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Leica M6 – die analoge M Legende

Leica M6 mit Objektiven und Blitz

Bei der Leica M6 handelt es sich derzeit um eine Trend Kamera. Trend aus dem Grund, weil die analoge Fotografie aktuell wirklich wieder im Trend, gerade bei jungen Leuten, liegt. Der Markt an M6 Kameras scheint aktuell ausverkauft zu sein, selbst bei Anbietern wie ebay.de oder ebay-kleinanzeigen.de bekommt man keine halbwegs gut erhaltene M6, und sollte doch mal dort eine zu finden sein, ist sie entweder gleich weg oder sie hat eine Macke, oder ist unverschämt teuer.

Ich liebe die Trend-Kamera Leica M6

Natürlich freue ich mich über jede Leica M6 die mir hier angeboten wird. Seitdem damals, im Jahr 1954, die M3 Messsucherkamera auf den Markt kam, setzt Leica Maßstäbe in der Fotografie. Weitergeführt über Klassiker wie M3, M2, M4, M5, M6 und M7 in der analogen Fotografie bis heute in die digitale Welt der Leica M10.

Leica M6 mit Elmarit 21mm Objektiv
Meine Leica M6 mit Elmarit 21mm

Die Leica M6 ist eine Legende!

Im Jahr 1984 wurde der Grundstein für diese Legende gelegt. Damals nannte man sie die Vollendung der klassischen M-Fotografie. Bis heute wird der Nachfolger als analoge Kamera bei Leica in Wetzlar produziert, die Leica MP.

Von 1984 bis 2002, also 18 lange Jahre wurde die M6 gebaut, komplett in Deutschland. Als Präzisionsinstrument kann man diese analoge Leica M Kamera beschreiben, die auch im digitalen Zeitalter immer noch beliebt ist, und ständig beliebter wird. Von dieser puristischen Kamera wurden ca. 150.000 Stück gebaut mit der Reduktion auf das Wesentliche der Fotografie: Zeit, Blende, ISO und Schärfe.

Was macht die Leica M6 so beliebt?

Die LEICA M6 und M6 TTL sind die fortschrittlichsten mechanischen Messsucherkameras von Leica und hervorragende Kameras für jedes M Optiktiv, auch die aktuellsten Modelle.

Die M6 und die M6 TTL waren bis vor einigen Jahren ein Schnäppchen, da die meisten Leica-Benutzer lieber die neueren elektronischen Kameras wie die M8 und M9, M240 oder M10 kauften. Seit etwa 2019 ziehen die Preise für gebrauchte analoge Leica M6 Kameras stark an. Wenn Sie Glück haben, können Sie sich für knapp unter 2.000 Euro eine M6 kaufen. Die wird dann allerdings sehr stark gebraucht und abgenutzt sein. Soll sie noch recht gut aussehen, müssen Sie mit mind. 2.500 Euro rechnen, für Sammlerstücke ab 3.500 Euro.

Natürlich können Sie sich auch die neue Leica MP kaufen, aber dieser Body ist m.E. primitiver als der der M6. Zum Beispiel hat die MP keine Rückspulkurbel, nur einen Knopf, wie früher die Schraubleicas oder später die M3 und keine TTL-Blitzmessung. Sogar die ältere LEICA M6 ist weitaus fortschrittlicher als die neue MP, mit einem besseren Filmrückspulhebel (Kurbel). Es wird gemunkelt, dass die nächste Version der MP das TTL-Messgerät eliminieren und den auffälligen Filmvorschubhebel durch einen herkömmlichen Rändelknopf ersetzen wird, aber kehren wir zur LEICA M6 zurück.

Sowohl die LEICA M6 als auch die LEICA M6 TTL bieten eine manuelle Lichtmessung durch die Linse (TTL) mit Über- >•< Unter-LEDs im Sucher und einem leisen, gummierten mechanischen Verschluss. Sie stellen das Objektiv oder die Verschlusszeit so ein, dass die LEDs ausgeglichen sind , und Sie erhalten eine perfekte Belichtung, ohne die Anwendung eines externen Belichtungsmessers.

Sowohl die LEICA M6 als auch die M6 TTL haben einen Blitzschuh für den Einsatz eines Blitzes.

