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Leica M3 kaufen – die beste 35-mm Kamera der Welt (1954-1967)

Leica M3 mit 50mm Summicron

Leica M3 kaufen oder M3 verkaufen

Die Leica M3 ist eine 1954 eingeführte 35-mm- Entfernungsmesserkamera (Messsucherkamera) der Ernst Leitz GmbH (jetzt Leica Camera AG ). Sie war ein neuer Ausgangspunkt für das Unternehmen Ernst Leitz Wetzlar, das bis dahin nur Kameras mit einem Objektiv Schraubgewinde hergestellt hatte, die schrittweise verbessert wurden Original Leica (Ur-Leica).

Der Leica M3 wurden mehrere Funktionen hinzugefügt, darunter die Kombination von Sucher und Entfernungsmesser in einem hellen Fenster, wie bei der Contax II , einer Bajonett-Objektivfassung und einem schnellen Filmvorschubhebel. Es war das erfolgreichste Modell der M-Serie mit über 220.000 verkauften Einheiten, als die Produktion des M3-Modells 1966 endete.

Es folgten eine Reihe späterer digitaler Fotokameras der M-Serie , darunter 2017 die Leica M10 und im Juli 2020 die M10 R.

Das früheste gebaute Leica M3-Vormodell wurde 2009 für 72.000 Euro versteigert

Die Geschichte der Leica M3

Das neue Modell M3 wurde 1954 mit Seriennummern ab 700.000 eingeführt und bis 1966 produziert. Die letzte M3 trug die Nummer 1.164.865.

An der Vorderseite des Gehäusedeckels befanden sich drei rechteckige Fenster: Das kleinste (links) gehörte zum Entfernungsmesser, das mittlere spiegelte die Leuchtrahmen ein, und das größte (rechts) war der Sucher und gleichzeitig das zweite Fenster des Entfernungsmessers. Im Sucher erschien der zum eingesetzten Objektiv (50/90/135 mm) passende Leuchtrahmen. Der größte Leuchtrahmen (für 50 mm) füllte das Sucherbild nicht ganz aus, so daß ein Rand blieb, der es erlaubte, das Motiv auch über das Bildfeld hinaus zu beobachten. Die kleineren Leuchtrahmen für 90 mm und 135 mm erschienen, wenn ein entsprechendes Objektiv eingesetzt wurde. Es gab ebenfalls ein 35- mm-Objektiv mit Korrekturlinsen für Sucher und Entfernungsmesser, die vor die beiden Fenster gesetzt wurden.

Auf der Rückseite des Gehäuses befand sich eine Filmwerkscheibe zum Registrieren der Art (Tageslicht- oder Kunstlicht-Colorfilm oder Schwarzweißfilm) und der Empfindlichkeit des eingelegten Films. Die gleiche Filmmerkscheibe wurde auch an der LEICA Illg angebracht.

Die Kamera wurde Während ihrer langen Produktionsdauer laufend verbessert. Zunächst erhielt sie (ab Nr. 785.801,1955) einen Bildfeldwähler, mit dem die verschiedenen Leuchtrahmen manuell eingeblendet werden konnten, unabhängig davon, welches Objektiv eingesetzt war. Ab Nr. 844.001 (1957) löste eine Filmandruckplatte aus Aluminium die bisherige aus Glas ab. 1958 (ab Nr. 915.251) schließlich wurde der Filmtransportmechanismus so geändert, daß nur noch ein Hebelschwung des Schnellschalthebels erforderlich war.

Umstellung der Verschlußzeiten

Bereits 1957 war die ursprünglich verwendete Reihe der Verschlußzeiten (B-l-2-5-10-25-50-100-200-500-1000) den internationalen Normen angepaßt und um eine Zeit erweitert worden in die Reihe B-l-2-4-8-15-30-60-125-250- 500-1000. Die Synchronisation für Elektronenblitzgeräte lag unverändert bei 1/50 s. Kleinere Veränderungen, wie eine anders anscharnierte Rückwand oder der verbesserte Entfernungsmesser, flössen in die laufende Serie ein. Ebenso wurden die Ösen zur Befestigung des Tragriemens (erst rechteckig, dann rund) geändert; auf dem Rückspulknopf war zunächst ein roter Strich, dann ein roter Punkt, und schließlich waren zwei rote Punkte angebracht, um den einwandfreien Filmtransport überprüfen zu können. An der Rückseite des Gehäusedeckels waren ursprünglich zwei Befestigungsschrauben vorhanden, die später weggelassen wurden. An der aufklappbaren Rückwand wurde die Befestigung geändert und rastete nicht mehr ein. Und schließlich wurde mit der Einführung der M2 auch bei der M3 eine Tiefenschärfeanzeige im Sucher eingebaut.

