Die Leica M Monochrom CCD sorgte bei ihrer Vorstellung 2012 für großes Aufsehen. Sie war die erste digitale Leica M, deren Sensor ausschließlich für die Schwarzweißfotografie ausgelegt wurde. Ihr 18-Megapixel-CCD-Sensor im Kleinbildformat verzichtet auf die üblichen Farbfilter vor den einzelnen Pixeln und zeichnet ausschließlich Helligkeitsinformationen auf.
Genau darin liegt bis heute der besondere Reiz dieser Kamera. Während eine normale Digitalkamera zunächst Farbinformationen erfasst und daraus ein Schwarzweißbild erzeugt werden kann, entsteht das Bild bei der M Monochrom von Anfang an monochrom. Jeder einzelne Bildpunkt des Sensors wird unmittelbar für die Helligkeitsinformation genutzt.
Technisch basiert die erste M Monochrom auf der Generation der Leica M9 und M9-P. Fotografiert wird klassisch über den optischen Messsucher, fokussiert wird manuell und verwendet werden Leica M Objektive. Trotzdem ist die M Monochrom weit mehr als einfach eine M9-P, die nur Schwarzweißbilder aufnimmt.
Übrigens: Während ihrer Entwicklung trug die Leica M Monochrom den internen Projektnamen „Henri“ – eine Hommage an Henri Cartier-Bresson. Der Name passt aus meiner Sicht kaum besser zu einer Leica, die sich so konsequent auf Schwarzweißfotografie und das Wesentliche beim Fotografieren konzentriert.
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Die Leica M Monochrom – der besondere CCD-Sensor
Das Herzstück der ersten Leica M Monochrom ist ihr speziell für die Schwarzweißfotografie ausgelegter 18-Megapixel-CCD-Sensor im Kleinbildformat. Anders als bei einem herkömmlichen digitalen Farbsensor befindet sich vor den einzelnen Pixeln keine Bayer-Farbfiltermatrix.
Die Kamera muss deshalb keine Farbinformationen aus benachbarten Pixeln berechnen. Jeder Bildpunkt steht unmittelbar für die Erfassung von Helligkeitsinformationen zur Verfügung. Eine für Farbkameras notwendige Interpolation beziehungsweise Demosaicing entfällt.
Warum 18 Megapixel hier nicht einfach 18 Megapixel sind
Auf dem Datenblatt besitzt die M Monochrom ebenso 18 Megapixel wie die Leica M9 und M9-P. In der Praxis lässt sich diese Zahl jedoch nicht einfach gleichsetzen. Durch den Verzicht auf die Farbfiltermatrix kann die Monochrom sehr feine Strukturen und Details unmittelbar erfassen.
Genau diese Detailzeichnung gehört für mich zu den faszinierenden Eigenschaften der Kamera. Sie entsteht nicht durch eine nachträgliche Schwarzweiß-Konvertierung, sondern bereits bei der eigentlichen Aufnahme auf dem Sensor.
Technisch eng mit der Leica M9-P verwandt
Die erste M Monochrom basiert technisch auf der Generation der Leica M9-P. Wer die Entstehung dieser CCD-Kamerageneration und die Unterschiede zwischen M9, M9-P und M Monochrom genauer kennenlernen möchte, findet sie in meinem ausführlichen Leica M9 Ratgeber. Sie besitzt einen optischen Messsucher, wird manuell fokussiert und verwendet das Leica M Bajonett. Das Gehäuse besteht aus Magnesium und Messing.
Äußerlich wurde die Kamera bewusst zurückhaltend gestaltet. Auf der Vorderseite befindet sich kein roter Leica Punkt. Die Bezeichnung „MONOCHROM“ ist dezent ausgeführt und unterstreicht den besonderen Charakter dieses Modells.
ISO 320 bis ISO 10.000
Die Basisempfindlichkeit der Leica M Monochrom liegt bei ISO 320. Zusätzlich steht ein Pull-Wert von ISO 160 zur Verfügung. Der reguläre Empfindlichkeitsbereich reicht bis ISO 10.000.
