Inhaltsverzeichnis:
- 1 Live Suche im Leica Lexikon
- 2 C
- 2.1 CCD-Sensor
- 2.2 CLA
- 2.3 CMOS (Sensor-Technologie)
- 2.4 CL (Leica CL & Digital CL)
- 2.5 Cine (Leitz Cine Lenses)
- 2.6 Cine-Mod (Umrüstung von Foto-Objektiven)
- 2.7 Compur
- 2.8 Contact Strip (Negativstreifen)
- 2.9 Chrom (Finish & Beschichtung)
- 2.10 Color Rendering (Farbwiedergabe)
- 2.11 Contact Sheet (Kontaktabzug)
- 2.12 Contrasteindruck (Mikrokontrast)
- 2.13 Custom Profiles (Benutzerprofile)
- 2.14 CL-Adapter L / M-Adapter L
- 2.15 Fazit C – Leica Lexikon C
- 3 FAQ – Leica Lexikon C
Live Suche im Leica Lexikon
C
CCD-Sensor
Sensor-Technologie älterer digitaler Leica-Modelle (M8, M9). Liefert sehr feine, filmähnliche Farbwiedergabe, aber geringere ISO-Leistung als moderne CMOS-Sensoren.
CLA
Leica CLA steht für „Clean, Lubricate, Adjust“ – eine professionelle Wartung, die besonders bei analogen Leica-Kameras und älteren Objektiven empfohlen wird. Dabei werden alle mechanischen und optischen Komponenten gründlich gereinigt, neu geschmiert und präzise justiert. Eine CLA sorgt dafür, dass Verschlusszeiten, Entfernungsmesser und Blendenmechanik wieder exakt arbeiten – und erhält so den technischen und sammlerischen Wert klassischer Leica-Modelle über Jahrzehnte hinweg.
CMOS (Sensor-Technologie)
CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor) ist der Standard für Leica Digitalkameras seit der M (Typ 240).
Er löste den CCD-Sensor ab, da er geringeren Energieverbrauch, Live-View-Fähigkeit und höhere ISO-Leistung ermöglicht.
CL (Leica CL & Digital CL)
Die Leica CL war ursprünglich eine kompakte Messsucherkamera aus den 1970er Jahren, entwickelt in Zusammenarbeit mit Minolta.
Die digitale Neuauflage (2017) kombiniert das klassische Leica-Design mit moderner Technik: APS-C Sensor mit 24 MP, L-Mount, elektronischem Sucher und Bedienung im M-Stil.
Ideal für Einsteiger ins Leica-System und Street-Fotografie durch ihre kompakte Größe.
Cine (Leitz Cine Lenses)
Unter dem Label Leitz Cine entwickelt Leica hochpräzise Filmobjektive wie ELSIE, SUMMILUX-C oder SUMMICRON-C.
Diese Objektive sind auf Kinokameras ausgelegt, bieten konsistente Lichtstärke (T-Werte) und extrem weiches Fokus-Bokeh – beliebt bei professionellen Kameraleuten weltweit.
Cine-Mod (Umrüstung von Foto-Objektiven)
Bei Cine-Modifizierungen werden klassische Fotoobjektive (z. B. Summicron oder Elmarit) für Filmzwecke optimiert:
• Fokus-Gears für Follow-Focus
• stufenlose Blende
• gleichmäßiger Zahnkranzabstand
• Matte-Box-kompatible Fronten.
Leitz bietet diese Anpassung für viele M-Objektive über Spezialpartner an.
Compur
Compur bezeichnet einen präzisen, mechanischen Zentralverschluss, der in vielen frühen Leica- und Leitz-Kameras sowie Objektiven verbaut wurde.
Er wurde ursprünglich von der Firma Friedrich Deckel in München entwickelt und steht bis heute für höchste Zuverlässigkeit und Genauigkeit.
In Leica-Systemen kam der Compur-Verschluss vor allem bei Spezial- und Reprokameras zum Einsatz, wo eine besonders leise und vibrationsarme Auslösung wichtig war.
Contact Strip (Negativstreifen)
Begriff aus der analogen Ära. Leica-Fotografen nutzten Kontaktabzüge, um die besten Negative auszuwählen – eine Kunstform, die heute in digitalen Kontaktbögen fortlebt.
Chrom (Finish & Beschichtung)
Leica bietet Kameras in Silver Chrome (eloxiert) und Black Chrome (oxidbeschichtet) an.
Beide Varianten unterscheiden sich in Haptik und Glanz. Black Chrome ist widerstandsfähiger, Silver Chrome wirkt klassisch und reflektiert weniger Wärme.
Color Rendering (Farbwiedergabe)
Leica-Objektive sind bekannt für eine natürliche, leicht warme Farbwiedergabe.