M3 in chrom und auch schwarz lackiert

Lange Zeit war die M3 nur in verchromter Ausführung lieferbar – ausgenommen eine kleine Auflage der schwarz lackierten LEICA MP. Dann erschien 1959 eine erste Serie von 100 schwarzen M3-Modellen, beginnend mit der Nr. 959.40L.

Dieser folgten einige weitere solcher Serien von je 200 Exemplaren schwarzer Ausführung. Das war in den Jahren 1960 und 1961. 2000 schwarze M3-Modelle (Nr. 1.044.001 bis 1.046.000) wurden 1962 aufgelegt und danach nochmals kleinere Serien, so daß wahrscheinlich nicht mehr als 4000 schwarze Ausführungen der M3 produziert wurden. Ein großer Teil dieser Kameras kam aus der kanadischen Produktion, denn die M3 wurde dort in großen Stückzahlen hergestellt. Darunter waren auch einige Versionen in spezieller Lackierung, die an verschiedene militärische Einrichtungen geliefert wurden.

Die M3 hatte folgende Codes:

  • IGEMO (Gehäuse),
  • IMARO (mit ELMAR 1:3,5/50 mm),
  • IMOLO (mit ELMAR 1:2,8/50 mm),
  • ISUMO (mit versenkbarem SUMMICRON 1:2/50 mm),
  • ISOUN (mit feststehendem SUMMI- CRON),
  • ISMON (mit Nah-SUMMICRON), ISAIO (mit SUMMAR1T 1:1,5/ 50 mm)
  • und IMOOT (mit SUMMILUX 1:1,4/50 mm).

L Mount Objektiv Bajonett Anschluss

Meine eigene M3 mit Bajonett
Die neue Leica M Bajonettfassung

Diese neue Bajonettfassung, die im folgenden halben Jahrhundert nicht verändert wurde, wird als Leica M-Bajonett bezeichnet . Objektive werden schneller gewechselt als mit einer Schraubbefestigung, und die Rahmen werden automatisch angezeigt. Nicht-Leitz / Leica-Bajonettlinsen können ebenfalls verwendet werden (obwohl während des Verkaufs der M3 keine anderen hergestellt wurden), und ein einfacher Adapter ermöglicht auch die Verwendung von Schraublinsen (ob von Leitz oder anderen Unternehmen).

Diese Kamera ist ein Meisterwerk

Ein Meisterwerk ist etwas, dass unangreifbar, unbeschreibbar, als einmalig Ganzes wahrgenommen wird. Teilweise wurde in der Reklame die man für die M3 machte, dieser Fotoapparat als eine “lebenslange” Investition in die perfekte Fotografie angepriesen. Heute fast 70 Jahre später wissen wir, dass dies alles eine Untertreibung war. Die meiste Leica M3 die damals verkauft wurden, wurden an Menschen verkauft, die heute nicht mehr leben. Genau wie andere Meisterwerke hat die zeitlose Leica M3 ihre Erstbesitzer überlebt und dient der nachfolgenden und auch schon der nachnachfolgenden Generation perfekte Fotos zu erstellen. Auch gibt es weltweit Spezialisten die sich darauf konzentriert haben Ersatzteile zu besorgen, falls mal was kaputt geht. Was aber meist auf Fremdeinwirkung zurückzuführen ist.

Das Meisterwerk die Leica M3 von seitlich oben fotografiert
Das Meisterwerk die M3 von seitlich oben fotografiert

Als Steve Jobs am 7. Juni 2010 das iPhone 4 vorstellte, beschrieb er sein iPhone 4 mit den Worten “Dies ist eines der schönsten Designs, das sie jemals gesehen haben. Dies ist ohne Zweifel das präziseste und gutaussehendste Produkt, das wir jemals gebaut haben. Glas und Stahl, der naheste Verwandte einer alten Leica Kamera.”