Gerade im Vergleich zur farbaufzeichnenden M9-Generation war dieser größere Empfindlichkeitsbereich für die damalige Zeit bemerkenswert. Trotzdem sollte man die Kamera heute nicht ausschließlich anhand moderner ISO-Maßstäbe beurteilen. Entscheidend ist vielmehr die besondere Charakteristik ihrer monochromen CCD-Aufzeichnung.
Monochrome DNG-Dateien
Die M Monochrom kann ihre Aufnahmen als DNG speichern. Anders als bei DNG-Dateien einer Farbkamera enthalten diese Dateien keine Farbinformationen, aus denen später noch ein Farbbild entwickelt werden könnte.
Wer mit dieser Kamera fotografiert, trifft die Entscheidung für Schwarzweiß also bereits vor dem Auslösen. Für mich ist genau diese Konsequenz ein wesentlicher Teil des Reizes der M Monochrom.
Seltene Edition: Zum 100-jährigen Jubiläum der Leica Fotografie erschien 2014 die auf 101 Exemplare limitierte Leica M Edition 100. Das Set kombinierte eine Leica M Monochrom mit einer Leica M-A sowie drei Summilux-M ASPH.-Objektiven mit 28, 35 und 50 mm Brennweite. Ausgeliefert wurde die Edition in einem speziellen Rimowa-Koffer.
Fotos mit meiner M Monochrom aufgenommen




Leica M Monochrom und klassische M-Objektive
Einer der Gründe, warum ich die Leica M Monochrom CCD bis heute besonders interessant finde, ist ihre Kombination mit klassischen Leica M Objektiven. Das Leica M Bajonett eröffnet eine enorme Auswahl unterschiedlicher Objektivgenerationen – von frühen Konstruktionen bis zu aktuellen M Objektiven.
Gerade ältere Objektive können an der M Monochrom einen ganz eigenen Charakter entwickeln. Die Kamera zeichnet ausschließlich Helligkeitsinformationen auf, während Kontrast, Schärfe, Gegenlichtverhalten und die jeweilige Objektivcharakteristik unmittelbar das Schwarzweißbild prägen.
Meine M Monochrom mit Summicron 35 mm und 50 mm
Auf dem folgenden Foto sehen Sie meine M Monochrom zusammen mit zwei klassischen Summicron-Objektiven aus den 1960er-Jahren. Solche Kombinationen gefallen mir besonders: eine digitale Leica mit einem hochauflösenden monochromen CCD-Sensor und Objektiven, die viele Jahrzehnte vor der Kamera konstruiert wurden.
Man braucht an der M Monochrom also keineswegs zwingend die neuesten Leica Objektive. Je nachdem, welchen Bildcharakter man sucht, können gerade ältere Summicron-, Summilux- oder Summaron-Konstruktionen sehr reizvoll sein.
Mein Tipp: Bei der M Monochrom würde ich ein Objektiv nicht allein nach maximaler technischer Schärfe auswählen. Gerade in der Schwarzweißfotografie können Kontrastverhalten, Tonwertwiedergabe und der individuelle Charakter eines älteren M Objektivs mindestens ebenso interessant sein.

Fotografieren mit der Leica M Monochrom CCD
Die Leica M Monochrom CCD ist eine Kamera, die sich beim Fotografieren bewusst zurücknimmt. Es gibt keinen Autofokus, keinen elektronischen Sucher und keine Vielzahl automatischer Aufnahmeprogramme. Fokussiert wird manuell über den optischen Messsucher – genau wie bei einer klassischen Leica M.
Manuell fokussieren und bewusst fotografieren
Für mich gehört diese Reduktion zu den großen Stärken der Kamera. Entfernung, Blende, Belichtung und Bildausschnitt stehen im Mittelpunkt. Gerade bei der Schwarzweißfotografie verändert das die Art, wie man eine Szene betrachtet. Licht, Schatten, Strukturen und Kontraste werden wichtiger als Farben.