Die Kombination aus Glasrezepturen und Vergütungen erzeugt ein Farbbild, das oft als „Leica Look“ bezeichnet wird: realistisch, aber mit weicher Tonübergabe.
Contact Sheet (Kontaktabzug)
In der analogen Fotografie bezeichnet ein Contact Sheet eine Übersicht aller Negative auf einem Blatt Fotopapier.
Viele Leica-Fotografen nutzen diese Methode zur Auswahl und Archivierung ihrer Arbeiten – ein nostalgisches, aber nützliches Werkzeug zur Bildauswahl.
Contrasteindruck (Mikrokontrast)
Mikrokontrast beschreibt die Feinzeichnung innerhalb von Strukturen.
Leica-Objektive sind darauf optimiert, minimale Tonwertunterschiede klar darzustellen – so entsteht der berühmte „3D-Pop“ oder „Leica Glow“.
Custom Profiles (Benutzerprofile)
Digitale Leica-Kameras ermöglichen das Anlegen benutzerdefinierter Profile für Weißabgleich, Farbstil, ISO-Grenzen und Belichtungszeit.
So können Fotografen für verschiedene Situationen (Street, Low Light, Porträt) eigene Setups abrufen.
CL-Adapter L / M-Adapter L
Adapter für Leica CL oder TL-Kameras, um M- oder R-Objektive am L-Mount zu nutzen.
Die elektronische Kommunikation überträgt Brennweiteninformationen und sorgt für korrekte EXIF-Daten bei manueller Fokussierung.
Fazit C – Leica Lexikon C
C steht bei Leica für Cinema, Contrast, Classic und Color – die Verbindung von Handwerkskunst, Präzision und dem unverwechselbaren Bildcharakter, der Leica-Fotografie einzigartig macht.
FAQ – Leica Lexikon C
1) Was ist die Leica CL und was unterscheidet sie von der M-Serie?
Die CL ist kleiner, leichter und nutzt L-Mount statt M-Mount. Sie kombiniert digitale Technik (APS-C-Sensor, EVF) mit klassischem Leica-Design.
2) Gibt es Unterschiede zwischen der analogen und der digitalen CL?
Ja, die analoge CL (1973) war eine Messsucherkamera mit Film. Die digitale CL (2017) ist spiegellos und voll elektronisch – aber ähnlich kompakt.
3) Was bedeutet „Cine“ bei Leitz-Objektiven?
Leitz Cine steht für professionelle Kinoobjektive mit T-Werten, perfekter Farbtreue und extrem weichem Fokus – ideal für Filmproduktionen.
4) Warum nutzt Leica CMOS-Sensoren?
CMOS-Sensoren sind energieeffizienter, ermöglichen Live-View, Video und höhere ISO-Werte als ältere CCD-Sensoren – ideal für moderne Kameras wie M10 und Q3.
5) Was ist der Unterschied zwischen Silver Chrome und Black Chrome?
Silver Chrome ist klassisch eloxiert und glänzend, Black Chrome ist matt und widerstandsfähiger. Beide Varianten unterscheiden sich nur optisch, nicht funktional.
6) Was bedeutet „Cine-Mod“?
Darunter versteht man die Umrüstung von Foto-Objektiven auf Filmstandards (z. B. stufenlose Blende, Zahnkränze). Leica-Objektive eignen sich wegen ihrer Präzision besonders gut dafür.
7) Warum ist der Farbwiedergabecharakter von Leica so beliebt?
Leica verwendet spezielle Glasrezepturen, um natürliche, warme Farben mit hoher Farbtiefe und feinen Tonwertübergängen zu erzeugen – der typische Leica Look.
8) Was ist ein Contact Sheet und warum wird es genutzt?
Ein Kontaktabzug aller Negative auf einem Blatt Fotopapier. Fotografen nutzen ihn zur Auswahl, Archivierung oder zur Kompositionsanalyse.
9) Was versteht man unter Mikrokontrast?
Mikrokontrast ist die Darstellung kleinster Helligkeitsunterschiede. Leica-Objektive sind dafür optimiert und erzeugen dadurch Tiefe und Plastizität im Bild.
10) Was bringen Custom Profiles bei digitalen Leicas?
Sie speichern bevorzugte Einstellungen (Farbmodus, ISO, Shutter). Ideal für Fotografen, die verschiedene Aufnahmestile regelmäßig nutzen.
11) Was ist ein CL-Adapter-L?
Ein Adapter, um M- oder R-Objektive an L-Mount-Kameras wie CL oder SL zu verwenden – mit exakter Auflagemaß-Korrektur und EXIF-Übertragung.
12) Kann man mit der CL professionell arbeiten?
Ja. Trotz APS-C-Sensor bietet sie Leica-Bildqualität, präzisen Sucher und Kompatibilität mit hochwertigen Objektiven – ideal für Street, Reportage und Reisen.