Fotos von meiner eigenen Leica M6 mit diversen Objektiven

Leica M6 mit dem aktuellen Summilux 35mm ASPH.
Meine Leica M6 mit dem aktuellen Summilux 35mm ASPH.
Leica M6 von 1988 mit dem versenkbaren Elmar 50mm von 1961
Meine Leica M6 von 1988 mit dem versenkbaren Elmar 50mm von 1961
Leica M6 mit dem Summicron-M 90mm
Meine Leica M6 mit dem Summicron-M 90mm
Leica M6 mit dem 35mm Summicron "King of Bokeh"
Meine Leica M6 mit dem 35mm Summicron „King of Bokeh
Leica M6 mit einem Summicron-M 50mm, 70 Jubiläum 1913-1983, mit * in der Seriennummer
Meine Leica M6 mit einem Summicron-M 50mm, 70 Jubiläum 1913-1983, mit * in der Seriennummer

Allgemeines zur Leica M6

Die heutige M7 ist eigentlich nichts anderes, als eine elektronische Version der M6 TTL. Mir persönlich gefällt die M7 nicht, warum auch immer, das ist sehr subjektiv. Die M6 ist völlig mechanisch und zuverlässig. Die einzige Elektronik in der M6 wird für das Messgerät gebraucht, aber das fällt nie aus. Und sollte es doch ausfallen, können Sie trotzdem fotografieren. Erfahrene Leica Fotografen können ihre Kamera über Blende, Zeit und ISO steuern. Üben Sie es, es ist kein Problem.

M6 (1984-1998) gegen M6 TTL (1998-2002)

Die M6 (1984-1998) hat nur zwei einfache > < LED-Pfeile im Sucher für das Messgerät. Es gibt eine TTL-Umgebungslichtmessung, aber keine TTL-Blitzsteuerung, keine Blitzbereitschaftsschraube im Sucher und keine zentrale „OK“ -LED.

Die neuere M6 TTL (1998-2002) hat TTL-Blitz und ein größeres, besseres Verschlusszeitenrad, und das war’s auch schon. Für Interessierte Fotografen sind beides spektakuläre Kameras.

Vorbehaltlich der Unterschiede zwischen Messsucher- und Spiegelreflexkameras funktioniert die LEICA M6 genau wie eine Nikon FM , und die LEICA M6 TTL ähnelt der NIKON FM2, ohne die kurzen Verschlusszeiten.

Leica M6 Einstellrad für Belichtungszeit
Das Verschlusszeitenrad der „einfachen“ M6, also keine TTL

Die neuere M6 TTL (1998-2002) bietet eine Off-the-Light-Blitzbelichtungssteuerung (TTL), eine größere, benutzerfreundlichere Verschlusszeitanzeige und insgesamt vier LEDs im Sucher: drei für das Messgerät ( > o < ) und eine für den Blitz. Für 1998 waren vier LEDs bei Leica angesagt. Warum? Denn bei der LEICA geht es darum, sich auf Ihr Motiv zu konzentrieren und nicht mit einer Kamera herumzuspielen.

Die M6 und die M6 TTL sehen genau gleich aus, außer wenn Sie oben genau draufschauen, am Rand des Blitzschuh

In der TTL-Version steht TTL (am Rand) am Blitzschuh, was TTL-Blitz bedeutet. (Die frühere M6 verfügt über eine TTL-Umgebungslichtmessung, jedoch keinen TTL-Blitz). Die M6 TTL hat vier Kontakte in der Mitte seines Blitzschuhs für TTL-Blitz, während der M6 nur einen Mittelkontakt hat.

Die Verschlusszeit ist bei der M6 TTL wie gezeigt korrekt. Das Rad lässt sich leicht mit dem Finger drehen, wenn Sie durch die Kamera schauen, und dreht sich in die richtige Richtung, wie von den LEDs des Messgeräts vorgeschlagen.

Body der Leica M6 von hinten mit ISO Einstellung
Die Rückseite der M6 mit Filmmerkscheibe

Die frühere M6 verfügt über ein kleineres Verschlusszeitenrad aus der Zeit von Leicas, bei dem externe Geräte verwendet wurden, beispielsweise ein Leica-Meter. Diese Zifferblätter waren klein und nie für die direkte Steuerung vorgesehen, da die aufsteckbaren Messgeräte einen Knopf in voller Größe bereitstellten, der mit der Reste des kameraeigenen Auslösers verbunden war.

Leica-Fotografen verwenden keinen Blitz auf der Kamera.


Diese Aussage ist nicht ganz richtig, denn wie man bei einigen meiner Fotos, die weiter unten zu sehen sind, sieht, musste ich während meiner beruflichen Laufbahn, oft einen Blitz an der Leica M6 verwenden.