Mit lichtstarken Leica M Objektiven lässt sich die Monochrom auch bei wenig Licht sehr gut einsetzen. Gleichzeitig ermöglicht der Messsucher ein vergleichsweise unauffälliges Fotografieren – ein Grund, warum dieses Kamerakonzept besonders gut zur Street- und Reportagefotografie passt.
Eine Kamera ohne unnötige Ablenkung
Die Bedienung ist für heutige Verhältnisse ausgesprochen übersichtlich. Die wichtigsten Einstellungen bleiben schnell erreichbar, während die Kamera auf viele Funktionen verzichtet, die beim eigentlichen Fotografieren nicht notwendig sind.
Natürlich merkt man der M Monochrom ihr Alter inzwischen an. Das rückwärtige Display kann hinsichtlich Größe und Auflösung mit modernen Kameras nicht konkurrieren. Für mich ist das bei dieser Kamera jedoch weniger entscheidend: Das eigentliche Bild entsteht im optischen Messsucher und nicht auf dem Monitor.
Mein Eindruck: Die M Monochrom zwingt nicht zum langsamen Fotografieren – aber sie lädt dazu ein. Wer sich auf Messsucher, manuelle Fokussierung und Schwarzweiß einlässt, konzentriert sich sehr schnell stärker auf Motiv, Licht und den richtigen Moment.
Bedienung und Technik der Leica M Monochrom
Die Leica M Monochrom CCD folgt dem klassischen Bedienkonzept der digitalen Leica M Generation. Viele Einstellungen werden direkt an der Kamera vorgenommen, während das Menü vergleichsweise übersichtlich bleibt. Wer bereits mit einer Leica M9 oder M9-P gearbeitet hat, findet sich deshalb sehr schnell zurecht.
Display und Menü
Auf dem rückwärtigen Display lassen sich unter anderem Aufnahmeinformationen, Histogramm und Kameraeinstellungen kontrollieren. Aus heutiger Sicht ist der Monitor mit seiner geringen Auflösung natürlich deutlich überholt. Zur Kontrolle der wichtigsten Informationen erfüllt er jedoch weiterhin seinen Zweck.
Für die Beurteilung feiner Schärfe würde ich mich bei dieser Kamerageneration ohnehin nicht allein auf das Display verlassen. Entscheidend ist die spätere Betrachtung der DNG-Dateien am Rechner.
Schwarzweiß bereits bei der Aufnahme denken
Ein wesentlicher Unterschied zu einer normalen Digitalkamera zeigt sich bereits beim Fotografieren: Die M Monochrom zeichnet keine Farbinformationen auf. Eine nachträgliche Entscheidung zwischen Farbe und Schwarzweiß gibt es deshalb nicht.
Das verändert nach meiner Erfahrung auch den Blick auf ein Motiv. Helligkeit, Schatten, Oberflächen, Linien und Kontraste rücken stärker in den Vordergrund. Man beginnt bereits vor dem Auslösen darüber nachzudenken, wie Farben später als unterschiedliche Grautöne erscheinen.
Gelb-, Orange- und Rotfilter an der M Monochrom
Genau hier werden klassische Farbfilter wieder interessant. Da die Kamera ausschließlich monochrom aufzeichnet, lässt sich die Tonwertwiedergabe bereits bei der Aufnahme gezielt beeinflussen. Ein Gelb-, Orange- oder Rotfilter kann beispielsweise die Wiedergabe eines blauen Himmels und den Kontrast zu Wolken deutlich verändern.
Anders als bei einer späteren digitalen Schwarzweiß-Konvertierung beeinflusst der Filter bereits das Licht, das den Sensor erreicht. Das ist eine Arbeitsweise, die viele Fotografen noch aus der analogen Schwarzweißfotografie kennen.
