Inhaltsverzeichnis:
Live Suche im Leica Lexikon
B
Bajonett (Leica M-Bajonett)
Standard-Anschluss für Leica M-Kameras seit 1954. Besonders robust, mit enger Fertigungstoleranz, garantiert langfristige Kompatibilität und knacksiges Einrasten von Objektiven.
Bokeh
Die Qualität der Unschärfe im Hintergrund. Leica-Objektive (z. B. Summilux, Noctilux) sind berühmt für ein cremiges, weiches Bokeh, das das Motiv vom Hintergrund elegant trennt.
Brass Body (Messinggehäuse)
Viele Leica M-Modelle verwenden Messing in der Gehäuseoberseite oder Bodengruppe. Das Material altert schön (Patina), ist stabil und langlebig – geschätzt von Sammlern.
Blende (Aperture)
Mechanische Öffnung im Objektiv (z. B. f/1.4, f/2). Sie regelt Lichtmenge und Schärfentiefe. Leica Objektive mit großen Blenden erlauben kreative Freistellungen.
Belichtungsmesser (Light Meter)
M-Messsucherkameras wie die M3, M2 benötigen externe Belichtungsmesser. Spätere Modelle (z. B. M6, M10) besitzen integrierte Messzellen oder TTL-Messsysteme.
Brückenregelung / B-Bewertung
Historisches Verfahren (z. B. bei M-Messsucherkameras), um Lichtwerte Grenzen zu regeln: bei zu hohem Kontrast wird eine Begrenzung („Brücke“) angewendet, um Tonwerte zu erhalten.
Belichtungskorrektur (EV / Exposure Compensation)
Ermöglicht Plus/Minus-Korrekturen der Belichtung um ½ oder 1 EV. Moderne Leica-Modelle bieten ein Einstellrad oder Menüzugang – essenziell für Gegenlicht oder kreative Über-/Unterbelichtung.
BLK (Black)
Kurzform für schwarze Varianten oder Editionen (z. B. schwarze Kamera/Oberteile). Im Sammlermarkt oft unterschieden nach „black paint / black chrome“.
Backup (Sicherungs-Routine)
Wichtig für digitale Leica-Besitzer: Regelmäßiges Backup von Bildern und Kameraeinstellungen. Besonders bei Monochrom-/High-ISO-Aufnahmen essenziell zur Datensicherung.
Bremsring / Begrenzungsring
Mechanischer Ring, der die Drehbewegung eines Rades (z. B. Blendenring, Zoomring) begrenzt. Leica verwendet präzise gefertigte Begrenzungsringe, um versehentliche Verstellungen zu verhindern.
FAQ – Leica Lexikon B
1) Was ist das Leica M-Bajonett und welche Vorteile hat es?
Das M-Bajonett gibt es seit 1954. Es ist mechanisch extrem präzise, langlebig und über Generationen kompatibel – ideal für die Nutzung historischer und moderner M-Objektive an aktuellen Kameras.
2) Was bedeutet „Bokeh“ und warum sind Leica-Objektive dafür bekannt?
Bokeh beschreibt die Qualität der Unschärfe. Leica Summilux- und Noctilux-Objektive liefern durch ihre optische Konstruktion ein besonders weiches, cremiges Bokeh mit schöner Hintergrundtrennung.
3) Was versteht man unter „Brass Body“ (Messinggehäuse)?
Viele Leica M-Modelle besitzen Oberteile aus Messing. Das sorgt für Stabilität, angenehme Haptik und eine natürliche Patina – ein ästhetisches Merkmal, das Sammler schätzen.
4) Welche Rolle spielt die Blende bei Leica-Objektiven?
Die Blende steuert Lichtmenge und Schärfentiefe. Lichtstarke Objektive (z. B. f/1.4) ermöglichen Freistellung, Low-Light-Fotografie und geringes Rauschen, da niedrigere ISO-Werte möglich sind.
5) Wie funktionieren Belichtungsmesser bei Leica M-Kameras?
Ältere Modelle (M3/M2) benötigen externe Belichtungsmesser. Spätere Kameras (M6 ff.) messen intern/TTL. Moderne digitale Leicas bieten präzise Messmethoden und Live-Vorschau.
6) Wann nutze ich die Belichtungskorrektur (EV) sinnvoll?
Bei starkem Gegenlicht, Schnee, Bühnenlicht oder bewusstem „High/Low-Key“. Mit ±EV passt du die Helligkeit gezielt an und verhinderst ausgefressene Lichter oder abgesoffene Schatten.
7) Was ist der Unterschied zwischen Black Paint und Black Chrome?
„Black Paint“ ist lackiert und entwickelt mit der Zeit Kanten-Patina. „Black Chrome“ ist eloxiert/verchromt, widerstandsfähiger und bleibt optisch länger gleichmäßig.
8) Wie sichere ich Leica-Bilder zuverlässig (Backup)?
Empfehlung: 3-2-1-Regel – drei Kopien, zwei verschiedene Medien, eine Kopie extern/offsite. Karten regelmäßig leeren, nicht als Archiv nutzen, und Backups automatisieren.
9) Welche Brennweiten sind an M-Kameras Klassiker – und wofür?
28 mm (Reportage/Street), 35 mm (Allround/Street), 50 mm (Porträt/Reportage), 90 mm (Porträt/Detail). Jede Brennweite formt Bildwinkel, Perspektive und Bildwirkung.
10) Was bedeutet Belichtungszeit – und welche Werte sind für Street sinnvoll?
Die Zeit bestimmt Bewegungsdarstellung. Für Street sind 1/250–1/500 s bewährt, um Bewegungen zu „einfrieren“. Bei Nacht: höhere ISO oder lichtstärkere Blenden wählen.
11) Was ist eine Belichtungsreihe (Bracketing) und wann nutze ich sie?
Die Kamera erstellt mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung. Sinnvoll bei hohem Kontrast oder unsicherer Lichtsituation – für sichere Ergebnisse oder HDR-Workflows.
12) Welche Akkus nutzen moderne Leica-Kameras – und Pflegetipps?
Je nach Serie (M, Q, SL) kommen unterschiedliche Akkutypen zum Einsatz. Grundsätzlich: bei Raumtemperatur laden/lagern, nicht tiefentladen, Original-Ladegeräte nutzen, Ersatzakku mitführen.