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Leica Summarit-M 50mm 1:2.5 6-Bit

Summarit-M 50mm ƒ2,5 mit einer M8

Die Summarit-M-Objektive (hier das Leica Summarit-M 50mm 1:2.5) wurden entwickelt, um traditionelle optische und mechanische Spitzenleistungen von Leica zu bieten, während sie auf einem Preisniveau unter den aktuellen M ASPH-Objektiven positioniert sind. Das Ziel dieser Objektive ist es, die klassische Leica Qualität und Leistung einem breiteren Anwendermarkt zugänglich zu machen.

Die Summarit-M maximale Blendenöffnung von ƒ/2,5 und die Konzentration auf klassische und bewährte sphärische Objektivdesigns führen zu sehr kompakten, aber leistungsstarken Objektiven mit exzellenter Qualität, die man von einem Leica Objektiv erwartet.

Die Summarit-M-Objektive werden die Wiederauferstehung traditioneller Leica-Elemente erleben. Alle Buchstaben- und Zahlengravuren werden in der traditionellen „Leitz-Norm“-Schriftart ausgeführt, wie sie ursprünglich von Leitz Wetzlar in den 1960er Jahren verwendet wurde, und der rote Punkt auf der Objektivfassung wird der Originalfarbe der Objektive entsprechen, die seit Einführung der M . verwendet werden bis in die 1970er Jahre hinein.

Warum wurde das Leica Summarit-M 50mm 1:2.5 überhaupt gebaut?

Fotografen und Nutzer des Leica-Systems wollten schon seit sehr langer Zeit das Leica eine Reihe von Objektiven herstellt, die für den Leica-Benutzer erschwinglicher wären, also preiswerter. Die Antwort der Leica Ingenieure und Entwickler war deutlich:

„Wollen Sie wirklich, dass wir weniger gute Linsen entwickeln als wir sie herstellen könnten?“

Der Erfolg des Canon-Ansatzes mit einem zweistufigen Design von Objektiven innerhalb der FD-Serie (die normalen hochwertigen Designs und die zusätzliche L-Bezeichnung für die wirklich exzellenten Designs) wurde als Beispiel für intelligentes Engineering angeführt.  
Leica hat immer behauptet, dass hochwertige Optikdesigns mit besonderem Fokus auf hervorragende Leistung weit offen spezielle Blenden, spezielle Oberflächenbehandlungen, genaue Fassungen, sehr enge Toleranzen und eine sorgfältige manuelle Montage mit umfangreicher Qualitätskontrolle und einzeln bearbeiteten Teilen erfordern, die paarweise aufeinander abgestimmt werden können.

In den letzten sechzig Jahren hat Leica einige der besten Objektive für die Messsucherfotografie in der Geschichte produziert, aber manchmal schienen sie eher den Geschmack des Sammlers und nicht in erster Linie des Berufsfotografen zu treffen. Wirtschaftlich kann ich das nachvollziehen. Wenn man weltweit ca. 35.000 Sammler hat, verkauft man ein neues Produkt schon mal nach der Einführung mind. 30.000 mal. Das ist gut und bringt schon mehr als die Entwicklungskosten, vermute ich, ohne es zu wissen. Ein Unternehmen braucht halt Cashflow. Aber Berufsfotografen wollen hochwertige aber preiswerte Produkte, die aber höchsten Ansprüchen gerecht werden.

Voigtländer und Zeiss haben da einen guten Weg gefunden. Obwohl meines Erachtens deren Objektive qualitativ Leica nicht sehr nahe kommen, schon gar nicht bei offener Blende.

Leica Summarit-M 50mm 1:2.5 6-Bit von vorne
Leica Summarit-M 50mm 1:2.5 6-Bit von vorne

Mein Test des Leica Summarit-M 50mm 1:2.5

Ich habe mir tatsächlich nicht viel von diesem Objektiv erwartet, war aber sehr positiv überrascht, als ich es ausprobierte und teste. Ich benutze eine M240 zum Test und eine M10-R und die Fotos sind wirklich schön und scharf. Es kann sein, dass ich dieses Objektiv fast für ähnlich gut wie ein Summicron 50mm halte, welches allerdings mehr als doppelt so teuer ist.

Dieses Objektiv wurde mit der „6-Bit“-Codierung aktualisiert, die es der digitalen M-Kamera ermöglicht, diese Informationen optisch auszulesen und zu erkennen, welches Objektiv verwendet wird. Die Kamera kann dann (optional) eine „final stage“ softwarebasierte Vignettierungskorrektur anwenden (bei RAW-Bildern wird einfach das verwendete Objektiv aufgenommen, keine Änderung vorgenommen).