Der Schuh der Kamera dient eigentlich zum Anbringen von 21-mm-Suchern. Daher ist der einzige wirkliche Unterschied zwischen der M6 und der M6 TTL das praktischere, größere Verschlusszeitenrad der M6 TTL. Wenn Sie ein begrenztes Budget haben, kaufen Sie die M6. Wenn Sie das Beste haben möchten, werden Sie die M6 TTL zu schätzen wissen.

Leica M6 Verbesserung zur M3

Die wesentlichste Verbesserung der Messsucherkameras von Leitz seit der M3 wurde im Herbst 1984 vorgestellt: das Modell M6 mit vollelektronischer Belichtungsmessung in der äußeren Form der gewohnten M4. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen mit Innenmessung (M5, CL) hat die M6 eine im oberen Teil des Gehäuses fest montierte Silizium-Fotodiode, deren Messfeld auf die Mitte des Bildfensters ausgerichtet ist. Dort befindet sich auf dem ersten Verschlussrollo ein silberfarbener Punkt („Messfleck“) mit 12 mm Durchmesser (entsprechend ca. 13% der Bildfläche), der das durch das Objektiv kommende Licht reflektiert.

Es ist schon eine bemerkenswerte Leistung, daß die Ingenieure bei Leitz noch Platz für die elektronischen Bauteile in dem bereits vollgestopften M4- Gehäuse gefunden haben. Unterzubringen waren außer der lichtempfindlichen Messzelle ein Batteriefach (an der Frontseite), eine Leiterplatte mit den gedruckten Schaltkreisen und eine kombinierte Filmmerk- und Empfindlichkeitseinstellscheibe (an der aufklappbaren Rückwand).

Belichtungseinstellung und Messung – Anzeige durch Leuchtdioden

Das Arbeiten mit der LEICA M6 ist äußerst einfach. Die Filmempfindlichkeit wird über die Scheibe auf der Rückseite eingestellt und von dort mittels dreier vergoldeter Kontakte an einen Mikroprozessor übertragen. Das (bei Arbeitsblende) durch das Objektiv kommende Licht wird von der Messzelle registriert, und gleichzeitig wird die eingestellte Belichtungszeit an den Mikroprozessor übertragen. Durch einen leichten Druck auf den Auslöser wird ein Datenverarbeitungsprozeß in Gang gesetzt.

Die Ergebnisse des Rechenvorganges im Mikroprozessor werden mittels zweier roter Leuchtdioden in Dreieckform angezeigt. Wenn beide gleichmäßig hell leuchten, ist die Belichtungseinstellung korrekt; leuchtet dagegen eine der beiden Leuchtdioden weniger hell oder gar nicht, dann muß zur Erzielung einer korrekten Belichtungseinstellung entweder der Blendenring oder die Zeiteneinstellscheibe in die Richtung gedreht werden, in die die Pfeilspitze der hell leuchtenden Leuchtdiode zeigt. Die Anzeige des Meß- und Rechenergebnisses bleibt nach Loslassen des Aulösers noch für 10 s sichtbar und wird dann automatisch abgeschaltet, um die Batterie zu schonen.

ISO (ASA) bei der M6

Die Empfindlichkeit des Messsystems reicht von 6 ASA bis 6400 ASA. Das bedeutet, daß mit einem 100-ASA-Film und bei Blende 32 ein Zeitenspektrum von 1 s bis 1/1000 s gemessen werden kann. Technisch ausgedrückt: Die Empfindlichkeit des Messsystems reicht von 0425 bis 125.000 Candela pro m2. Da das Messsystem der M6 selektiv arbeitet, ist es wichtig zu wissen, welcher Teil des Motivs bei Verwendung unterschiedlicher Objektive gemessen wird. Dies wird durch geschickte Ausnutzung der eingespiegelten Begrenzungen des Entfernungsmessers und der verschiedenen Leuchtrahmen erreicht. Abgesehen von dem neuen Belichtungsmesssystem deckt sich die technische Ausstattung der M6 weitgehend mit der der M4-P, so daß die weitere detaillierte Beschreibung hier nur in Stichwortes» erfolgen braucht: Das Suchersystem ist das gleiche wie bei der M4-P, mit sechs verfügbaren Leuchtrahmen, die auch manuell eingeblendet werden können.

Blitzen mit der Leica M6

Es gibt zwei Blitzkontakte, nämlich den Mittenkontakt im Zubehörschuh und einen Koaxialstecker an der Rückseite der Kamera. Der spezielle Kontakt für Blitzlampen ist nicht mehr vorhanden, jedoch können diese mit Belichtungszeiten bis 1/30 s eingesetzt werden. Für elektronische Blitzgeräte beträgt die kürzeste Belichtungszeit 1/50 s, und diese wird in der gewohnten Weise durch ein Blitzsymbol am Zeiteneinstellrad angezeigt.

