicherkarte und ein 3-Stunden-Netzteil bieten hohe Flexibilität. Die schnelle Bildsequenz von fast 4 Bildern pro Sekunde und die extrem geringe Verzögerung des Auslösers ermöglicht in allen Situationen ein spontanes Fotografieren.

“Als benutzerfreundliche Digitalkamera mit hervorragender Bildqualität bietet sie dem Fotografen eine Fülle kreativer Möglichkeiten. Dies macht sie in jeder Hinsicht zu einer typischen Leica”, sagt Roland Wolff, Produktmanager für Leica-Kompaktkameras.

Der 4-Megapixel Sensor

Der LEICA DC VARIO-SUMMICRON f / 2-2,5 / 7-21 mm ASPH. Der Dreifachzoom entspricht einem 33- bis 100-mm-Objektiv für das 35-mm-Format. Es hat einen manuellen Fokussierring und besteht aus acht Elementen in sieben Komponentengruppen, darunter zwei asphärische Elemente. Das Objektiv wurde individuell auf den 4-Megapixel-Sensor abgestimmt. In Harmonie mit der Elektronik und Software der Leica Digilux 1 produzieren sie hochdynamische Fotos in natürlichen Farben. Die Aufzeichnung und Verarbeitung der Bilddaten wurde hinsichtlich des visuellen Effekts optimiert. Leica trug in dieser Hinsicht zu hohen Qualitätsstandards und fotografischem Know-how bei. Durch die hohe Detailauflösung und Definition können beispielsweise herausragende Vergrößerungen im A4-Format erstellt werden.

Liest man das heute im Jahr 2021, als ich diesen Beitrag schreibe, kann man schon ein wenig lächeln. 4-Megapixel-Sensor, mehr als das 10-fache hat die M10-R heute.

Für damalige Verhältnisse schnelle Speicherzeit

Fotografen werden die kurze Speicherzeit und die schnelle Signalverarbeitung begrüßen, die die Kamera fast ununterbrochen einsatzbereit machen. Es können Serien von fast vier Bildern pro Sekunde in höchster JPEG-Qualität oder acht Bildern in zwei Sekunden mit höherer Komprimierung aufgenommen werden. Es ist auch möglich, Videosequenzen mit Ton aufzunehmen, dessen Länge nur durch die Größe der Speicherkarte begrenzt ist. Die mit der Kamera gelieferte 64-MB-Karte ermöglicht beispielsweise eine Aufnahmezeit von sechs Minuten.

Die Aufnahmezeit richtet sich nach der Kapazität der verwendeten Speicherkarte. Bei Leica/Panasonic sind das SecureDigital- bzw. MultiMediaCard-Wechselspeicherkarten, die es mittelfristig in Kapazitäten von bis zu 512 MByte gibt.

Das 2,5-Zoll-LC-Display der LEICA DIGILUX 1 ist 50 – 90% größer als das vergleichbarer Digitalkameras. Die Auflösung von ca. 205.000 Pixel ist extrem hoch und erleichtert beispielsweise die Beurteilung der Fokuseinstellung. Eine aufsteckbare Haube Reduziert Reflexionen und ermöglicht eine genaue Beurteilung des Bildes auch bei Tageslicht. Die Kamera verfügt außerdem über einen großen, hellen optischen Sucher mit Dioptrienkompensation.

Die Digilux 1 hat einen geringen Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist gering. Die Kamera kann etwa drei Stunden lang bei ausgeschaltetem Display oder zwei Stunden lang bei ausgeschaltetem Display verwendet werden. Der leistungsstarke Lithium-Ionen-Akku ist nach zwei Stunden vollständig aufgeladen. Ein Netzanschluss / Ladegerät wird mit der Kamera geliefert.

Das klare, modulare Design der LEICA DIGILUX 1 verleiht der Kamera ein sehr individuelles Aussehen. Die klaren Linien und die Reduktion auf das Wesentliche sind auf das klare Design der legendären Entfernungsmesserkameras von Leica zurückzuführen. “Der robuste und dennoch extrem leichte Körper aus Magnesiumlegierung und die klassischen Bedienelemente unterstreichen seine zeitlose Eleganz”, sagt Produktdesigner Professor Achim Heine.

