Das passende Leica M-Objektiv finden

Ein Leica M-Objektiv entscheidet weit stärker über den Charakter einer Aufnahme, als es technische Daten allein vermuten lassen. Brennweite, Lichtstärke, optische Rechnung, Baujahr und Größe beeinflussen nicht nur die Bildwirkung, sondern auch die Art, wie sich eine Leica M im Alltag fotografieren lässt.

Gerade beim Leica M-System ist die Auswahl außergewöhnlich groß. Neben aktuellen Objektiven gibt es zahlreiche frühere Generationen, die bis heute gesucht und genutzt werden. Ein älteres Summicron kann deshalb ebenso interessant sein wie ein aktuelles Summilux – entscheidend ist, welches Objektiv zu Ihrer Kamera, Ihrer Fotografie und Ihren persönlichen Vorlieben passt.

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über wichtige Brennweiten, Objektivfamilien und Generationen des Leica M-Systems. Gleichzeitig führt sie weiter zu ausführlichen Informationen über einzelne Objektive und zu aktuell verfügbaren Pre-Owned Angeboten.

„Das beste Leica M-Objektiv gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Brennweite, Lichtstärke und Charakteristik zur eigenen Art zu fotografieren passen.“

Horst K. Berghäuser
Roter Punkt Kamera

Brennweiten

Von Weitwinkel bis Tele

Von 21 und 28 mm über die klassischen 35 und 50 mm bis zu 75, 90 und 135 mm bietet das M-System sehr unterschiedliche fotografische Möglichkeiten.

Objektivfamilien

Summicron, Summilux & mehr

Summicron, Summilux, Noctilux, Elmar, Elmarit und Summaron stehen für unterschiedliche Konzepte, Lichtstärken und Objektivgenerationen.

Generationen

Historisch bis aktuell

Viele Leica M-Objektive wurden über Jahrzehnte in unterschiedlichen Versionen produziert. Gerade im Pre-Owned Bereich lohnt sich deshalb der Blick auf die genaue Ausführung.

Die Qualität der Leica M Obektive

Leica M-Objektive stehen seit Jahrzehnten für einen hohen konstruktiven und mechanischen Anspruch. Aufwendige optische Rechnungen, präzise Fertigung und die sorgfältige Abstimmung von Mechanik und Optik gehören zu den Gründen, weshalb viele dieser Objektive auch nach Jahrzehnten noch fotografisch genutzt und auf dem Pre-Owned Markt gesucht werden.

Welche Brennweite für Leica M?

Die Wahl der Brennweite prägt die Arbeit mit einer Leica M entscheidend. Anders als bei einem Zoomobjektiv legt man sich mit einer Festbrennweite stärker auf einen bestimmten Bildwinkel und eine bestimmte Art der Bildgestaltung fest. Genau diese Reduktion gehört für viele Fotografen zum besonderen Reiz des M-Systems.

Welche Brennweite die richtige ist, hängt deshalb weniger von einer technischen Rangfolge als von Motiv, Arbeitsweise und persönlicher Bildsprache ab. Besonders 35 mm und 50 mm gelten als klassische Brennweiten für die Leica M.

Weitwinkel

21, 24 & 28 mm

Weitwinkelobjektive eignen sich für Architektur, Reportage, Landschaft und Situationen, in denen viel Umgebung Teil der Bildaussage sein soll. 28 mm bietet dabei einen vergleichsweise universellen Einstieg in den Weitwinkelbereich.

Der M-Klassiker

Leica M 35 mm

35 mm verbindet einen relativ weiten Bildwinkel mit einer natürlichen Bildwirkung. Die Brennweite ist besonders beliebt für Reportage, Street Photography, Reise und dokumentarische Fotografie und gehört zu den klassischen Kombinationen mit einer Leica M.

Klassische Normalbrennweite

Leica M 50 mm

50 mm steht für einen konzentrierteren Bildausschnitt und eine ruhige, klassische Bildgestaltung. Vom kompakten Elmar über verschiedene Summicron- und Summilux-Generationen bis zum Noctilux bietet Leica hier eine besonders große Auswahl.

Porträt & Details

75 & 90 mm

Wer einen engeren Bildwinkel bevorzugt, findet mit 75 und 90 mm interessante Möglichkeiten für Porträts, Details und eine stärker verdichtete Bildgestaltung.

Tele

Leica M 135 mm

135 mm bildet das klassische Tele-Ende des Leica M-Systems. Die Brennweite ist spezieller in der Anwendung, ermöglicht aber einen deutlich engeren Bildwinkel und eine starke Konzentration auf einzelne Motive.

35 oder 50 mm – womit anfangen?