Der Abstand zwischen den beiden Fenstern des Entfernungsmessers beträgt 69,25 mm, aber die effektive Länge der Messbasis ist 49,9 mm, wie bei der LEICA M4-P. Dies ist bedingt durch die Verkleinerung des Sucherbildes um den Faktor 0,72, die gewählt wurde, um das Bildfeld eines 28-mm-Weitwinkel- objektives im Sucher zeigen zu können. Aus ähnlichen Überlegungen waren auch die Sucherbilder der M2, der M4 und der M4-2 und der auf diesen basierenden Modelle verkleinernd (für 35 mm Brennweite) ausgelegt. Bei der M3 dagegen bildete der Sucher das Motiv nahezu lebensgroß ab, da deren Sucher nur für minimal 50 mm Brennweite ausgelegt war.

Die LEICA M6 kann mit Motorantrieb verwendet werden, und sie kann auch bei völlig entleerten Batterien noch benutzt werden, denn die Belichtung selbst basiert ausschließlich auf mechanischen Bauteilen, lediglich das Belichtungsmesssystem braucht eine Stromversorgung. In dieser Hinsicht repräsentiert die M6 eine optimale Kombination aus elektronischer Lichtmessung und mechanischer Steuerung der Verschlussfunktionen.

Gravur auf der M6

Gravur auf der Gehäuse Oberseite der Leica M6
Gravur auf der Gehäuse Oberseite der M6

Bei den Gravuren auf der Kamera gibt es einige kleinere Veränderungen gegenüber den Vorgängermodellen. So findet man den Schriftzug „LEICA M6“ und das bereits erwähnte Leitz-Logo als roten Punkt an der Frontseite des Gehäusedeckels. Auf der Oberseite des Gehäuses ist der Schriftzug „ERNST LEITZ WETZLAR GMBH“ eingraviert.

Leitz-Logo als roten Punkt an der Frontseite der Leica M6
Leitz-Logo als roten Punkt an der Frontseite der M6

Ergonomie

Die M6 und die M6 TTL fühlen sich großartig an. Sie sind einfach genial ohne irgendwelchen Schnickschnack.

Im Gegensatz zu neueren Kameras wie der M7 mit ihren nicht zusammenhängenden Multi-Push-Auslösern ist der Auslöser der M6- und M6-TTL sanft und perfekt. Es ist ein sanfter Druck nötig, um den Auslöser auszulösen, nicht der ständige Kampf gegen drei verschiedene Raststufen bei neueren Kameras.

Der Filmdurchlauf ist auch ruhig und geschmeidig.

Der Auslöser dreht sich nicht, was bedeutet, dass Sie ihn nicht über B hinaus drehen können, um zu 1 / 1.000 zurückzukehren.

Das LEICA M6-Handbuch ist nur 44 Seiten lang und enthält viel über Zubehör und das Aufnehmen großartiger Bilder mit dem Messgerät unter allen möglichen schwierigen Lichtverhältnissen.

Die LEDs sind nachts sehr hell. Sie blenden einem fast. Im Gegensatz zu kleineren Kameras wie der Canon A-1 von 1978, die intelligent genug sind, um ihre LEDs je nach Umgebungslicht nach Bedarf zu dimmen, kann nicht einmal die neueste M6 TTL ihre LEDs dimmen. Seltsamerweise bewegen sich die LEDs mit den Rahmenlinien, während die Parallaxenkorrektur funktioniert.

Fotos die mit meiner M6 geschossen wurden meist im beruflichen Einsatz für unterschiedliche Print Medien

1987 kaufte ich mir meine M6, die auch heute noch in meinem Besitz ist. Während meiner Jahre als Berufsfotograf war sie mein ständiger Begleiter. Hat so manche Reise mitgemacht, manche Stürze überlebt und… naja mann muss ja hier auch nicht alles preisgeben. Sie gehört nach wie vor zu meiner persönlichen Leica Familie.

Leider habe ich 1997 mehrere Hunderttausend Film-Negative und Dias durch einen Wasserschaden im Keller verloren, mehr als 97% meines persönlichen Archivs. Daher kann ich hier nur sehr sehr wenige Fotos zeigen, die teils gut, teils weniger gut erhalten sind.