Steve Jobs

Präzision bis ins Detail

Die LEICA M3 ist wiedergeborene Herrlichkeit. Die LEICA M3 ist fehlerlose Perfektion.

Um einmal die Gebrauchsanleitung der M3 zu zitieren: “In Ihren Händen halten Sie eine LEICA – wir hoffen, dass Sie so viel Freude an ihr haben wie die vielen Leica Besitzer auf der ganzen Welt. Mit der Leica M3 haben Sie das Äusserste an fotografischer Leistung, Geschwindigkeit und Komfort, das wir als Spezialisten von hochwertigen optischen Instrumenten bieten können. Solch eine Kamera kommt nicht über Nacht zustande. Sie verbindet eine lange Tradition im Design wissenschaftlicher Instrumente mit den neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet der Optik. Gereift durch abertausende von Prüfungen und Erprobungen durch die Elite internationaler Fotografen. Sie selbst werden die Bandbreite und Präzision Ihrer Leica erkennen, und in vielen Jahren sie immer noch genauso exakt und verlässlich sein wird wie heute.”
Das schrieb Leica einem Kunden, nachdem dieser die Kamera gekauft hatte!

So etwas liegt einer Kamera der heutigen Zeit nicht mehr bei, das erste, was man nach dem Inhaltsverzeichnis in der Anleitung der LEICA M9 zu lesen bekommt, sind die Anweisungen für ihre Entsorgung im Haushaltsmüll!

Draufsicht der Leica M3 von 1960
Draufsicht der Leica M3 von 1960

Eine Liebeserklärung an die M3

Diese Kamera ist ein brillantes Juwel mechanischer und optischer Perfektion. Als Sucherkamera ist die Leica M3 eine rein mechanische Kamera mit der Möglichkeit Wechselobjektive einzusetzen. Dabei werden automatisch Leuchtrahmen in den Sucher eingeblendet. Mit dem Schnellschalthebel für den Filmtransport spannt man den Schlitzverschluss und transportiert den Film um ein Bild weiter. Mit dem Aufsatz eines Leicameters am Blitzschuh ist auch eine halbautomatische Belichtungseinstellung möglich.

Die LEICA M3 ist auch heute noch die beste Kleinbildkamera, weil sie alles, was eine Kleinbildkamera können muss, besser als jede andere Kleinbildkamera kann.

Blick von oben auf die Leica M3 mit 50mm Summicron
Blick von oben auf die Leica M3 mit 50mm Summicron

Heute hat Digital das Kleinbildformat für Actionfotografie ersetzt, und somit ist das Kleinbildformat das Medium für sorgfältige Natur- und Landschaftsfotografie, und der Kreation zeitloser Kunstwerke. Daher sind Bildqualität, Ergonomie und Tragbarkeit wichtiger als X-Bilder-pro-Sekunde, daher steht die LEICA M3 wieder an der Spitze, als die beste Kleinbildkamera der Welt.

Es gibt viele Gründe, weswegen die LEICA M3, besonders in der heutigen Zeit die weltbeste Kleinbildkamera ist, ganz besonders aber, weil sie uns nicht auf die Nerven geht mit vielen Menüs, Knöpfen, Hebeln und Drehrädern die keiner braucht. Nur damit wir bessere Fotos machen können uns auf das Motiv konzentrieren können und nicht auf unsinnige Technik. Die Schlichtheit und die Zweckbestimmung der LEICA M3 erlaubt es uns, die volle Aufmerksamkeit aufs Bildermachen zu richten, ohne von der Kamera und deren Funktionen abgelenkt zu werden.

Meine Leica M3 mit dem 35mm Summicron "King of Bokeh"
Meine Leica M3 mit dem 35mm Summicron “King of Bokeh

Der Sucher der M3

Die M3 verfügt im Vergleich zu früheren oder nachfolgenden Modellen, einschließlich der modernen M8, M9 oder M10, über einen außergewöhnlich hellen Sucher. Die M3 hat einen hohen Vergrößerungsfaktor von 0,92 ×, was bei der kritischen Fokussierung und insbesondere bei langen Objektiven nützlich ist (nachfolgende Leicas werden 0,85 ×, 0,72 × oder 0,58 × verwenden).