Wer mit nur einem Objektiv in das Leica M-System einsteigen möchte, landet häufig bei 35 oder 50 mm. Beide Brennweiten funktionieren hervorragend als universelles M-Objektiv, fördern aber eine unterschiedliche Arbeitsweise.

Mit 35 mm lässt sich mehr Umgebung in die Bildgestaltung einbeziehen. 50 mm reduziert den Ausschnitt stärker und kann dadurch zu einer konzentrierteren Komposition führen. Welche Variante besser passt, lässt sich deshalb nicht allgemeingültig beantworten.

Mehr zum Leica M-System

Kameras, Generationen und die Besonderheiten des Messsuchersystems finden Sie in meinem ausführlichen Überblick zum Leica M-System.

Leica M-System kennenlernen  →

Summicron, Summilux, Noctilux & Co. – die Leica Objektivfamilien

Namen wie Summicron, Summilux oder Noctilux gehören seit Jahrzehnten zur Leica Welt. Sie stehen nicht einfach für unterschiedliche Produktreihen, sondern geben insbesondere Hinweise auf die Lichtstärke eines Objektivs. Hinzu kommen Bezeichnungen wie Elmar, Elmarit, Summarit oder Summaron.

Für die Wahl eines Leica M-Objektivs ist die größte Blendenöffnung allerdings nur ein Teil der Entscheidung. Größe, Gewicht, Brennweite, optische Rechnung und Generation können mindestens ebenso wichtig sein.

Lichtstärke f/2

Summicron

Summicron bezeichnet Leica Objektive mit einer Lichtstärke von f/2. Viele Summicron-M Objektive verbinden hohe Lichtstärke mit vergleichsweise kompakten Abmessungen.

Summicron oder Summilux? →

Lichtstärke f/1,4

Summilux

Summilux steht typischerweise für eine Lichtstärke von f/1,4. Diese Objektive bieten zusätzliche Lichtreserven und ermöglichen eine geringere Schärfentiefe, sind dafür häufig größer und schwerer als ein vergleichbares Summicron.

Summilux mit Summicron vergleichen →

Extreme Lichtstärke

Noctilux

Noctilux bezeichnet besonders lichtstarke Leica M-Objektive. Sie ermöglichen das Arbeiten mit sehr großen Blendenöffnungen und extrem geringer Schärfentiefe, stellen aber auch besondere Anforderungen an Fokussierung und Handhabung.

Mehr über Leica Noctilux →

Klassische Leica Namen

Elmar, Elmarit & weitere

Auch Elmar, Elmarit, Summarit und Summaron gehören zur Leica Objektivgeschichte. Gerade auf dem Pre-Owned Markt begegnet man diesen Bezeichnungen bei zahlreichen interessanten Objektiven verschiedener Generationen.

Leica Objektivnamen erklärt →

Summicron oder Summilux?

Diese Frage stellt sich besonders häufig bei klassischen M-Brennweiten wie 35 und 50 mm. Ein Summilux bietet mit f/1,4 mehr Lichtstärke und zusätzliche Möglichkeiten bei geringer Schärfentiefe. Ein Summicron mit f/2 kann dagegen kompakter und leichter sein.

Die Entscheidung sollte deshalb nicht lauten „Welches ist grundsätzlich besser?“, sondern: „Welche Kombination passt besser zu meiner Fotografie?“ Einen ausführlicheren Vergleich finden Sie in meinem Beitrag Summilux vs. Summicron .

Leica Wissen

Sie möchten wissen, was Bezeichnungen wie Summicron, Summilux, Noctilux, Elmarit oder Summaron genau bedeuten?

Leica Objektivnamen kennenlernen  →

Aktuelle oder ältere Leica M-Objektive?

Eine Besonderheit des Leica M-Systems ist die lange Geschichte seiner Objektive. Neben aktuellen Konstruktionen lassen sich zahlreiche ältere Leica M-Objektive auch heute noch an analogen und digitalen M-Kameras verwenden. Gerade deshalb ist der Pre-Owned Markt für M-Objektive besonders interessant.

Dabei ist ein neueres Objektiv nicht automatisch die bessere Wahl. Moderne Konstruktionen können auf hohe optische Leistung, präzise Korrektur und aktuelle Anforderungen ausgelegt sein. Ältere Generationen werden dagegen häufig ganz bewusst wegen ihrer kompakten Bauweise, ihrer mechanischen Ausführung oder ihrer individuellen Bildcharakteristik gesucht.

Moderne Generationen

Aktuelle Leica M-Objektive

Aktuelle Konstruktionen verbinden die traditionelle manuelle Fokussierung des M-Systems mit moderner optischer Entwicklung. Je nach Objektiv spielen dabei beispielsweise asphärische Elemente, apochromatische Korrektur oder eine optimierte Nahgrenze eine Rolle.