Mit der Leica M6 in Moskau

Die Leica M6 in Moskau im Dezember
Mit meiner M6 in Moskau, Anfang der 1990iger Jahre

Mit der Leica M6 in New York

Die Leica M6 in New York
Einige Wochen davor war meine M6 mit in New York

Richard von Weizsäcker und Antonio Samaranch

Richard v. Weizsäcker und Juan Antonio Samaranch fotografiert mit der Leica M6
© Horst K. Berghäuser – Richard v. Weizsäcker (damals Bundespräsident) erhält von Juan Antonio Samaranch (Ehrenpräsident auf Lebenszeit des Olympischen Kommitees) eine Auszeichnung. Berlin Schloss Bellevue Anfang der 1990iger Jahre, aufgenommen mit meiner Leica M6

Richard von Weizsäcker und Roman Herzog

Am 23. Mai 1994 wurde Roman Herzog zum siebten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am 30. Juni war dann der letzte Arbeitstag von Richard von Weizsäcker. Beide Bundespräsidenten kamen auf den Rasen vor dem Schloss Bellevue für ein Abschieds- bzw. Begrüßungsfoto. Am nächsten Tag kam der Umzugswagen mit den Möbeln und Kartons der Familie Herzog die ins Schloss einzogen.

Bundespräsident Richard von Weizsäcker und Bundespräsident Roman Herzog fotografiert mit der Leica M6
© Horst K. Berghäuser – letzter Arbeitstag am 30. Juni 1994 vom damaligen Bundespräsidenten Richard v. Weizsäcker, am nächsten Tag übernimmt der neu gewählte Bundespräsident Roman Herzog. Die beiden Ehefrauen begeben sich bereits ins Schloss Bellevue. Fotografiert mit meiner Leica M6.

Walter Scheel

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern welche Veranstaltung das genau war.

Ex Bundespräsident Walter Scheel, fotografiert mit der Leica M6
© Horst K. Berghäuser – Ex-Bundespräsident Walter Scheel 1989 bei einer Gala Veranstaltung in Bonn. Meine Leica M6 war dabei

Hildegard Knef

1993 fand in Berlin die erste Deutsche Aidsgala statt. Ich durfte am Tisch mit Hildegard Knef sitzen. Am späteren Abend kam dann ein junger Mann zum Tisch. Mir war vorher mitgeteilt worden, der Mann sei an AIDS erkrankt und er sei ein großer Fan von Hilde Knef. An unserem Tisch angekommen, wurde ihm ein Stuhl neben dem Star angeboten. Ganz unvermittelt zog Hilde Knef ihn an sich heran und küsste ihn. Ich hatte meine M6 bereits in der Hand und konnte so diesen Schnappschuss aufnehmen.

Hildegard Knef mit der Leica M6 fotografiert
© Horst K. Berghäuser – 1993 die M6 begleitet mich zur ersten Deutschen Aidsgala in Berlin. Ein Schnappschuss, Hildegard Knef (an deren Tisch ich an diesem Abend sitzen durfte) küsst demonstrativ einen an Aids erkrankten jungen Mann um zu zeigen, dass man sich nicht fürchten muss.

Günter Pfitzmann

Mein Auftrag war, in die Studios zu den Dreharbeiten von Praxis Bülowbogen, in eine Kleinstadt nördlich von Berlin zu fahren. Fotos vom Drehort, einigen anwesenden Schauspielern, einige Szenen beim Drehen usw. war die Aufgabe. Durch das Studiolicht gab es hervorragende Bedingungen und Günter Pfitzmann bat mich noch ein Motiv für seine neuen Autogrammkarten aufzunehmen.

Vorher musste ich knapp zwei Stunden warten, weil er die Angewohnheit hatte gegen Mittag immer ein kurzes „Nickerchen“ zu machen. Dafür war er danach sehr entspannt und ausgeruht.

Günter Pfitzmann mit der Leica M6 die neue Autogrammkarte
© Horst K. Berghäuser – 1994 bittet mich Günter Pfitzmann eine neue Autogrammkarte für ihn zu fertigen

Sarah Wagenknecht

Anfang der 1990er Jahre bat mich die Redaktion eines bekannten Verlages Fotos bei Sarah Wagenknecht in Ihrer Wohnung zu machen. Man kann sich vorstellen, dass Frau Wagenknecht davon nicht unbedingt begeistert war. Aber sie stimmte zu, dass ich sie besuche. Was ich bei der Terminvereinbarung am Telefon verschwiegen hatte, war, dass die Redaktion von mir verschiedene Motive in der Wohnung und unterwegs erwartete. Zuhause bei ihr sollte u.a. ein Foto entstehen, bei dem sie in ihrem Bett liegt, die Arme hinterm Kopf verschränkt und um sie herum ausschließlich Literatur von Karl Marx.