Für die Belichtung stehen dem Fotografen fünf verschiedene Steuermodi zur Auswahl: Vollautomatik, Programm, Blendenpriorität, Verschlusszeitpriorität und manuell. Es gibt drei Belichtungsmessmodi (selektiv, integriert oder Mehrfeld). Sowie der eingebaute Blitz mit Führungsnr. In 10 ist es auch möglich, ein separates Blitzgerät anzuschließen.

Die große 64-MB-SD-Karte bietet Platz für ca. 32 Bilder bei höchster Auflösung und niedrigster Komprimierung. Bei niedrigster Auflösung und höchster Komprimierung können bis zu 484 Bilder gespeichert werden.

Akkuleistung

Der Digilux verfügt über einen 1400-mAh-Lithium-Ionen-Akku, der laut Leica 2 Stunden halten wird. Nach meiner Erfahrung hat er immer länger gehalten, allerdings habe ich auch nach fast jedem Foto ausgeschaltet. Ich habe keine speziellen Timing-Tests durchgeführt, aber ich habe festgestellt, dass es leicht möglich ist, einen Tag lang mit häufigem LCD- Betrieb zu fotografieren. Sie können auch zusätzliche Batterien und ein externes Ladegerät erwerben, wenn Sie glauben, dass Sie diese benötigen. Leica liefert ein Ladegerät / Netzteil, das den Akku in der Kamera auflädt. Ich habe mir ein externes Ladegerät zugelegt und hatte immer 4 Akkus dabei, es war immer zuviel.

Die Digilux liegt gut in der Hand

Auch an der Ergonomie gibt es kaum etwas auszusetzen. Dazu trägt auch der großzügig dimensionierte 2,5″-LCD-Farbbildschirm bei, der auch eine sehr gute Abbildungsqualität (Auflösung, Winkelabhängigkeit, Rauschverhalten) und eine ordentliche Lesbarkeit bei Sonnenlicht bietet. Zu diesem Zweck wird die Digilux 1 übrigens serienmäßig mit einem äußerst praktischem Lichtschacht geliefert, der am Stativgewinde der Kamera befestigt wird und sich auf- und zuklappen lässt. (Quelle: https://www.digitalkamera.de/)

Sonnenblende am Display der Digilux 1

Fotos die ich mit meiner Leica Digilux 1 aufgenommen habe

Porträt eines Freundes mit der Leica Digilux 1, für damalige Verhältnisse erstklassig

Die Leica Digilux 1 bietet die Wahl zwischen JPEGs (Fein oder Standard) oder etwas, das Sie in Consumer-Kameras nicht mehr sehen – TIFF-Dateien. Das Schöne an TIFF-Dateien ist, dass sie zwar die Kamera verlangsamen und mehr Speicher als JPEGs beanspruchen können, im Gegensatz zu JPEGs jedoch „verlustfreie“ Dateien sind, was bedeutet, dass sie mehrmals geändert und gespeichert werden können, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.

Meine Leica Digilux 1 begleitet mich hier nach Mallorca, Blick in eine naturbelassene Landschaft
Unterwegs mit meiner Leica Digilux 1 in der Millionen Metropole Kairo, auch 40 Grad Celsius kein Problem für die Kamera
Beim Berliner Presseball treffe ich den ehemaligen Boxweltmeister Dariusz Tomasz Michalczewski, dabei meine kleine Leica Digilux 1

FAQ Ratgeber zur Leica Digilux 1

Wann kam die Digilux 1 auf den Markt?

Die Digilux 1 wurde im Jahr 2002 vorgestellt. Sie war eine Patenschaft Produktion mit Panasonic. Allerdings beim Body schon klar auf Leica ausgelegt.

Was kostete die Digilux1?

Die Kamera kostete damals, wenn ich mich recht erinnere 1.450 Euro.