Frühere Generationen

Klassische Leica M-Objektive

Historische Summicron, Summilux, Summaron, Elmar und andere M-Objektive besitzen oft einen ganz eigenen Reiz. Unterschiede zwischen den Generationen können sich in Konstruktion, Größe, Vergütung, Bedienung und Bildwirkung zeigen.

Die genaue Generation ist wichtig

Gerade bei Leica reicht die Bezeichnung auf dem Frontring häufig nicht aus, um ein Objektiv eindeutig einzuordnen. Ein Summicron-M 35 mm oder Summilux-M 50 mm wurde beispielsweise über lange Zeiträume in unterschiedlichen Versionen gefertigt.

Produktionszeitraum, Seriennummer, Artikelnummer und konstruktive Merkmale können deshalb wichtige Hinweise geben. Für Sammler ist die genaue Variante ohnehin relevant – aber auch Fotografen sollten wissen, welche Generation eines Objektivs sie tatsächlich kaufen.

Leica M-Objektive verschiedener Generationen
Leica M-Objektive verschiedener Generationen: Die genaue Ausführung kann für Charakter, Handhabung, Seltenheit und Marktwert entscheidend sein.

Nachschlagen

Sie suchen ein bestimmtes Leica M-Objektiv oder möchten verschiedene Generationen und Brennweiten nachschlagen?

Alle Leica M-Objektive in der Übersicht  →

Leica M-Objektive gebraucht kaufen – worauf sollte man achten?

Gerade bei Leica M-Objektiven ist der Pre-Owned Markt besonders interessant. Viele ältere Objektive sind bis heute fotografisch attraktiv, und manche Ausführungen werden längst nicht mehr produziert. Entscheidend ist jedoch nicht nur, welches Objektiv man kauft, sondern in welchem Zustand sich das konkrete Exemplar befindet.

Bei einem gebrauchten Leica M-Objektiv sollten deshalb Optik, Mechanik, genaue Ausführung und vorhandenes Zubehör gemeinsam betrachtet werden. Ein äußerlich schönes Objektiv ist nicht automatisch technisch einwandfrei – und sichtbare Gebrauchsspuren müssen umgekehrt kein Problem für die fotografische Nutzung darstellen.

Glas & Vergütung

Front- und Hinterlinse sowie die inneren Glasflächen sollten sorgfältig betrachtet werden. Reinigungsspuren, Kratzer, Trübungen oder andere Auffälligkeiten sind je nach Art und Ausprägung unterschiedlich zu bewerten.

Fokussierung

Der Fokussierring sollte sich gleichmäßig bewegen. Bei älteren Objektiven können Schwergängigkeit, ungewöhnlich leichter Lauf oder mechanisches Spiel Hinweise auf Wartungsbedarf sein.

Blende

Blendenring und Blendenlamellen gehören ebenfalls zur Prüfung. Die Bedienung sollte sauber funktionieren und der Zustand zur jeweiligen Objektivgeneration passen.

Version & Seriennummer

Bei vielen Leica M-Objektiven existieren mehrere Generationen. Seriennummer, Artikelnummer und konstruktive Merkmale helfen, das konkrete Objektiv richtig einzuordnen.

Äußerer Zustand

Kleine Gebrauchsspuren sind bei älteren Objektiven normal. Wichtiger ist die Frage, ob es sich um kosmetische Spuren oder um Beschädigungen handelt, die Funktion oder Wert beeinflussen können.

Zubehör & Lieferumfang

Originaldeckel, Gegenlichtblende, Köcher, Verpackung und Unterlagen können je nach Objektiv interessant sein. Besonders bei seltenen Ausführungen kann ein vollständiger Lieferumfang den Wert beeinflussen.

Fungus und Trübungen ernst nehmen

Bei älteren Objektiven sollte auch auf mögliche Veränderungen im Inneren geachtet werden. Dazu gehören beispielsweise Trübungen oder Pilzbefall. Solche Auffälligkeiten können von außen schwer zu beurteilen sein und sollten deshalb bei einem hochwertigen Leica Objektiv nicht einfach ignoriert werden.

Gleichzeitig muss nicht jede kleine Reinigungsspur automatisch gegen einen Kauf sprechen. Entscheidend sind Art, Ausprägung und Position einer Auffälligkeit sowie die Frage, ob sie für die praktische Nutzung oder den Sammlerwert relevant ist.

Prüfung eines gebrauchten Leica M-Objektivs
Bei einem gebrauchten Leica M-Objektiv zählt das konkrete Exemplar: Optik, Mechanik, Ausführung und Zustand sollten gemeinsam beurteilt werden.