Ich will es nicht weiter ausführen, aber ich möchte es mal als „schwierige Geburt“ bezeichnen. Sie war allerdings damals noch zurückhaltender als heute, sehr freundlich aber distanziert und es gab Nescafe Pulverkaffee.

Sahra Wagenknecht fotografiert mit der Leica M6
© Horst K. Berghäuser – damals noch relativ unbekannte aufstrebende Politikerin Anfang der 1990iger Jahre. Zuhause bei Sahra Wagenknecht. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher aber einige Fotos wurden mit der Leica M6 andere auch mit der Leica M3 gefertigt.

Mel Brooks

Verleihung der „Goldenen Kamera“ in Berlin. Gesetztes Essen am Tisch mit Mel Brooks. Meine Erfahrung: Komiker sind privat nicht immer und ständig komisch, eher zurückhaltend. Das allerdings ändert sich blitzartig, wenn man um ein Foto bittet. Zehn Sekunden später war dann wieder alles normal.

Mel Brooks fotografiert mit der Leica M6
© Horst K. Berghäuser – ich glaube es war bei der Verleihung der Goldenen Kamera, ich durfte am Tisch mit Mel Brooks sitzen. Fotografiert habe ich an diesem Abend mit meiner Leica M6

Inge Meysel

Der bekannte Berliner Prominenten Friseur Udo Walz hatte mich gebeten, ihn und Inge Meysel zum Essen zu begleiten. Dazu war es notwendig, dass ich Inge bei ihr Zuhause abholen sollte. Das Problem war, dass Inge ungern in Autos ihr unbekannter Personen einstieg, daher konnte man weder einen Fahrer noch ein Taxi schicken. Da sie mich kannte, wurde ich also kurzerhand zum Chauffeur verdonnert, was aber echt Spaß machte, denn Inge war auch eine sehr ängstliche Beifahrerin. An diesem Tag ging dann Einiges schief. Zuerst dachte Inge überhaupt nicht daran, dass wir sofort losfuhren. Sie musste/wollte noch dies und das und jenes erledigen, bat mich Fotos von ihr in Ihrer Wohnung zu machen, auf der Couch, in der Küche, am Schreibtisch, im offenen Fenster sitzend usw.

Dann kam der nächste Schock, ich musste Inge erklären, dass wir in eine Sushi-Restaurant gehen. Ihr allerbester Freund Udo Walz hatte ihr das verheimlicht. Und wäre das nicht alles schon genug, ging das Theater beim Bezahlen der Rechnung weiter. Udo hatte Geld und Karten vergessen, Inge hatte nichts dabei, weil sie sich eingeladen fühlte. So blieb die Rechnung an mir hängen, der dann Inge auch noch nach Haus kutschieren durfte.

Zuhause bei Inge Meysel fotografiert mit der Leica M6. © Horst K. Berghäuser
© Horst K. Berghäuser – Zuhause bei Inge Meysel – die Mutter der Nation mal ganz privat, fotografiert mit meiner Leica M6

Inge Meysel lebte, wie sie es selbst formulierte „preußisch“, daher auch ihre Vorliebe zur Farbe blau. Sie stand morgens gegen 6 Uhr auf, ging gegen 22 Uhr schlafen und hatte immer einen sehr geordneten Tagesablauf. Einmal in der Woche gönnte sie sich ein Glas Sekt und ebenfalls einmal in der Woche eine Zigarette. Sie mochte keinen Knoblauch und hat dies dem Koch an diesem Abend sicherlich 200 mal mitgeteilt. 😉

mit Udo Walz und Inge Meysel beim Sushi Essen, aufgenommen mit meiner Leica M6. © Horst K. Berghäuser
© Horst K. Berghäuser – mit Udo Walz und Inge Meysel beim Sushi Essen, aufgenommen mit meiner Leica M6

Zwischen Inge Meysel und mir gab es so etwas, wie ein freundschaftliches Verhältnis. Immer wieder trafen wir uns bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen, wie hier bei einer Dinner-Gala im Jahr 1990. Inge hatte immer etwas Lustiges zu erzählen. Hier fragte sie mich, warum ich im Smoking und nicht in Jeans gekommen sei.

