Inhaltsverzeichnis:
- 1 Live Suche im Leica Lexikon
- 2 D
- 2.1 DR (Dual Range Summicron 50 mm f/2)
- 2.2 Dynamikumfang (Dynamic Range)
- 2.3 Dioptrienkorrektur (Sucheranpassung)
- 2.4 Display (Monitor / Rückseite)
- 2.5 DNG (Digital Negative)
- 2.6 Digitalzoom (Leica Q-Serie)
- 2.7 Designdetails (Formensprache)
- 2.8 Dichtungen (Wetterschutz)
- 2.9 DOF (Depth of Field / Schärfentiefe)
- 2.10 Dokumentarfotografie (Leica Tradition)
- 2.11 Fazit D – Leica Lexikon D
- 3 FAQ – Leica Lexikon D
Live Suche im Leica Lexikon
D
DR (Dual Range Summicron 50 mm f/2)
Das Leica DR Summicron wurde 1956 vorgestellt und war das erste M-Objektiv mit Dual-Range-Fokus.
Es kann sowohl im normalen Bereich (1 m bis unendlich) als auch im Nahbereich (bis 48 cm) fokussieren – mit speziellen „Goggles“ (Nah-Vorsatzlinsen) für den Messsucher.
Ein gesuchtes Sammlerstück und bis heute ein optisches Highlight unter den frühen M-Objektiven.
Dynamikumfang (Dynamic Range)
Der Dynamikumfang beschreibt, wie viele Helligkeitsstufen eine Kamera gleichzeitig erfassen kann – vom tiefsten Schatten bis zum hellsten Licht.
Leica-Sensoren, etwa in der M11 oder Q3, sind für ihren enormen Dynamikumfang bekannt: bis zu 15 EV, was feinste Details in Lichtern und Schatten ermöglicht.
Dioptrienkorrektur (Sucheranpassung)
Leica bietet Sucheraufsätze mit Dioptrienausgleich von –3 bis +3 dpt an, damit auch Brillenträger präzise fokussieren können.
Diese kleinen Aufsätze werden in das Okular des Messsuchers geschraubt und sind für M- und SL-Modelle erhältlich.
Display (Monitor / Rückseite)
Digitale Leica-Modelle (z. B. M10, Q3, SL2) besitzen hochwertige, kratzfeste Displays.
Die Q3 führte erstmals ein klappbares LCD ein – ideal für bodennahe Aufnahmen und Videoarbeit, ohne die klassische Ästhetik zu beeinträchtigen.
DNG (Digital Negative)
DNG ist das offene RAW-Format von Adobe und wird von Leica nativ unterstützt.
Es speichert sämtliche Sensordaten ohne Qualitätsverlust – ein Vorteil für Langzeitarchivierung und Kompatibilität über Jahrzehnte hinweg.
Digitalzoom (Leica Q-Serie)
Die Q-Kameras (Q, Q2, Q3) bieten einen hochwertigen Digitalzoom, der durch Sensorausschnitt arbeitet, ohne interpolierte Pixel zu erzeugen.
Er ermöglicht Bildausschnitte von 28, 35, 50, 75 und 90 mm – direkt in der Kamera sichtbar.
Designdetails (Formensprache)
Leica verfolgt eine klare, reduzierte Designsprache: Aluminium oder Messing, saubere Linien, rote Punktmarke, keine überflüssigen Beschriftungen.
Dieses „Bauhaus-Prinzip“ macht Leica-Designs zeitlos und unverwechselbar.
Dichtungen (Wetterschutz)
Viele moderne Modelle (Q3, SL2, M11) sind nach IP52 geschützt – spritzwassergeschützt und staubresistent.
Leica nutzt Präzisionsdichtungen, die unauffällig integriert sind und das klassische Design erhalten.
DOF (Depth of Field / Schärfentiefe)
Die Schärfentiefe beschreibt, welcher Bereich im Bild scharf erscheint.
Leica-Objektive mit großen Blenden (z. B. Summilux, Noctilux) ermöglichen extrem geringe Schärfentiefe – ideal für Porträts oder künstlerische Fotografie.
Dokumentarfotografie (Leica Tradition)
Seit den 1930er Jahren wird Leica mit Reportage- und Dokumentarfotografie verbunden – etwa durch Henri Cartier-Bresson oder Sebastião Salgado.
Die unauffällige Bauweise, der leise Verschluss und das Handling machten Leica zur Ikone dieser Bildsprache.
Fazit D – Leica Lexikon D
D steht für Details, Dynamik und Dokumentation – die Essenz der Leica-Philosophie: präzise Technik, handwerkliche Reduktion und kompromisslose Bildqualität.
FAQ – Leica Lexikon D
1) Was bedeutet „DR“ bei Leica Objektiven?
DR steht für Dual Range. Das Summicron 50 mm DR hat zwei Fokusbereiche – normal und Nah. Es war eines der technisch innovativsten Leica-Objektive der 1950er.
2) Was versteht man unter Dynamikumfang bei Leica Kameras?
Er misst, wie viele Helligkeitsstufen eine Kamera darstellen kann. Ein hoher Dynamikumfang (z. B. bei M11) ermöglicht feinste Details in hellen und dunklen Bildpartien.
3) Wie funktioniert die Dioptrienkorrektur bei Leica M?
Durch Einschrauben einer kleinen optischen Linse in das Okular kann der Sucher individuell an die Sehstärke angepasst werden – ideal für Brillenträger.
4) Welche Vorteile bietet das Leica-DNG-Format?
Es ist offen, zukunftssicher und speichert alle Sensordaten verlustfrei. DNG-Dateien sind mit nahezu allen Bearbeitungsprogrammen kompatibel.
5) Hat die Leica Q3 ein klappbares Display?
Ja, erstmals in der Q-Serie. Es erleichtert bodennahe Perspektiven, Selfies und Videoaufnahmen, bleibt aber optisch unauffällig integriert.
6) Ist die Q3 wettergeschützt?
Ja, nach IP52. Sie widersteht Staub und Spritzwasser – ideal für Reisen und Reportageeinsätze bei wechselhaftem Wetter.
7) Warum sind Leica-Designs so minimalistisch?
Das Design folgt der Funktion. Leica orientiert sich am Bauhaus-Prinzip: keine überflüssigen Elemente, perfekte Ergonomie, maximale Reduktion.
8) Wie funktioniert der Digitalzoom bei Leica Q-Kameras?
Der Digitalzoom nutzt Sensorausschnitte. Die resultierende Datei bleibt nativ (DNG/RAW) gespeichert – kein Qualitätsverlust, nur engerer Bildwinkel.
9) Wie beeinflusst die Blende die Schärfentiefe?
Je größer die Blendenöffnung (z. B. f/1.4), desto geringer die Schärfentiefe. Kleine Blenden (f/8–f/16) erhöhen sie – nützlich für Landschaft und Architektur.
10) Was bedeutet DOF in der Leica-Fotografie?
Depth of Field beschreibt den scharfen Bereich eines Motivs. Leica-Objektive erzeugen oft ein sehr feines, weiches DOF mit charakteristischer 3D-Wirkung.
11) Warum ist Leica so eng mit Dokumentarfotografie verbunden?
Weil sie unauffällig, leise und schnell bedienbar ist – ideal für authentische, menschliche Momente. Viele Klassiker der Fotogeschichte wurden mit Leicas aufgenommen.
12) Wie wichtig sind Dichtungen bei modernen Leica-Kameras?
Sehr wichtig für den Outdoor-Einsatz. Modelle wie Q3 oder SL2 sind wetterfest und können auch bei leichtem Regen oder Staub sicher genutzt werden.