Leica M9-P gebraucht kaufen – worauf sollte man achten?
Wer heute eine Leica M9-P gebraucht kaufen möchte, sollte den technischen Zustand deutlich höher gewichten als kleine Gebrauchsspuren am Gehäuse. Die Kameras stammen aus den frühen 2010er-Jahren und können entsprechend unterschiedliche Lebensläufe hinter sich haben.
In den vergangenen Jahren hatte ich zahlreiche Leica M9, M9-P und M Monochrom auf meinem Prüftisch. Dabei zeigt sich immer wieder: Zwei äußerlich ähnlich gute Kameras können technisch und hinsichtlich ihrer Historie erheblich voneinander abweichen.
1. Sensor und Sensorhistorie
Der wichtigste Punkt ist der CCD-Sensor. Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, bevorzuge ich bei einer M9-P eine nachvollziehbare Sensorhistorie und einen fachgerecht geprüften Sensor. CCD ID 15 beziehungsweise CCD ID 16 sind dabei wichtige Hinweise auf die getauschte beziehungsweise überarbeitete Sensorgeneration.
Gerade weil Leica heute keine defekten CCD-Sensoren dieser Modellgeneration mehr ersetzen kann, sollte dieser Punkt vor dem Kauf nicht einfach mit der Aussage „Sensor ist sauber“ abgehakt werden.
2. Messsucher und Fokussierung
Ebenso wichtig ist ein korrekt justierter Messsucher. Besonders mit lichtstarken 35- oder 50-mm-Objektiven können bereits kleinere Abweichungen sichtbar werden. Deshalb sollte geprüft werden, ob Entfernungsmesser und Objektiv bei unterschiedlichen Distanzen zuverlässig zusammenspielen.
3. Verschluss und Bedienelemente
Verschluss, Zeitenrad, Auslöser, Tasten und Einstellrad sollten zuverlässig funktionieren. Auch der SD-Kartenschacht, Akkuanschluss und die übrigen elektronischen Funktionen gehören zu einer vollständigen Prüfung.
4. Display und Saphirglas
Das Saphirglas gehört zu den besonderen Merkmalen der M9-P und ist ausgesprochen widerstandsfähig. Trotzdem sollte auch das rückwärtige Display auf Funktion und mögliche Beschädigungen kontrolliert werden. Die geringe Auflösung des Displays ist dagegen kein Defekt, sondern entspricht schlicht dem technischen Stand dieser Kamerageneration.
5. Gehäusezustand und Zubehör
Kleine Gebrauchsspuren wären für mich bei einer Kamera dieses Alters kein Ausschlusskriterium. Interessanter sind starke Stoßspuren, beschädigte Schrauben, ein auffälliges Bajonett oder andere Hinweise auf unsachgemäße Behandlung.
Bei besonders gut erhaltenen oder sammelwürdigen Exemplaren können zudem Originalkarton, Ladegerät, Zubehör, Kaufbelege und Serviceunterlagen den Wert beeinflussen.
6. Auslösungen richtig einordnen
Eine möglichst niedrige Auslösungszahl klingt zunächst attraktiv, sollte aber nicht isoliert betrachtet werden. Ich würde eine nachvollziehbar gewartete und technisch einwandfreie M9-P mit etwas höherer Nutzung jederzeit einer vermeintlich kaum benutzten Kamera mit ungeklärter Sensor- und Servicehistorie vorziehen.
Meine Priorität beim Kauf: Sensorhistorie und Sensorzustand, ein korrekt arbeitender Messsucher und die technische Gesamtfunktion stehen für mich an erster Stelle. Erst danach kommen Auslösungszahl, kosmetischer Zustand und vollständiges Zubehör.
Die Leica M9-P ist in schwarzem Lack (black paint) oder in chrome, wie hier oben abgebildet, auf dem Markt zu bekommen. Es gibt vereinzelt titanisierte Stücke, aber sehr selten. Auch heute im Jahr 2026 bezaubert die M9-P Fotografen weltweit wegen ihres ganz speziellen „Leica Looks“. Ich habe das Glück zwei davon in meiner Sammlung zu haben. Fotos dazu weiter unten.
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Die Leica M9-P gehört für mich zu den elegantesten digitalen Messsucherkameras, die Leica gebaut hat. Technisch basiert sie weitgehend auf der Leica M9 – ihr besonderer Reiz liegt deshalb nicht in einer völlig neuen Kamerageneration, sondern in einer bewusst zurückhaltenden Interpretation der digitalen M.
Leica verzichtete bei der M9-P auf den roten Leica Punkt und die M9-Bezeichnung auf der Vorderseite. Stattdessen trägt die Deckkappe den klassischen Leica-Schriftzug. Hinzu kommen ein besonders widerstandsfähiges Saphirglas vor dem Display und eine andere Belederung. Das Ergebnis ist eine M9, die äußerlich noch stärker an klassische analoge Leica-M-Kameras erinnert.

Was macht die Leica M9-P besonders?