Wichtig: Farbfilter verändern nicht nur die Tonwerte, sondern reduzieren auch die Lichtmenge, die den Sensor erreicht. Belichtung und gewünschte Bildwirkung sollten deshalb immer gemeinsam betrachtet werden.
Leica M Monochrom Sensor – Korrosion, Sensortausch und CCD ID
Wer heute eine gebrauchte Leica M Monochrom CCD kaufen möchte, sollte dem Sensor besondere Aufmerksamkeit schenken. Wie bei der Leica M9 und M9-P ist die Sensorproblematik einer der wichtigsten Punkte bei der Beurteilung dieser Kamerageneration.
Bei betroffenen Sensoren kann es zu Veränderungen beziehungsweise Korrosion der Sensordeckschicht kommen. Das Problem ist nicht mit gewöhnlichem Staub oder einer normalen Verschmutzung des Sensors gleichzusetzen. Deshalb sollte eine M Monochrom vor dem Kauf fachgerecht geprüft werden.
Wurde der Sensor der Leica M Monochrom bereits getauscht?
Besonders interessant ist deshalb die Frage, ob in einer M Monochrom noch der ursprüngliche Sensor arbeitet oder ob im Rahmen der damaligen Leica-Serviceaktion bereits ein Sensor ausgetauscht wurde.
Ein wichtiger Hinweis lässt sich über das interne Service-Menü der Kamera gewinnen. Dort können unter anderem Hardwareinformationen und die CCD-ID ausgelesen werden. Bei der Leica M Monochrom sind CCD ID 25, CCD ID 26 und CCD ID 52 Kennungen, die auf einen getauschten Sensor hinweisen.
Wichtig: Das interne Service-Menü ist keine normale Benutzerfunktion. Die dort angezeigten Informationen müssen fachlich richtig eingeordnet werden. Eine einzelne Kennung sollte deshalb nicht ohne entsprechende Erfahrung isoliert beurteilt werden.

Warum der Sensorstatus heute so wichtig ist
Leica hat über Jahre betroffene Sensoren dieser Kamerageneration ausgetauscht. Heute ist die Situation eine andere: Neue CCD-Ersatzsensoren stehen bei Leica nicht mehr zur Verfügung. Ein defekter Sensor kann deshalb nicht mehr einfach durch einen neuen Leica-Sensor ersetzt werden.
Für mich gehört die Überprüfung des Sensorstatus deshalb zu den wichtigsten Punkten beim Kauf einer M Monochrom. Neben dem sichtbaren Zustand des Sensors sollten auch die Historie der Kamera, vorhandene Serviceunterlagen und – bei einer fachlichen Prüfung – die Hardwareinformationen berücksichtigt werden.
Sensor-Korrosion oder nur Staub?
Nicht jeder sichtbare Fleck auf einer Aufnahme bedeutet automatisch Sensor-Korrosion. Staub und andere Verunreinigungen können auf Bildern ebenfalls deutlich sichtbar werden. Entscheidend ist deshalb eine sorgfältige Beurteilung des Sensors und nicht allein ein einzelnes Testfoto.
Gerade bei einer hochwertigen M Monochrom würde ich mich beim Gebrauchtkauf nicht mit der pauschalen Aussage „Sensor ist sauber“ zufriedengeben. Der tatsächliche Sensorstatus gehört für mich ebenso zur technischen Zustandsprüfung wie Messsucher, Verschluss, Bedienelemente und die allgemeine Funktion der Kamera.
Leica M Monochrom gebraucht kaufen – worauf achten?
Eine gebrauchte Leica M Monochrom CCD würde ich heute nicht allein nach dem äußeren Zustand oder der Zahl der Auslösungen beurteilen. Bei dieser Kamerageneration ist der technische Zustand entscheidend – und an erster Stelle steht für mich der Sensor.
