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Leica M8: Test 2021 – Leica Camera wird digital

Leica M8

Herbst 2006, genau genommen im November 2006 bringt Leica die “unternehmensrettende” Leica M8 auf den Markt. Sie ist lieferbar in den Farbvarianten schwarz, weiß und silber. Verfügbar wird sie sein bis Herbst 2009. Die unverbindliche Preisempfehlung zum Verkauf über den Fachhandel liegt bei 3.995,00 Euro.

Im Juni 2007 kaufe ich mir meine M8 in schwarz. Eine der ersten Fotos die ich damit mache, zeigen einen Raser-Unfall mitten in Berlin. Zwei junge Männer veranstalten an einer Ampel in Bezirk Kreuzberg ein Rennen, durch die starke Beschleunigung und den Aufprall an die Mittelleitplanke verliert der hier gezeigte Wagen seinen Motor und gerät auf die Gegenfahrbahn.

Unfall in Berlin Kreuzberg durch Raser-Rennen, glücklicherweise ohne großartig starke Verletzungen

Leica M wird mit der M8 digital

Auf der Photokina im Jahr 2006 stellt die Firma Leitz die sehnlichst erwartete Leica M8 vor. Die Größe zu den herkömmlichen M-Kameras veränderte sich um einige Millimeter. Die M8 wurde mit einem 10 Megapixel Kodak-Sensor ausgestattet und hatte einen Crop-Faktor von 1,33. Entsprechend ausgelegt war der Sucher. Die Rahmen wurden dort wahlweise für 24/35, 28/90 oder 50/75 angezeigt. Allerdings musste man immer den Crop-Faktor mit einberechnen, sodass aus einem 24mm schnell ein 32mm Brennweiten-Objektiv wurde.

Einige Fotografen Kollegen berichteten, dass es gerade bei dunkleren Tönen zu einer schlechteren Wiedergabe kam. Mir persönlich ist das nie aufgefallen. Aber einmal einen Vorwurf im Internet verbreitet, bekam Leica die Häme der Nutzer in den Foren zu spüren.

Leica griff tief in die Firmenkasse und lieferte den meckernden Kunden Ersatzfilter. Aber gerade die Leica-Puristen meckerten weiter, denn die M8 hatte nicht mehr den altbekannten Tuchschlitzverschluss, sondern einen Metalllamellenverschluss, der von der R9 kam. So konnte man ein Automatikprogramm anbieten und eine Verschlusszeit von 1/8000 sec.

Im Werk von Leica arbeitete man damals ständig an der Verbesserung der M8 und es wurde tatsächlich besser und zwar im Semptember 2008 als die Leica M8-2 herauskam. Der Verschluss wurde leiser, allerdings dann nur noch mit 1/4000 sec. Vieles von der neuen M8-2 konnte bei den ausgelieferten M8 nachgerüstet werden. Allerdings wurde die M8-2 auch ca. 1.000€ teurer, also zu knapp 5.000 Euro verkauft.

Leicas Anschluss an die Digitalfotografie

Der Anschluss an die Digitalfotografie gelingt, die Bildqualität der M8 kann ich persönlich als gut bezeichnen, oder sogar als hervorragend. Leica Fans kauften die neue M und es kamen zahlungskräftige Neukunden, gerade aus Asien, hinzu. Leica blieb sich selbst treu und baute weiterhin seine M-Kameras ohne Autofokus. Durch den Messsucher war sie damals bis heute ein Exot auf dem Kameramarkt und auch beim Preis. Das Unternehmen Leica AG befand sich in den Jahren 2004/2005 in einer recht schwierigen Situation, man kann schon sagen, es lag am Boden. Andreas Kaufmann hat mit seinen Ideen das Unternehmen gerettet und auf neue Wege gebracht. Die M8 war maßgeblich an dem Neuanfang beteiligt.

Wer gibt soviel Geld für einen Fotoapparat aus?

Knapp 4.000 Euro ist schon eine Menge Holz, ein stolzer Preis für eine Fotokamera. Die liefert digitale Fotos in 10 Megapixel Auflösung. Das tun Kameras von Sony, Nikon, Canon usw. auch und kosten weniger als 1.000 Euro. Aber außer Leica Liebhabern und Menschen die etwas von Fotografie verstehen, sagen viele das es unvernünftig ist eine Leica zu kaufen.

Das ist es nicht

Es ist faszinierend, gerade auch wegen der Leica-M-Objektive, die eine so geniale und höhere Auflösung als andere haben. Es ist die Haptik, die Wertigkeit, das Gefühl von Luxus, dass die Marke prägt und es sind auch die Pluspunkte bei der Leica M8. Obwohl sie nur ein “kurzes Leben” hatte mit 3 Jahren, aber sie war lebensrettend für das Unternehmen.