Es war die erste Leica, die Entfernungsmesser und Sucher in einem Fenster kombinierte. (Andere Kameras, wie die Contax II , hatten diese Funktion bereits vor dem Zweiten Weltkrieg , und andere Unternehmen stellten Schraubkörper mit kombinierten Suchern her.) Es werden Rahmen für 50, 90 und 135 mm angezeigt, für Weitwinkelobjektive jedoch keine.

Leica hat dieses Problem jedoch auf zwei verschiedene Arten gelöst:

  • Ein separater Sucher wird in den Zubehörschuh geschoben.
  • die sogenannten Leica “Specs” oder “Brillen”: Diese Hilfslinsen / Prismen werden für die 35-mm-Brennweite vor die Sucher- und Entfernungsmesserfenster gestellt. Der Nachteil dieses Anhangs ist, dass sie die berühmte Helligkeit des Suchers reduzieren.
  • Das Dual Range Summicron 1: 2-Objektiv wurde mit einer Zusatzbefestigung geliefert, die der des 35-mm-Aufsatzes “Specs” ähnelt. Ein Objektiv und ein Prisma passen über die Sicht- und Fokusfenster. Es wird verwendet, wenn der Abstand zwischen Kamera und Motiv vom Nahbereichsminimum von etwa 18 Zoll (0,45 Meter) bis zum Maximum von 36 Zoll (0,9 Meter) betrug. Diese zusätzlichen “Spezifikationen” wurden entfernt, wenn im regulären Bereich über 36 Zoll fokussiert wurde. Das Summicron-Objektiv konnte nicht in die Nahbereichseinstellungen gedreht werden, es sei denn, die zusätzlichen “Spezifikationen” waren am Objektiv angebracht.
Kamera Leica M3 von 1960

Der 50mm Rahmen im Sucher immer sichtbar

Die 50 mm Rahmen sind immer sichtbar. Das Sucherbild ist etwas größer. Es gibt zwei Möglichkeiten, die 90-mm- oder 135-mm-Framelines auszuwählen:

  • Setzt man ein 90-mm-Objektiv an die Kamera, wird automatisch der richtige Sucherrahmen ausgewählt.
  • Einen kleinen Hebel links am Objektiv umschalten. Auf diese Weise kann man die Tele-Framelines sehen, wenn man ein 50-mm-Objektiv verwendet. Es hilft, das Sichtfeld für eine andere Brennweite zu visualisieren. (Frühere Versionen hatten keinen Hebel, um die 90-mm-Rahmenlinie ohne Anbringen des Objektivs anzuzeigen.)

Sucherkameras zeigen aufgrund des Abstands des Suchers zur Blickachse des Objektivs nicht genau das gleiche Bild im Sucher und auf dem Film. Dieses Parallaxenproblem wird bei der M3 durch Verschieben der Rahmenlinien bei fokussierter Linse kompensiert. Die vollständige Parallaxenkompensation ist auf einen Meter begrenzt. Für größere Entfernungen sind spezielle “Leica-Brillen” erforderlich, wie oben beschrieben.

Leica M3 Sucherrahmen 50mm
Leica M3 Sucher-Rahmen 50mm
Leica M3 Sucherrahmen 90mm
Leica M3 Sucher-Rahmen 90mm
Leica M3 Sucherrahmen 135mm
Leica M3 Sucher-Rahmen 135mm

Der Filmtransport in der M3

Die M3 hat einen neuen Filmtransport. Bei der älteren Leica IIIf und den Vorgängern wurde der Film mit einem Knopf weitergedreht. Aus Angst, den Film zu zerreißen, hatten die ersten M3 Modell einen Doppelspann-Vorschubhebel. Spätere Modelle (ab Modell Nr. 915 251) hatten Einzelspann, die den Betrieb der Kamera beschleunigten. Eine andere Art der Variation betrifft die verwendete Filmdruckplatte. Frühe Modelle verwendeten eine Glasplatte, um den Film flach zu halten; spätere Modelle verwendeten eine Metallplatte.