Datenblatt der Digilux 1

Modell Leica Digilux 1
Markteinführung Juli 2002
Verfügbar bis 4. Quartal 2003
Unverb. Preisempfehlung* k. A.
Internet-Preis
Kameraklasse(n) Kompaktkamera

Elektronik

Sensor CCD-Sensor 1/1,8″ 7,2 x 5,3 mm (Cropfaktor 4,8)
3,9 Megapixel (physikalisch), 3,9 Megapixel (effektiv)
Pixelpitch 3,1 µm
Fotoauflösung
2.240 x1.680 Pixel(4:3)
1.600 x1.200 Pixel(4:3)
1.120 x840 Pixel(4:3)
640 x480 Pixel(4:3)
Bildformate JPG, TIF
Farbtiefe k. A.
Videoauflösung
320 x240(4:3)30p
Videoformat
k.A.(Codec Motion JPEG)

Objektiv

Brennweite 33 bis 100 mm (35mm-äquivalent)
3-fach Zoom
Digitalzoom 2-fach
Makrobereich 6 cm (Weitwinkel)
20 cm (Tele)
Autofokus ja
Autofokus-Funktionen Einzel-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus, Manuell
Filtergewinde 49 mm

Sucher und Monitor

Sucher Optischer Sucher
Monitor 2,5″ TFT LCD Monitor mit 205.000 Bildpunkten
Videosucher Dioptrienausgleich

Belichtung

Belichtungsmessung Mittenbetonte Integralmessung, Matrix/Mehrfeld-Messung
Belichtungszeiten 1/1.000 bis 8 s (Automatik)
Belichtungssteuerung Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manuell
Belichtungsreihenfunktion Belichtungsreihenfunktion mit maximal 5 Aufnahmen
Belichtungskorrektur -2,0 bis +2,0 EV mit Schrittgröße von 1/4 EV
Fernzugriff nicht vorhanden
Motive 0 weitere Motivprogramme
Weißabgleich Wolken, Sonne, Blitzlicht, Leuchtstofflampe, Glühlampenlicht, Manuell
Serienaufnahmen 3,8 Bilder/s bei höchster Auflösung
Selbstauslöser Selbstauslöser mit Abstand von 2 s, Besonderheiten: oder 10 s (wahlweise)

Blitzgerät

Blitz eingebauter Blitz
Blitzschuh: Standard-Mittenkontakt
Blitzreichweite 4,5 m Weitwinkel
3,5 m bei Tele
Blitzfunktionen Automatik, Blitz ein, Blitz aus, Langzeitsynchronisation, Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang, manuelle Blitzleistung, Rote-Augen-Reduktion

Ausstattung

Bildstabilisator kein optischer Bildstabilisator
Speicher
SD
Interner Speicher ja (64 MByte)
Netzteil Netzteilanschluss
Stromversorgung 1 x Lithiumionen (Li-Ion) Akku (7,2 V, 1.400 mAh)
Wiedergabe-Funktionen Bildindex
USB-Typ
AV-Anschlüsse Videoausgang: ja
Stativgewinde 1/4″

Größe und Gewicht

Gewicht 455 g (betriebsbereit)
Abmessungen B x H x T 127 x 83 x 67 mm

Sonstiges

mitgeliefertes Zubehör Li-Ion-Akku BP-DC 1
Li-Ion-Akku
Netz-/Ladegerät
64 MByte Wechselspeicherkarte
Videoanschlusskabel
USB-Anschlusskabel
Lichtschacht für LCD
Tragegurt
Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop Elements 1.0 für Windows und für Macintosh
Albumsoftware ACDsee 3.1/3.11 für Windows
Albumsoftware ACDsee 1.6 für Macintosh
Moviesoftware Apple QuickTime 5 für Windows und für Macintosh
USB-Gerätetreiber
optionales Zubehör Leica Kleinstativ Dreibeinstativ mit Kopf
Ersatzakku
externes Schnelladegerät für 2 Akkus
Kameratasche

Quellen, Literatur und weitere Verweise

  • https://www.digitalkamera.de/
  • https://www.dpreview.com/
  • https://www.bhphotovideo.com/