1. Sensor und Sensorhistorie prüfen
Der Sensor sollte fachgerecht auf Auffälligkeiten und mögliche Korrosion geprüft werden. Besonders interessant ist, ob der Sensor während der damaligen Servicezeit bereits ausgetauscht wurde. Vorhandene Leica-Servicebelege sind deshalb wertvoll.
Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, können bei einer fachlichen Prüfung auch die Informationen des internen Service-Menüs berücksichtigt werden. Bei der M Monochrom weisen CCD ID 25, CCD ID 26 und CCD ID 52 auf einen getauschten Sensor hin.
2. Messsucher und Fokussierung kontrollieren
Der Messsucher ist ein zentraler Bestandteil jeder Leica M. Das Messsucherbild sollte klar sein und die Entfernungsmessung korrekt arbeiten. Gerade mit lichtstarken Objektiven fällt eine fehlerhafte Justierung schnell auf.
3. Verschluss und Bedienelemente testen
Auch Verschluss, Zeitenrad, Auslöser, Tasten und das rückwärtige Steuerkreuz gehören zu einer vollständigen Funktionsprüfung. Die Kamera sollte sich zuverlässig bedienen lassen und keine ungewöhnlichen Fehlermeldungen zeigen.
4. Display nicht überbewerten
Das rückwärtige Display wirkt nach heutigen Maßstäben klein und niedrig aufgelöst. Das ist bei einer technisch einwandfreien M Monochrom kein Mangel, sondern entspricht dem Entwicklungsstand dieser Kamerageneration. Wichtiger sind Sensor, Messsucher und die zuverlässige Funktion der Kamera.
5. Zubehör und dokumentierte Historie
Originalverpackung, Ladegerät, Akkus, Unterlagen und dokumentierte Servicearbeiten können bei einem hochwertigen Exemplar zusätzlich interessant sein. Für Sammler spielt außerdem der kosmetische Originalzustand eine größere Rolle als für Fotografen, die die Kamera regelmäßig einsetzen möchten.
Meine Empfehlung: Bei einer Leica M Monochrom CCD würde ich heute einen nachweisbar guten technischen Zustand höher bewerten als ein besonders günstiges Angebot. Da Leica keine neuen CCD-Ersatzsensoren für diese Kamerageneration mehr zur Verfügung hat, ist eine sorgfältige Prüfung vor dem Kauf wichtiger denn je.
Für wen lohnt sich die Leica M Monochrom heute noch?
Die M Monochrom ist keine Kamera für jemanden, der möglichst viele moderne Funktionen sucht. Wer Autofokus, Video, einen hochauflösenden Monitor oder maximale Flexibilität erwartet, findet bei neueren Kameragenerationen deutlich mehr Möglichkeiten.
Wer dagegen bewusst mit einem Messsucher fotografieren möchte, Schwarzweiß bereits bei der Aufnahme denkt und den besonderen Charakter des monochromen CCD-Sensors sucht, bekommt mit der ersten M Monochrom eine bis heute außergewöhnliche Leica.
Häufige Fragen zur Leica M Monochrom CCD
Die erste Leica M Monochrom verbindet klassische Messsucherfotografie mit einem ausschließlich für Schwarzweiß ausgelegten CCD-Sensor. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen zum Sensor, zu den Unterschieden gegenüber der Leica M9, zum Sensortausch und zum Gebrauchtkauf.
1. Was ist das Besondere an der Leica M Monochrom CCD?
Die erste Leica M Monochrom wurde ausschließlich für die Schwarzweißfotografie entwickelt. Ihr 18-Megapixel-CCD-Sensor besitzt keine Bayer-Farbfiltermatrix und zeichnet ausschließlich Helligkeitsinformationen auf. Dadurch entfällt die bei Farbsensoren notwendige Rekonstruktion der Farbinformationen.
2. Wann wurde die Leica M Monochrom vorgestellt?
Leica stellte die erste M Monochrom im Jahr 2012 vor. Sie basiert technisch auf der Generation der Leica M9 und M9-P und war die erste digitale Leica M, deren Sensor ausschließlich monochrome Bilddaten aufzeichnet.