Leica M3 Filmtransporthebel für Single Stroke
Leica M3 Filmtransporthebel für Single Stroke

Das Laden des Films erfolgt durch Entfernen der Bodenplatte, wie bei den Serien Leica II und III; Eine Türklappe an der Rückseite der Kamera kann angehoben werden, um den Zugang zum Film zu erleichtern und ein Problem zu lösen, das mit diesen früheren Leicas mit Schraubobjektiv verbunden ist. Der Film wird von der Unterseite der Kamera in das Gehäuse eingelegt. Dort befindet sich eine Aufwickelspule. Spezielle Kassetten waren ebenfalls erhältlich.

Der Verschluss der M3

Bisherige Schraubleicas verwendeten zwei separate Verschlusszeiten für langsame und schnelle Geschwindigkeiten (die Kurzwahl oben auf der Kamera drehte sich während des Schusses). Die M3 kombiniert langsamere und schnellere Geschwindigkeiten und das Einstellrad dreht sich während des Auslösens nicht. Angeblich reduziert dies die Vibrationen in der Kamera. Frühere Modelle verwendeten eine nicht geometrische Reihe von Verschlusszeiten. Bei späteren Modellen wurde dies zum internationalen Standard von 1s bis 1 / 1000s.

Fotos von meiner M3 mit unterschiedlichen Objektiven

Meine Leica M3 mit dem 90mm Sucher und dem Summicron 90mm
Meine Leica M3 mit dem Voigtländer 50mm Nokton Blende 1,1
Meine Leica M3 mit dem neuen Summilux 50mm ASPH. flankiert mit zwei weiteren 50mm Objektiven von Leica
Meine Leica M3 mit einem besonderen Summicron 50mm zum Jubiläum 70 Jahre Leica
Meine Leica M3 mit einem aktuellen 35mm Summilux ASPH., daneben ein 35mm Summicron aus 1987 deutsche Produktion
Meine Leica M3 mit dem 35mm Summicron, Made in Germany 1987. Flankiert von zwei weiteren “King of Bokeh” und einem 35mm Summilux

Die Geschichte meiner M3 Kamera

Ich als Person bin “Baujahr” 1957, als ich 3 Jahre alt war kaufte mein Großvater zu seiner Leica IIIf aus dem Jahr 1953 noch eine Leica M3 hinzu. Diese M3, die hier auf fast allen Fotos zu sehen ist, begleitet mich jetzt bereits über 60 Jahre. Beim Großvater wurden die Kameras mal zum Geburtstag, mal zu einem Jubiläum, aber ansonsten nie herausgeholt. Man war sich der Qualität bewusst und man hatte auch Respekt vor dem Wert einer solchen Kamera für die man damals fast ein Drittel des Jahreseinkommens hinlegen musste. Auch musste man Filme kaufen, Filme entwickeln und davon Fotos abziehen lassen. Alles kostete Geld, viel Geld. Da hat man nicht nur dreimal, sondern manchmal auch fünfmal überlegt, bevor man den Auslöseknopf drückt.

Fotos mit meiner M3 erzählen Geschichte

M3 Familienfoto mit Oma und Opa
Links Oma, ganz rechts Opa davor ich. An die Dame und das Mädchen erinnere ich mich nur soweit, dass sie zu Besuch waren, angereist aus Bergen-Enkheim

Eines der ersten Fotos an die ich mich erinnere sehen Sie oben, ich ca. 4 Jahre alt stehe vor meinem stolzen Großvater. Wer hier den Auslöser drückt an der Kamera, die immer noch in meinem Besitz ist, weiß ich leider nicht mehr.

Unser damaliger “Supermarkt” lag in Laufnähe und wir gingen dorthin um Lebensmittel ebenso, wie Schulbedarf oder Filme für die Kamera zu kaufen.

M3 Einkaufsladen in der Kinderzeit
Im immer etwas dunklen Tante Emma Laden

Gut 10 Jahre später sieht die Welt und auch ich schon etwas anders aus. Hier gemeinsam mit meiner Mutter und meinem Vater (der hier mit der M3 fotografiert) beim Sonnstags-Spaziergang.