Fotografieren oder sammeln?

Auch der geplante Einsatzzweck spielt eine Rolle. Wer ein Objektiv hauptsächlich zum Fotografieren sucht, kann mit einem technisch sehr guten Exemplar mit normalen Gebrauchsspuren hervorragend bedient sein. Für einen Sammler können dagegen Originalzustand, seltene Ausführung, Seriennummer, Verpackung und Zubehör wesentlich stärker ins Gewicht fallen.

Deshalb gibt es auch beim Kauf eines gebrauchten Leica M-Objektivs keine einfache Zustandsformel für alle Käufer. Das passende Exemplar hängt davon ab, was Sie damit vorhaben.

Leica M Pre-Owned

Gebrauchte Leica M-Objektive entdecken

Im Pre-Owned Shop finden Sie aktuell verfügbare Leica M-Objektive verschiedener Brennweiten und Generationen. Da es sich überwiegend um Einzelstücke handelt, verändert sich das Angebot regelmäßig.

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Häufige Fragen zu Leica M-Objektiven

Welches Leica M-Objektiv eignet sich für den Einstieg?

Für den Einstieg werden besonders häufig 35 mm oder 50 mm gewählt. 35 mm bezieht mehr Umgebung in das Bild ein und eignet sich sehr gut für Reportage, Reise und Street Photography. 50 mm bietet einen engeren Bildwinkel und eine stärker konzentrierte Bildgestaltung. Welche Brennweite besser passt, hängt vor allem von der persönlichen Art zu fotografieren ab.

Was ist der Unterschied zwischen Summicron und Summilux?

Summicron bezeichnet bei klassischen Leica M-Objektiven in der Regel eine Lichtstärke von f/2, Summilux eine Lichtstärke von f/1,4. Ein Summilux bietet damit zusätzliche Lichtreserven und ermöglicht eine geringere Schärfentiefe. Summicron-M Objektive können dagegen kompakter und leichter sein. Hinzu kommen Unterschiede zwischen den jeweiligen Generationen und optischen Rechnungen.

Sind alte Leica M-Objektive an modernen Leica M-Kameras verwendbar?

Viele ältere Leica M-Objektive lassen sich auch an modernen digitalen M-Kameras verwenden. Genau diese lange Systemkontinuität ist eine Besonderheit des Leica M-Systems. Bei einzelnen historischen Objektiven und Sonderkonstruktionen sollte die Kompatibilität jedoch vorab geprüft werden.

Sind ältere Leica M-Objektive schlechter als aktuelle Objektive?

Nein. Ältere und aktuelle Objektive können unterschiedliche Schwerpunkte haben. Moderne Konstruktionen sind häufig stärker auf optische Korrektur und aktuelle Anforderungen ausgelegt. Frühere Generationen werden dagegen teilweise gerade wegen ihrer kompakten Konstruktion oder individuellen Bildcharakteristik gesucht.

Worauf sollte ich bei einem gebrauchten Leica M-Objektiv achten?

Wichtig sind insbesondere der Zustand der Linsen und Vergütung, mögliche Trübungen oder Pilzbefall, die Funktion von Blende und Fokussierung sowie der allgemeine mechanische Zustand. Bei vielen Objektiven sollte außerdem die genaue Version anhand von Seriennummer, Artikelnummer und konstruktiven Merkmalen bestimmt werden.

Ist ein Leica M-Objektiv mit Gebrauchsspuren noch empfehlenswert?

Normale äußere Gebrauchsspuren müssen die fotografische Nutzung nicht beeinträchtigen. Für einen Fotografen kann ein technisch sehr gutes Objektiv mit sichtbaren Gebrauchsspuren sogar besonders interessant sein. Bei Sammlerobjekten spielen kosmetischer Zustand, Originalität und Vollständigkeit meist eine größere Rolle.

Welche Leica M-Brennweiten gibt es?

Das Leica M-System umfasst zahlreiche Brennweiten vom starken Weitwinkel bis zum Telebereich. Besonders verbreitet sind 28, 35, 50, 75, 90 und 135 mm. Daneben existieren unter anderem 21- und 24-mm-Objektive sowie historische und spezielle Ausführungen.

Wo finde ich eine Übersicht der Leica M-Objektive?

Eine umfangreiche Zusammenstellung verschiedener Brennweiten, Generationen und Ausführungen finden Sie in meiner Übersicht der Leica M-Objektive .


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Ob Sie ein passendes Leica M-Objektiv suchen oder ein eigenes Objektiv anbieten möchten – bei Roter Punkt Kamera stehen das konkrete Exemplar, sein Zustand und eine persönliche Einschätzung im Mittelpunkt.

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