Anhänger der Messsucher-Fotografie kamen also schon im Jahr 2006 nicht umhin sich die M8 zu kaufen und den Weg ins digitale Zeitalter mitzugehen. Zumal sie, die sich mal der analogen Leica Fotografie verschrieben hatte, sich keine neuen Objektive kaufen brauchten. Alle analogen M-Objektive passen auch an das Bajonett der digitalen Nachfolger.

Klar gab es auch Einschränkungen denn die M8 wurde dicker, um gerade mal 2mm, aber der Leica Liebhaber spürt das. 2mm dicker als die M7 und gute 6-7mm dicker als das Wunder von 1954 die M3.

Es wird nie einen Autofokus an einer Leica M geben

Leica bleibt auch weiterhin dabei, an einer Leica M wird es keinen Autofokus geben und keinen SLR-Sucher. Leica M Nutzer wollen einen klassischen Messsucher und bekommen ihn, mit eingespiegeltem Leuchtrahmen, der das Bildfeld markiert. Mit jeder unterschiedlichen Brennweite wird auch der entsprechende Leuchtrahmen im Sucher eingeblendet. Zum Scharfstellen, dass kennen alle Leica Fans, ist in der Suchermitte ein zweites Teilbild des anvisierten Motivs zu sehen, durch die Veränderung der Entfernungseinstellung wird dies so verändert, dass sie übereinander liegen, dann ist fertig fokussiert.

Auch bei den Basis-Bedienelementen bleibt Leica bei seiner genialen Vorgehensweise. So wenig wie möglich, also sehr sparsam mit den Bedienelementen. Zeit, Blende, Entfernung und ISO, das reicht zum fotografieren. Recht haben sie da in Wetzlar.

Die Einstellung der Bildqualität ist noch veränderbar – die M8 erlaubt parallel DNG-(RAW-) und JPEG-Aufnahmen – bis zu Übersichts- und Vergrößerungsfunktionen bei der Bildwiedergabe.

Was gibt es Positives zu berichten?

Für die Verhältnisse im Jahr 2006 ist der LCD-Monitor schön groß und scharf. Wenn ich diesen allerdings heute mit dem Monitor meiner M10-R vergleiche muss ich schmunzeln.

Fällt die Sonne auf den Monitor wird es dunkel, dann erkennt man nichts mehr. Die Navigation mit einem gezackten Drehring und Knöpfen wie “Menü” ist einfach und übersichtlich. Man kann schon eine kleine “Bildbaerbeitung” vorab machen, indem man die Schärfe, den Kontrast und die Farbsättigung der Fotos vor der Aufnahme einstellen kann. Ebenso werden hier im Menü der Weißabgleich und die Komprimierung vorgenommen.

Das Infrarot-Problem

Kameras verlieren vorhersehbar mit der Zeit an Wert, aber im Fall der M8 ist der Rückgang hauptsächlich auf eine Designentscheidung zurückzuführen. Die Leica Entwickler, haben zu wenig Filter vor den Sensor gesetzt. Den Ingenieuren war wichtig, dass die M8 die für das M-System typische hohe Abbildungsqualität erreicht. Daher hat man das Filterglas in der Stärke (Dicke) sehr gering gehalten vor dem Sensor. Dadurch bleibt die hohe Schärfe aber die Filterwirkung für infrarotes Licht wird reduziert. Dadurch entstehen beim Fotografieren Fehlfarben. Deutlich sieht man das bei synthetischen Textilien. Statt Schwarz sieht man Magentatöne.

Leica hat dann für alle Besitzer für Abhilfe gesorgt. Leica gewährt nicht nur die oben genannten Leistungen, sondern laut einem Brief von Steven K. Lee an die Händler für die Kunden, der seit 24.11.2006 im Leica-Forum kursiert, gibt es zudem 30% Rabatt auf ein M-Objektiv.