Inge Meysel und Horst K. Berghäuser bei einer Dinner Gala in Berlin
Inge Meysel mit mir im kurzen Gespräch während einer Dinner Gala 1990 in Berlin

Johannes Heesters und Simone Rethel

Johannes Heesters gastierte in Berlin am Theater Kurfürstendamm. Der damalige Direktor Jürgen Wölffer, den ich über Harald Juhnke kannte, bat mich doch einige Porträtaufnahmen von Joopi zu machen. Ich nahm das gern an, weil ich wusste, dass Heesters mich mochte und sich dann immer gleich zu einem gemeinsamen Abendessen bei „Kalle uff´m Bahnhof„, Restaurant meines Freundes Kalle Gaffkus, verabredete. Nach den Aufnahmen im Theater gingen wir alle raus auf den Kurfürstendamm zum gemeinsamen Eis essen.

Johannes Heesters und Simone Rethel fotografiert mit Leica M6. © Horst K. Berghäuser
© Horst K. Berghäuser – zusammen mit Johannes Heesters (damals 94 Jahre alt) und seiner Frau Simone Rethel beim Eis essen, aufgenommen mit meiner Leica M6

Bill Clinton und Helmut Kohl

Bill Clinton, der amerikanische Präsident, ist in Berlin. So weit ich mich erinnere fand diese Rede gegen Mittag am Brandenburger Tor, mit extrem hohen Sicherheitsvorkehrungen, statt. Der Tag hatte für mich bereits um 4 Uhr begonnen, weil ich zum Hotel des Präsidenten fahren sollte um Fotos zu machen, wenn dieser mit Bediensteten der USA Army zu Joggen geht. Dies war irgendwann zwischen 5 und 6 Uhr in der Früh geplant. Natürlich habe ich ihn morgens verpasst und mir gelang nur ein Foto als er kurz mit einem Berliner Polizisten sprach, der seinetwegen im Tiergarten Dienst hatte.

Die Originalrede von Clinton kann man hier in Deutscher Sprache nachlesen: Klick

Bill Clinton und Helmut Kohl am 12.Juli 1993 in Berlin. Aufgenommen mit meiner Leica M6 und einem 90mm Summicron. © Horst K. Berghäuser
© Horst K. Berghäuser – Bill Clinton und Helmut Kohl (links von ihm Hillary Clinton) am 12.Juli 1993 in Berlin. Aufgenommen mit meiner M6 und einem 90mm Summicron

Brigitte Mira und Wilhelm Wieben

Jeden Sommer, meist in der ersten Juli Woche, veranstaltet der aktuell amtierende Bundespräsident ein Fest im Garten des Schloss Bellevue. Hier, ich glaube es war 2004, verbrachte ich einige Zeit mit der Schauspielerin Brigitte Mira und dem Nachrichtensprecher Wilhelm Wieben, die beide sehr eng befreundet waren. Beide waren sehr angenehme Unterhalter und „Biggi“ Mira nannte mich an diesem Tag nur „Schätzchen“.

Brigitte Mira mit Wilhelm Wieben, fotografiert mit meiner Leica M6
© Horst K. Berghäuser – Brigitte Mira mit Wilhelm Wieben, fotografiert mit meiner Leica M6

Rolf Shimon Eden

In all den Jahren, die ich mit Rolf Eden zu tun hatte, habe ich ihn als sehr freundlichen, höflichen und charmanten Menschen kennengelernt. Mit viel Witz und Intelligenz der immer einen flotten Spruch auf der Lippe hatte. Besuche in seinem Berliner Haus in Dahlem haben mir daher immer sehr große Freude gemacht. Denn es gab viel zu reden und immer spielte er an seinem Flügel. Auf diesem Foto ist Rolf ca. 65 Jahre alt und wir haben eine „Homestory“ in seinem Haus produziert.

Rolf Shimon Eden, letzter deutscher Playboy. Ehemaliger Nachtclub-Besitzer und erfolgreicher Immobilien Unternehmer. Fotografiert mit Leica M6
© Horst K. Berghäuser – Rolf Shimon Eden, letzter deutscher Playboy. Ehemaliger Nachtclub-Besitzer und erfolgreicher Immobilien Unternehmer

Univ.-Prof. Dr. med. Hermann Werner Eichstädt

Mein lieber Freund Hermann Eichstädt ist Lebenszeitprofessor i.R. der Charité Berlin. Seinen weltweiten wissenschaftlichen Werdegang hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Während seiner aktiven Laufbahn betreute er unter anderem auch viele der Reichen, Schönen und sehr bekannten Menschen dieses Landes. Aus Datenschutz verzichte ich hier auf Namensnennungen.