3. Welchen Sensor hat die Leica M Monochrom?
Die Leica M Monochrom besitzt einen 18-Megapixel-CCD-Sensor im Kleinbildformat 24 × 36 mm. Im Gegensatz zum Sensor einer Farbkamera arbeitet er ohne Bayer-Farbfiltermatrix und ist ausschließlich für Schwarzweißaufnahmen ausgelegt.
4. Kann die Leica M Monochrom auch Farbfotos aufnehmen?
Nein. Der Sensor zeichnet keine Farbinformationen auf. Die Entscheidung für Schwarzweiß fällt deshalb bereits bei der Aufnahme. Auch aus einer DNG-Datei der M Monochrom lässt sich später kein Farbfoto entwickeln.
5. Was bedeutet der Codename „Henri“ bei der Leica M Monochrom?
Während ihrer Entwicklung trug die Leica M Monochrom den internen Projektnamen „Henri“. Der Name war eine Hommage an den französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson, dessen Werk eng mit Leica und der klassischen Schwarzweißfotografie verbunden ist.
6. Was bedeuten CCD ID 25, CCD ID 26 und CCD ID 52?
Bei der Leica M Monochrom weisen CCD ID 25, CCD ID 26 und CCD ID 52 auf einen getauschten Sensor hin. Die CCD-ID lässt sich im internen Service-Menü der Kamera auslesen. Dieses Menü ist keine normale Benutzerfunktion und die dort angezeigten Informationen sollten fachlich eingeordnet werden.
7. Hat die Leica M Monochrom Probleme mit Sensor-Korrosion?
Die erste M Monochrom gehört zur Leica CCD-Kamerageneration, bei der Sensor-Korrosion auftreten konnte. Deshalb sollte der Sensor einer gebrauchten Kamera sorgfältig geprüft und nach Möglichkeit auch die Sensor- und Servicehistorie berücksichtigt werden.
8. Kann Leica einen defekten CCD-Sensor heute noch ersetzen?
Nein. Neue CCD-Ersatzsensoren für diese Kamerageneration stehen bei Leica nicht mehr zur Verfügung. Der vorhandene Sensor und seine Historie sind deshalb beim Kauf einer M Monochrom besonders wichtig.
9. Welche Objektive passen an die Leica M Monochrom?
Die Kamera verwendet das Leica M Bajonett und kann mit einer großen Auswahl klassischer und moderner Leica M Objektive kombiniert werden. Besonders reizvoll finde ich persönlich die M Monochrom mit klassischen Summicron-, Summilux- und Summaron-Objektiven.
10. Kann man Farbfilter an der Leica M Monochrom verwenden?
Ja. Gelb-, Orange- oder Rotfilter können die Tonwertwiedergabe bereits bei der Aufnahme beeinflussen. So lässt sich beispielsweise die Wiedergabe eines blauen Himmels und der Kontrast zu Wolken verändern. Dabei muss der Lichtverlust durch den jeweiligen Filter berücksichtigt werden.
11. Worauf sollte ich beim Kauf einer gebrauchten Leica M Monochrom achten?
Besonders wichtig sind Sensorzustand und Sensorhistorie, Messsucher und Fokussierung, Verschluss, Bedienelemente sowie der technische Gesamtzustand. Vorhandene Leica-Serviceunterlagen und eine fachgerechte Prüfung sind bei dieser Kamerageneration besonders wertvoll.
12. Lohnt sich die Leica M Monochrom CCD heute noch?
Ja, wenn Sie bewusst eine klassische digitale Messsucherkamera für ausschließlich Schwarzweiß suchen. Moderne Komfortfunktionen bietet sie kaum. Dafür verbindet sie manuelle Leica-M-Fotografie mit einem monochromen CCD-Sensor und einem Bildcharakter, der diese erste M Monochrom bis heute besonders macht.