Meine Leica M8 von vorne mit dem Elmarit M 2,8 21mm
Meine Leica M8 von vorne mit dem Elmarit M 2,8 21mm

Leica Bodys tendieren dazu, einige Jahre nach ihrer Vorstellung einen Tiefpunkt im Preis zu erreichen. Danach pendelt sich der Wert so halbwegs ein und bleibt normalerweise stabil. Dadurch ist der Gebrauchtmarkt auch sehr gefragt und wie vom Autokauf bekannt, verlieren wertvolle Industriegüter innerhalb der ersten beiden Jahre am meisten an Wert. Heute kann man sich eine Leica M8 zwischen 1.000 und 1.500 Euro in einem gebrauchten Zustand kaufen. Sollte sie als Sammlerstück sehr gut erhalten sein, legt man auch mal 2.000 Euro auf den Tisch. Man darf nicht vergessen, heute im Jahr 2021 ist die M8 eine fünfzehn Jahre alte Kamera mit manuellem Fokus, 10 Megapixeln und max. 2500 ISO, mit einem Sensor ohne Live View und auch mit Fehlern in der Farbwiedergabe.

Man sieht hier deutlich das "Schwarz" Problem des Sensors der M8. Aufgenommen am LaGuardia Airport in New York.
Man sieht hier deutlich das “Schwarz” Problem des Sensors der M8. Aufgenommen am LaGuardia Airport in New York.

Die Bildqualität der M8

DNG-Dateien vom 10MP APS-H-CCD-Sensor (2/3 Vollbild, 1,33-facher Crop-Faktor) des M8 sind scharf und detailliert. Dieser Sensor hat eine einzigartige digitale Körnung, die angenehm an Film erinnert.

Schaut man sich die Fotos an, wird man automatisch an einen Kodakchrome Diafilm erinnert. Auch sollen dies angeblich führende Leica Mitarbeiter bestätigt haben. Will ich also Aufnahmen in diesem Look haben, setzte ich meine Leica M8 noch heute ein. Ich stelle mir dann vor, dass ich mit meiner M6 und einem “Endlos-Kodakchrome-Film” arbeite.

Selbst der Dynamikbereich des Sensors ist nur ein paar Blendenstufen höher als bei einem typischen Diafilm. Dies ist ideal für die Belichtung, um die besten Ergebnisse zu erzielen. 

Statt mit der Belichtung kann ich bei der digitalen M8 viele Einstellungen über die ISO Einstellung ändern, oder durch eine Nachbelichtung später in Lightroom.

Allerdings war ich in der Vergangenheit sehr mit der Farbwiedergabe meiner M8 zufrieden.

Leica M8 mit 21mm, ein Farmerhaus in Charleston USA
Leica M8 mit 21mm, ein Farmerhaus in Charleston USA
Meine Leica M8 im Einsatz. Kutschpferde werden zwischen den Fahrten gekühlt mit 35mm Summicron
Meine Leica M8 im Einsatz. Kutschpferde werden zwischen den Fahrten gekühlt mit 35mm Summicron

Die ISO-Leistung der M8

Der Leica M8 fehlt eine spezielle ISO-Taste, was für jemanden wie mich unglücklich ist, der Menüs nicht mag. Zum Glück finde ich den Zugriff auf und das Ändern von ISO recht einfach. ISO befindet sich oben im Menü “Einstellen”, sodass nur zwei mal drücken der Schaltfläche “Einstellen”, ein Drehen des Einstellrads und ein weiteres “SET” erforderlich sind.

Die höchste ISO-Einstellung der M8 ist 2500, was jede Menge an Rauschen erzeugt, insbesondere in Bezug auf die Farbe. Der einzige Zweck, den ich für diese hohe ISO-Einstellung sehen kann, ist, wenn Sie aus ästhetischen Gründen das Rauschen haben möchten. Auto ISO ist verfügbar und wir können die maximal zulässige ISO einstellen (diese sollte immer auf 640 eingestellt sein, nicht höher).

Leica M8, die ISO Anzeige nur im Menü abrufbar
Leica M8, die ISO Anzeige nur im Menü abrufbar

Als letzte Anmerkung zu ISO und Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen ist zu beachten, dass Leica seit Jahrzehnten Kameras entwickelt, um schwaches Licht mit lichtstarken Objektiven zu kompensieren, und dass Filme Spitzenwerte-ISOs von 3200, vielleicht 6400 hatten. Deshalb gibt es diese sind f / 1.4 Summilux und f / 1.0 oder f / 0.95 Noctilux Objektive. Heutzutage gibt es auch (viel) günstigere Voigtländer- oder 7Artisans-Äquivalente, die auf Ihrer M montiert werden können. Diese lichtstarken Objektive sind zwar gut, aber nicht so gut wie Leica-M-Objektive.

Belichtungseinstellungen

Wie das letzte analoge Modell, die M7, bietet die M8 manuelle Belichtungsmodi und Belichtungsmodi mit Blendenpriorität. Im Blendenprioritätsmodus zeigt der Sucher die Verschlusszeit mit zwei gestapelten roten Punkten an. Der obere Punkt zeigt die Belichtungssperre an und der untere Punkt, er zeigt die Belichtungskorrektur an.

