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Leica IIIa – eine Schraubleica von 1935-1950

Leica IIIa

Die nächste Verbesserung der LEICA IIIa war die Hinzunahme der 1/1000 s als kürzeste Belichtungszeit. Sie wurde insbesondere von den Sportreportern begrüßt, die schnelle Bewegungen festhalten wollten. Es ist sicher kein Zufall, daß die LEICA IIIa gerade dann erschien (1935), als die deutschen Rennwagen die schnellsten der Welt waren. Die IIIa, auch Modell G genannt, war das letzte Modell, das durch einen Buchstaben gekennzeichnet wurde (ausgenommen die IIIb, die ebenfalls als Modell G bekannt war).

Die Serienproduktion der IIIa begann 1935 mit der Nummer 156.201 Die Kameras wurden in Auflagen von 200 bis 300 Exemplaren im Wechsel mit anderen Modellen hergestellt. 1935 und 1936 baute man bei Leitz etwa gleich viele Ausführungen III und IIIa, aber in späteren Jahren lag die Produktion der IIIa doppelt so hoch wie die der III. Bis 1939 wurden 91000 Exemplare der IIIa gefertigt gegenüber 80000 der LEICA III, 53000 der LEICA II und 27000 der LEICA Standard. Die LEICA IIIb, zu diesem Zeitpunkt das neueste Modell, war auf etwa 20000 Stück gekommen. Das Modell IIIa wurde in verringerten Stückzahlen noch während und nach dem Kriege gebaut, bis die Produktion im Jahr 1950 bei der Seriennummer 357.200 eingestellt wurde.

Die Verschlusszeiten der Leica IIIa

Das Hauptmerkmal der IIIa ist der Verschluß mit Zeiten von T, 1 s, 1/2 s, 1/4 s, 1/8 s und 1/20 s an der vorderen Einstellscheibe und 1/20 s, 1/40 s, 1/60 s, 1/100 s, 1/200 s, 1/500 s, 1/1000 s und Z auf der oberen Einstellscheibe.

Die Deckkappe für Sucher und Entfernungsmesser war noch immer ein separates Bauteil, das auf den Gehäusedeckel aufgesetzt wurde. Entfernungsmesser und Sucher hatten noch getrennte Einblicköffnungen wie bei der LEICA III.

Es sei hier bemerkt, daß die LEICA IIIa als Basis für ein Halbformatmodell (18×24 mm vertikal) diente. Ein in Wetzlar aufbewahrtes Experimentiermodell dieser Halbformatkamera trägt die Seriennummer 357.151 und stammt aus der letzten Auflage der IIIa. Die Halbformatkameras wurden hauptsächlich von Leitz Canada hergestellt und mit Seriennummern (ab 357.201) versehen, die unmittelbar denen der letzten Exemplare der IIIa folgten. Diese Seriennummem wurden nicht früher anderweitig zugeordnet.

Die Leica IIIa gibt es nur in verchromter Ausführung

Die LEICA IIIa war nur in verchromter Ausführung lieferbar; wenn man heute manchmal eine schwarze IIIa findet, dann handelt es sich um eine ältere schwarze Kamera, die zur IIIa umgebaut wurde.

Während der 50er Jahre bot Leitz den Besitzern der IIIa an, sie zum Modell IIIa syn mit Blitzlichtsynchronisation umzubauen. In diesem Falle wurden die Deckkappe und der Verschluss ausgewechselt, und im allgemeinen wurde jede Kamera komplett überholt, so daß der Kunde eine praktisch neue LEICA zurückerhielt. Das hier abgebildete Exemplar ist ein Beispiel dafür.

Bei dem Umbau solcher Kameras, etwa auch einer LEICA II, wurden auch Ösen für einen Tragriemen angebracht.

Hier ein Foto meiner Leica IIIa von 1938

Hier ein Foto meiner Leica IIIa von 1938
Hier ein Foto meiner Leica IIIa von 1938

Einige dieser Kameras sind von besonderem Wert für Sammler, wie z. B. solche mit der Gravur „Monte en Sarre“ oder die Militärmodelle, die später noch beschrieben werden. In den Jahren 1949 bis 1951 wurden eine Anzahl von IIIa-Modellen in St. Ingbert/Saar in der französisch besetzten Zone bei der Firma Saroptico montiert.

Diese Kameras trugen die Gravur „Monté en Sarre“. Dadurch wurde der hohe Zoll auf importierte Kameras in Frankreich umgangen. Alle diese Kameras wurden in Frankreich oder den französischen Kolonien verkauft. Es sind anscheinend etwa 500 Exemplare mit Seriennummern von 359.000 bis 359.504 gebaut worden. Die letzten Exemplare hatten eine Filmmerkscheibe auf dem Filmtransportknopf, wie es für das Modell IIIf typisch war.

Bei dem abgebildeten Exemplar hat ein späterer Besitzer die erste Stelle der Seriennummer von 3 auf 8 geändert. Es existiert eine kleine Anzahl von IIIf- Modellen mit der Gravur „Monté en Sarre“ und Blitzsynchronisation, doch kann nicht sicher gesagt werden, ob dies Originale oder spätere Umbauten sind.

FAQ Ratgeber zur Leica IIIa

Von wann bis wann wurde die Leica IIIa produziert?

Genau 15 Jahre lang von 1935 bis 1950 wurden genau 91.887 dieser Kameras hergestellt. Bis in die sechziger Jahre hinein war es im Übrigen gängige Praxis der Firma Leitz, ältere Modelle nach Kundenwunsch auf den aktuellen Stand der Technik umzubauen.

Gab es die IIIa auch in schwarzer Farbe?

Anders als die Leica III (F) war die Leica IIIa (G) ausschließlich mit hell verchromten Gehäuse erhältlich (Code: AGNOO und LUOOBADKOO mit 50 mm-ELMAR).

Quellen, Literatur und weitere Verweise

  • Wikipedia
  • l-camera-forum.com
  • HKB

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