Prof. Dr. Hermann Eichstädt: fotografiert mit meiner Leica M6
Prof. Dr. Hermann Eichstädt: fotografiert mit meiner Leica M6

Dr. med. Djawad Moschiry

Dr. Djawad Moschiry, zu dem ich eine freundschaftliche Beziehung unterhalte, gehört zu den prominentesten Ärzten Berlins. Seine Freunde nennen ihn „Moschy“ und auch als er 2003 mit 66 Jahren in den Ruhestand ging, praktizierte er privat weiter. Vorher war er 36 Jahre als leitender Oberarzt im Martin-Luther-Krankenhaus tätig. Er war der „Leibarzt“ von Helmut Kohl und von Harald Juhnke. Als Facharzt für innere Medizin konnte er beiden sehr gut helfen.

Mit Kohl war Moschy sehr eng befreundet, Kohl war es auch, der Moschy über den Verlust seiner Lebensgefährtin Regina half. Zu seinen weiteren Patienten gehörten: Hilde Knef, Horst Buchholz, Udo Walz, Rolf Eden und viele weitere deutsche Promis.

Dr. Djawad Moschiry fotografiert mit meiner Leica M6
Dr. Djawad Moschiry fotografiert mit meiner Leica M6

Kompatibilität mit Leica M Objektiven

Beide Kameras, die LEICA M6 und M6 TTL sind vollständig kompatibel mit allen jemals hergestellten LEICA M-Objektiven und mit einem einfachen Adapter, auch mit Leica-Objektiven mit Schraubgewinde seit 1930.

Die einzigen Fallstricke sind die üblichen: Mit dem HOLOGON 15 mm 1: 8, dem SUPER-ANGULON 21 mm 1: 4 oder 1: 3,4 oder dem ELMARIT-M 28 mm 1: 2,8 bis zur Seriennummer 2314921 werden keine Messwerte gemessen. Diese Objektive fokussieren und funktionieren einwandfrei , aber Sie benötigen einen externen Belichtungsmesser.

Klapplinsen und Linsen mit Sucheroptik für die M3 funktionieren ebenfalls einwandfrei.

Das einzige Problem, das ich gefunden habe, ist, dass der Nahbereichsaufsatz für das Nahbereichs-50-mm-1: 2-SUMMICRON nicht vollständig mit der neueren M6 TTL verbunden werden kann. Das Nahbereich SUMMICRON funktioniert im normalen Bereich hervorragend, aber der Nahbereichssucheraufsatz verfügt über einen hinteren Stift, der verhindern soll, dass man das Objektiv mit dem angebrachten Nahbereichsaufsatz zusammen entfernt. Dies verhindert das Anbringen des Aufsatzes an der M6 TTL, da die obere Platte der M6 TTL einige Millimeter höher als die der M6 ist. Dadurch stört der kleine Stift und verhindert, dass der Nahfokusaufsatz auf der M6 TTL ganz nach verrutscht. Gut funktioniert es mit der älteren M6.

Das M6 TTL-Handbuch schlägt vor, das eng fokussierende SUMMICRON während des Ein- und Ausbaus auf unendlich einzustellen. Nur nicht näher als 1 Meter fotografieren.

FAQ Ratgeber zur M6

Warum eine Leica M6?

Wer mit einer Leica fotografiert macht keine besseren Fotos, aber wer schon gute Fotos arrangieren kann, der fotografiert mit einer Leica M6 besser. Sie gehört zu den Klassikern der analogen Fotografie. 30 Jahre nach der ersten M3, die 1954 auf den Markt kam, brachte Leitz Camera im Jahr 1984 die M6 auf den Markt.

Ist die M6 – die „M“ Legende?

Das die M6 ein echter Kameraklassiker ist, dürfte jedem klar sein. Sie gilt schon seit 1984 als die Vollendung der klassischen Messsucherkameras. Die Nachfolger z.B. die MP werden noch heute produziert. Die analoge Leica M6 ist wirklich eine Kamera Legende.

Ist es besser eine M6 TTL zu kaufen?

Der Name Leica M6 TTL ist etwas trügerisch, denn auch die normale M6 misst das Licht durch das Objektiv. Der wirklich relevante Unterschied zwischen M6 und M6 TTL ist die TTL Blitzbelichtungsmessung mit einem Blitz der mit Leica kompatibel ist. Daher ist es beim Kauf eigentlich unwesentlich ob TTL oder nicht. Es sei denn Sie haben überhaupt keine Ahnung vom Blitzen, wollen aber wirklich oft das Blitzgerät einsetzen, dann sollten Sie sich für die TTL entscheiden.

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