Praktischerweise können Sie in den Einstellungen die niedrigste zulässige Verschlusszeit einstellen. Es gibt auch eine “objektivabhängige” Einstellungsoption, falls Ihre Objektive eine 6-Bit-Codierung haben, was bei mir nicht immer der Fall ist. Ich finde, ich kann mit meinem 35-mm-Summicron-King of Bokeh mit einem 1/15 Sekunde arbeiten, indem ich den Kameragurt um meinen Ellbogen oder die Hand wickle und richtig atme.

Die mittenbetonten Messung des Leica M8 schneidet recht gut ab, neigt jedoch bei hellen, kontrastreichen Einstellungen zur Überbelichtung. Ich fotografiere lieber nur manuell, weil es einfacher ist, die Verschlusszeit zu drehen, als ins Menü zu gehen.

Die manuelle Belichtung wird wie bei jeder Leica M eingestellt. Mit der Verschlusszeit und am Blendenring am Objektiv. In diesem Modus zeigt der Sucher einen LED-Punkt an, der die genaue Belichtung anzeigt. Ein linker Pfeil zeigt die Unterbelichtung an und ein rechter Pfeil zeigt die Überbelichtung an. Ausgehend von den Suchern moderner Kameras, die mehr Informationen als ein Internet-Newsfeed anzeigen 🤣, ist dies positiv minimalistisch. Wer mit einer Leica M6 vertraut ist, wird sich wie zu Hause fühlen.

Es ist nicht möglich, die Objektivblende im Sucher anzuzeigen, da bei M-Mount-Objektiven keine CPU vorhanden ist, um diese Informationen an die Kamera zu übertragen. Sie erhalten eine geschätzte Blendeneinstellung in den Fotometadaten, die berechnet wird, indem Daten von einem Lichtsensor in der Mitte der Vorderseite der Kamera mit der aufgezeichneten Verschlusszeit verglichen werden. Dieses System ist zuverlässig ungenau.

Der Entfernungsmesser

M8 Sucher und Entfernungsmesser
M8 Sucher und Entfernungsmesser

Außer der M8 verwende ich noch meine M9, meine M240 und meine M10-R als digitale Kameras. Ja, mit zunehmendem Alter fällt das Fokussieren durch den Sucher immer schwerer, aber glücklicherweise ist die Trefferquote immer noch zufriedenstellend.

Ich hätte gern eine höhere Quote, aber als ich mir damals die M8 kaufte, waren die Augen noch besser und dadurch auch mehr Fotos scharf als heute. Bei der M240 und der M10 verwende ich jeweils den Visoflex oder das Live-View zur Scharfstellung. Das funktioniert einwandfrei.

Auch wenn ich ein “alter Mann” bin, habe ich noch einen sehr jungen Sohn und eine junge Frau, von denen ich gern Fotos mache. Je jünger, desto ungeduldiger, so kann man es auch auf das fotografiert werden übertragen, die wollen nicht stillsitzen, sondern es muss alles fix passieren. Für diese Fälle, also wenn ich mit der Familie unterwegs bin, habe ich meine SL2 und meine Q2 dabei. Klasse Kameras, toller Autofokus, da sitzt jeder Schuss.

Oder, wenn ich nur eine meiner geliebten Ms dabei habe, dann gehe ich auf die so genannte Zonenfokussierung, dabei könnte ich aus der Taille fotografieren und fast jeder Schuss wäre ein scharfer Treffer. Ähnlich arbeite ich auch bei der Streetfotografie.

Zonenfokussierung mit meiner M8
Zonenfokussierung mit meiner M8

Bei der Zonenfokussierung habe ich bei diesem 21mm Objektiv bei Blende 5,6 alles scharf gestellt zwischen 1,60 Meter und Unendlich. Damit können also keine unscharfen Fotos mehr entstehen.

Gedanken zu meiner M8

Jede M8-DNG-Datei hat eine Größe von 10,6 MB oder ungefähr 1% eines Gigabytes. Dies ergibt ungefähr 100 Rohdateien pro Gigabyte Speicher! JPEGs, die aus Ihrer Bearbeitungssoftware exportiert wurden, sind noch kompakter. Bei der M8 sind also die Dateien noch nicht so groß, anders wird das beispielsweise bei der M10-R, da gibt es Dateien zwischen 50 und 80 GB je Foto.