  • Hochwertig, schnell, kompakt und leicht.
  • Die runde Blende mit 9 Lamellen erzeugt eine geringe Schärfentiefe, die die Aufmerksamkeit auf das Motiv lenkt und den Hintergrund verwischt, was ideal für Porträts und Hochzeiten ist.
  • Hergestellt und gekennzeichnet „Made in Germany“.
Leica Summarit-M 50mm 1:2.5 6-Bit, Ansicht ohne Kamera
Leica Summarit-M 50mm 1:2.5 6-Bit, Ansicht ohne Kamera

Testchart Fotografie mit dem Summarit 50mm

Auf dem Testchart lieferte das 50-mm-Objektiv bei offener Blende 2,5 eine kontrastreiche Schärfe über einen großen Teil der Bildfläche. Dies ist ein herausragendes Ergebnis. Die Leistung gilt für gerade Linien in vertikaler und horizontaler Richtung. Diagonale Linien habe ich nicht verwendet, sondern Zahlen. Bei Blende ƒ5,6 ist die gleiche Qualität bei etwas höherem Kontrast zu sehen. Aber ich musste mich neu konzentrieren, um das beste Ergebnis zu erzielen. Bei gleicher Entfernungseinstellung zeigte das Bild einen geringeren Gesamtkontrast.

Testchart zur Fotografie
Testchart zur Fotografie

Als Vergleich habe ich das Summicron 2/50mm verwendet. Bei Blende ƒ2,5 kann die zentrale Auflösung auf 60 lp/mm eingestellt werden, eine Stufe über dem Summarit, aber der Gesamtkontrast war etwas geringer. Zahlen waren jedoch klarer abgegrenzt. Mit Blende ƒ5,6 wurde der Kontrast bei gleicher Auflösung sehr hoch.

So beschreibt Leica das Summarit

Leistungsstark, leichtgewichtig und bewusst einfach in der Handhabung, ist das Leica Summarit-M 2,5/50 mm in der Anwendung so vielseitig wie das Leben selbst. Es kommt dem Blickwinkel und den Sehgewohnheiten des menschlichen Auges am nächsten und überzeugt mit einer neutralen, natürlichen Perspektive. Das 50mm Summarit ist maßgeschneidert für den fotografischen Alltag. Seine Lichtstärke erweist sich in allen gängigen Anwendungen als absolut praxisgerecht.

Bereits bei voller Öffnung zeigt das Objektiv eine sehr gute Abbildungsleistung mit hohem Kontrast im allergrößten Teil des Bildfeldes. Nicht nur bei Porträts vorteilhaft: Bei Aufnahmen mit offener Blende wird durch die geringe Tiefenschärfe das Hauptobjekt vom Hintergrund gelöst. Die Bilder erhalten dadurch eine besondere Plastizität. Die unscharfen Bildpartien zeichnen sich durch eine besonders angenehme Zeichnung aus. Das Leica Summarit-M 2,5 / 50 mm besitzt einen Doppel-Gauss-Aufbau mit sechs Linsen in vier Gliedern. Damit bietet es eine hervorragende Bildfeldebnung, chromatische Korrektur und Verzeichnungsbegrenzung.

Fotos die mit diesem Summarit aufgenommen wurden

Leica Summarit-M 50mm: Das Summarit mit offener Blende bei ƒ2,5
Das Summarit mit offener Blende bei ƒ2,5
Leica Summarit-M 50mm: Sehr ausgeglichen in der Farbwiedergabe bei starker Sonne und Schatten
Leica Summarit-M 50mm: Sehr ausgeglichen in der Farbwiedergabe bei starker Sonne und Schatten
Leica Summarit-M 50mm: kostenloser Coronatest
Leica Summarit-M 50mm: kostenloser Coronatest

FAQ Ratgeber zum Summarit 50mm 2,5

Kann man das Summarit auch an der SL2 verwenden?

Ja, das ist mit einem Adapter möglich und auch dort bringt das Objektiv gute Ergebnisse.

Wie ist die Naheinstellgrenze des Objektivs?

Anders als bei den „normalen“ M Objektiven liegt hier die Naheinstellgrenze bei 80 Zentimeter. Bei den meisten anderen M-Objektiven bei 70 Zentimeter oder 1 Meter.

Quellen, Literatur und weiterführende Verweise

  • Leica Camera: Das M-System
  • photo imx
  • emil baumann

Bildnachweis:

  • HKB
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