Meine Mutter und ich fotografiert mit der M3
Mit meiner Mutter als ca. 14-15jähriger beim Spaziergang

Die M3 im professionellen Einsatz

Boris Jelzin und Helmut Kohl

Und auch viel später während meiner beruflichen Laufbahn habe ich die M3 und die Folgemodelle M4 und M6 immer dabei gehabt. Da meine M6 im Jahr 1994 zur Reparatur war hatte ich beim Treffen Helmut Kohl und Boris Jelzin in Berlin meine M3 dabei.

Mit der M3 fotografiert: Boris Jelzin und Helmut Kohl
© Horst K. Berghäuser – Boris Jelzin und Helmut Kohl in Berlin

Keanu Reeves

Keanu Reeves kam 1993 anlässlich der Berlinale nach Berlin um seinen Film “Kleiner Buddah” vorzustellen, der außer Konkurrenz lief. Vorher war er in Italien und wir hatten ein Treffen in einem Berliner Restaurant vereinbart. Kurz vor dem Treffen gab es eine Planänderung, er bat mich in seine Hotel-Suite zu kommen. Dort berichtete er über eine Auseinandersetzung und das daraus resultierende “Blaue Auge”, oder “Pfeilchen” wie der Berliner sagt. Das Abendessen fand dann zusammen mit seiner Begleitung, meiner schreibenden Redakteurin und mir in seinem Hotel Zimmer statt.

Keanu Reeves fotografiert mit der Leica M3
© Horst K. Berghäuser – der junge Keanu Reeves (mit blauem Auge) besucht Berlin. fotografiert mit meiner Leica M3.

Horst Buchholz

Horst Buchholz, ein eher scheuer und sehr zurückgezogen lebender Berliner Schauspieler mit beeindruckender Hollywood Kariere. Ich lernte ihn über meinen Freund Kalle Gaffkus kennen, der zusammen mit Buchholz in dem Deutschen Klassiker “Die Halbstarken” spielte. Gaffkus heiratet später die dritte Hauptdarstellerin des Films Karin Baal. Wir haben uns sehr oft im Restaurant von Kalle Gaffkus getroffen um dort gemütlich Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat zu essen.

Horst Buchholz
© Horst K. Berghäuser – vor einem gemeinsamen Abendessen Horst Buchholz, fotografiert mit meiner Leica M3

Prinz Charles, Prince of Wales und Eberhard Diepgen

Anfang der 1990iger Jahre gab es ein lustiges Erlebnis. Prinz Charles, der englische Thronfolger, besucht Berlin und geht, wie obligatorisch alle Staatsmänner die die Deutsche Hauptstadt besuchen, gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister, durchs Brandenburger Tor. Seine Ehefrau Diana hatte kurz zuvor mitgeteilt, nicht an der Reise teilzunehmen. Einige wenige Fotografen durften sich dem Gast nähern und Prinz Charles sah meine alte Leica Kamera und deutet auf mich. Kurz darauf gab es eine kurze Unterhaltung, in der er mir mitteilte, selbst Leica Kameras zu besitzen, ebenso wie seine Mutter Elizabeth.

Mit der M3 fotografiert: Eberhard Diepgen und Prinz Charles von England
© Horst K- Berghäuser – Charles deutet auf meine M3, Eberhard Diepgen versteht nicht was Charles meint und Frau Diepgen friert und hat eigentlich keinen Bock auf diese Veranstaltung

Kurze Zeit später war der Prinz in meiner unmittelbaren Nähe und ich konnte noch ein letztes schnelles Foto schießen, ohne zu kontrollieren ob alle Einstellungen richtig sind. Monika Diepgen hatte mich inzwischen auch erkannt und lächelt.

Prinz Charles zukünftiger König von England
© Horst K. Berghäuser – Auch diese Aufnahme mit meiner M3 und dem Elmar 2.8 50mm, welches ich als Standard Objektiv immer an der M3 nutze, noch heute

Ferfried Prinz von Hohenzollern

Kurz nach seiner Hochzeit im Jahr 1999 mit Maja Synke Meinert lud er in ein Berliner Hotel ein. Trotz erhofften Politikern, die geladen waren, kamen damals überwiegend Kollegen der Medien und ein paar Adlige zusammen. Natürlich verirrte sich auch der ein oder andere wichtige Politiker und Wirtschaftsboss, aber alles in Allem war der Abend für den Gastgeber nicht sehr gelungen.