Das Display der M8, war für 2006 sicher ziemlich in Ordnung, damals war ich damit auch zufrieden, aber mit jeder weiteren neuen M die ich mir kaufte, wurden Displays schärfer, größer und hatten mehr Auflösung. Heute kann man sie schon sehr gut zum Betrachten der geschossenen Fotos nehmen. Damals war der Laptop oder ein Tablet gefragt.

Die M8 taugt nicht für Serienaufnahmen. Der Puffer kann leicht bis zu einem Punkt der vollständigen Kameraüberlastung überlastet werden, der nicht nur einen Neustart, sondern auch einen Batteriezug erfordert. Dies beinhaltet das Entfernen der Bodenplatte. Mein M8 und ich haben uns verständigt; Ich habe gelernt, ihre Grenzen zu respektieren, und sie hat mich seit Jahren nicht mehr abgeschaltet. Aber im Vergleich zu der neuen Generation wie der M10, kann man sie als lahme Schnecke bezeichnen.

Der Klang des Verschlusses der Leica M8 ist angenehm, aber auch ein wenig aggressiv. Der diskrete Modus versucht dies zu kompensieren, indem er das Klappern des Verschlusses auf das Drücken des Knopfes und das Surren des Windes auf das Auslösen reduziert. Beide Stufen sind laut. Die Spannung am Verschluss scheint so hoch zu sein, dass ich fast spüren kann, wie die Kamera beim Drücken ruckelt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so über den Spiegelschlag auf einer Spiegelreflexkamera gefühlt zu haben, oder vielleicht doch damals bei der Nikon F4.

Das rückwärtige Display meiner M8
Das rückwärtige Display meiner M8

Gelegentlich erzeugt meine M8 bei schlechten Lichtverhältnissen Streifen auf dem Bild. Dies ist subtil, im Gegensatz zu dem gefürchteten durchscheinenden grünen Streifen, der manchmal über dem Bild erscheint. Dies geschieht nach meiner Erfahrung etwa ein- bis zweimal im Jahr nach dem Zufallsprinzip. Ich kann nicht sagen, dass ich jemals ein wichtiges Image ruiniert habe, aber man nicht garantieren, dass es mal auftritt, wenn man es nicht braucht.

Die M8 ist die einzige M, die ein Fenster für die mögliche Bildanzahl hat. Dort sind drei Ziffern zu sehen. Verwendet man die neueren SD Karten, dann fällt die Anzeige aus. Daher bleibe ich bei meinen kleinen SD Karten von 2010.

Meine Leica M8 und einige Leica M Objektive

Meine Leica M8 mit dem Summicron 35mm (King of Bokeh)
Meine Leica M8 mit dem Summicron 35mm (King of Bokeh)
Meine Leica M8 mit dem 50mm Summicron aus Canada
Meine Leica M8 mit dem 50mm Summicron aus Canada
Meine Leica M8 mit dem Summicron-M 90mm von 1965
Meine Leica M8 mit dem Summicron-M 90mm von 1965

Weitere Fotos mit meiner Leica M8 aufgenommen

Schiff in einem Hafen von Gran Canaria mit meiner M8
© Horst K. Berghäuser – Mit Wolfgang Völz beim Gartenfest des Bundespräsidenten am 6.7.2007
mit meiner M8 im orientalischen Garten in den “Gärten der Welt” Berlin
Cypressen Wald in Charleston (South Carolina) aufgenommen mit meiner Leica M8 und dem 35mm Summicron von 1990 (King of Bokeh)

FAQ Ratgeber zur Leica M8

Kann man an der M8 Fremdakkus verwenden?

In verschiedenen Tests wurde festgestellt, dass diese Fremdakkus leider eine viel zu geringe Leistung haben. Dadurch kann es zu Schwierigkeiten an der Kameratechnik kommen. Wer Fremdakkus an seiner M8 einsetzt, riskiert den Verlust der Garantie. Leica übernimmt daher keine Verantwortung für irgendwelche Schäden, die durch die Verwendung von Fremdakkus (auch beim Ladevorgang oder beim Transport) entstehen.

Sollte ich an der Leica M8 einen UV Filter nutzen?

Die hohe Bildqualität wird unter anderem durch ein besonders dünnes Infrarot-Sperrfilter vor dem CCD-Sensor erreicht. Dies ist jedoch auch der Grund für eine erhöhte Empfindlichkeit für langwelliges (infrarotes) Licht. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Frontlinse des doch sehr kostspieligen Objektives vor Beschädigungen geschützt wird.

Kann man seine M8 zu einer M9 upgraden?

Nein, das geht nicht. Es ist halt nicht nur der Sensor der die neue M9 ausmacht.

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