Ferfried Maximilian Pius Meinrad Maria Hubert Michael Justinus Prinz von Hohenzollern mit seiner damaligen Frau Maja. Fotografiert mit meiner Leica M3
© Horst K. Berghäuser – Ferfried Maximilian Pius Meinrad Maria Hubert Michael Justinus Prinz von Hohenzollern mit seiner damaligen Frau Maja. Fotografiert mit meiner Leica M3

Prinz Eduard von Anhalt mit Irina von Bismarck

Ebenfalls anwesend an diesem Abend weiterer Deutscher Adel mit Prinz Eduard von Anhalt zusammen mit Irina von Bismarck. Ich hatte das Gefühl, dass sich alle etwas “aus dem Weg” gingen.

Julius Eduard Erdmann Ernst-August Prinz von Anhalt mit Irina von Bismarck. Fotografiert mit meiner Leica M3.
© Horst K. Berghäuser – Julius Eduard Erdmann Ernst-August Prinz von Anhalt mit Irina von Bismarck. Fotografiert mit meiner Leica M3.

Artur (Atze) Brauner

Anlässlich der Berliner Filmfestspiele hatte ich meine Leica M6 und die M3 dabei, der Film der M6 war voll, sodass die nächsten 36 Fotos mit der M3 gemacht wurden. Hier sieht man den erfolgreichen Berliner Filmproduzenten Artur (Atze) Brauner, der weltweiten Erfolg mit seinen Produktionen hatte.

M3 Foto: Atze Brauner Filmproduzent
© Horst K. Berghäuser – Artur (Atze) Brauner mit der Leica M3 fotografiert

Joachim (Blacky) Fuchsberger

Ich kann mich nicht mehr erinnern bei welchem Anlass diese Aufnahme gemacht wurde.

M3 Foto: Blacky Fuchsberger
© Horst K. Berghäuser – Joachim (Blacky) Fuchsberger 1990 mit der Leica M3 fotografiert

Götz George

Götz George hatte immer gewisse Probleme mit den Medien, Öffentlichkeit usw. Daher kam man nur an ihn heran, wenn man ihn während Filmproduktionen fotografierte. Dort war er dann auch bereit private Termine in seinem Haus am Schlachtensee in Berlin zu vereinbaren. Kam man dann zu diesen vereinbarten Terminen, “vergaß” er schon mal die Tür zu öffnen.

© Horst K. Berghäuser – Götz Karl August George fotografiert mit meiner Leica M3

FAQ Ratgeber zur Leica M3

Was kostet eine Leica M3?

Als die M3 im Jahr 1954 auf den Markt kam, kostete Sie im Kit mit einem Objektiv ca. 900 DM. Wer sich heute eine neue M mit einem 35 oder 50mm Objektiv kauft muss schon mehr als 10.000 Euro auf den Tisch legen. Die Kamera ist nicht billig, doch man kauft etwas für die Ewigkeit. Darum kann man auch heute noch völlig problemlos mit einer 90 Jahre alten Leica Kamera ausgezeichnete Fotos machen. Und man kann die Objektive von damals an die heutigen digitalen Ms einsetzen. Mehr Geld sparen kann man nicht.

Wer fotografiert heute noch mit einer M3?

Mehr Leute als man glauben möchte. Der analoge Markt wird immer stärker. Gerade junge Menschen belichten wieder mit großer Freude die Negativfilme. Aus dem sinnlosen ständig drauf drücken und auslösen, ist das sichere Nachdenken und Aussuchen des richtigen Motivs geworden, so wie es in der Fotografie sein muss. Der analoge Markt steigt und damit auch die Preise der gebrauchten analogen Leica Kameras.

Wie viele M3 wurden hergestellt?

Zwischen 1954 und 1966 sind mehr als 227.000 Stück gefertigt worden, die meisten davon in Chrom. Man schätzt, dass ca. 3.000 Exemplare schwarz lackiert und 144 Stück für die Bundeswehr olivfarben lackiert waren.

Hier können Sie Ihre Leica M3 verkaufen

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