Vorgestellt wurde die M9-P im Jahr 2011 als besonders diskrete Variante der M9. Das „P“ steht bei Leica traditionell für „Professional“. Anders als der Name zunächst vermuten lässt, erhielt die Kamera jedoch keinen leistungsfähigeren Sensor oder schnelleren Prozessor.
Im Inneren arbeitet derselbe für die M9 charakteristische 18-Megapixel-Kodak-CCD-Vollformatsensor. Auch Messsucher, Verschluss und das grundlegende Bedienkonzept entsprechen weitgehend der M9. Wer sich für eine M9-P entscheidet, tut dies daher vor allem wegen ihrer besonderen Ausführung – und wegen genau jenes CCD-Sensors, der die erste digitale Vollformat-M heute so interessant macht.
Diskreter als die Leica M9
Der Verzicht auf den roten Punkt verändert die Wirkung der Kamera stärker, als es auf dem Papier erscheinen mag. Von vorne wirkt die M9-P wesentlich zurückhaltender. Zusammen mit dem eingravierten Leica-Schriftzug auf der Deckkappe entsteht eine Gestaltung, die sich bewusst an der Tradition klassischer M-Kameras orientiert.
Gerade diese Kombination gefällt mir an der M9-P besonders gut: Im Inneren steckt die digitale Technik der M9, äußerlich wirkt die Kamera jedoch ausgesprochen klassisch.
Meine Einschätzung: Die M9-P sollte man nicht als technisch bessere M9 betrachten. Ihr besonderer Reiz entsteht durch die seltenere, zurückhaltendere Ausführung in Verbindung mit dem Kodak-CCD-Sensor. Wer genau diese Kombination sucht, bekommt eine der charakteristischsten digitalen Leica M Kameras.
Wer zunächst die gesamte M9-Baureihe, den Kodak-CCD-Sensor und die Geschichte der ersten digitalen Vollformat-M kennenlernen möchte, findet diese Themen ausführlich auf meiner Leica-M9-Übersichtsseite . Hier konzentriere ich mich dagegen gezielt auf die Leica M9-P und ihre Besonderheiten.
Leica M9-P vs. M9 – was sind die Unterschiede?
Technisch liegen Leica M9-P und Leica M9 sehr nah beieinander. Beide Kameras verwenden den 18-Megapixel-Kodak-CCD-Sensor im Kleinbildformat und bieten grundsätzlich die gleiche fotografische Basis. Die M9-P ist deshalb keine leistungsstärkere M9, sondern eine hochwertiger und zurückhaltender ausgeführte Variante.
Die wichtigsten Unterschiede erkennt man bereits beim direkten Vergleich: Die M9 trägt auf der Vorderseite den roten Leica Punkt und die Modellbezeichnung M9. Bei der M9-P verzichtet Leica auf beides. Stattdessen befindet sich der klassische Leica-Schriftzug auf der Deckkappe.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
| Merkmal | Leica M9 | Leica M9-P |
|---|---|---|
| Sensor | 18 MP Kodak CCD | 18 MP Kodak CCD |
| Roter Leica Punkt | Ja | Nein |
| Modellbezeichnung auf der Front | M9 | Keine |
| Deckkappe | Schlicht ausgeführt | Klassischer Leica-Schriftzug |
| Displayabdeckung | Standard-Deckglas | Kratzfestes Saphirglas |
| Belederung | Standardausführung | Vulkanitartige Belederung |
| Auflösung | 18 Megapixel | 18 Megapixel |
Ist die M9-P technisch besser als die M9?
Bei der eigentlichen Bildaufnahme lautet die Antwort: nein. Die M9-P erhielt keinen neuen Sensor und erzeugt nicht grundsätzlich eine andere Bildqualität als eine technisch vergleichbare M9. Gerade deshalb sollte man beim Gebrauchtkauf nicht erwarten, mit dem Aufpreis für eine M9-P automatisch eine bessere Bildqualität zu erhalten.
Der Mehrwert liegt vielmehr in der Ausführung. Besonders das Saphirglas vor dem rückwärtigen Display ist im Alltag ein praktischer Unterschied. Dazu kommen die andere Belederung und das bewusst diskrete Erscheinungsbild ohne auffälliges Leica Logo auf der Vorderseite.
Warum ist die M9-P trotzdem so interessant?
Für mich liegt der Reiz genau in dieser Kombination. Die M9-P besitzt den charakteristischen CCD-Sensor der M9, wirkt äußerlich aber noch stärker wie eine klassische Leica M. Besonders in Silber erinnert ihre zurückhaltende Gestaltung an die Tradition analoger Messsucherkameras.
Heute kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die M9-P wurde in deutlich geringerer Stückzahl angeboten als die normale M9 und begegnet einem auf dem Gebrauchtmarkt entsprechend seltener. Für Liebhaber der digitalen CCD-Generation kann deshalb nicht nur der technische Zustand, sondern auch die besondere Ausführung der Kamera eine Rolle spielen.
Kurz gesagt: Wer ausschließlich die charakteristische Bildwirkung des Kodak-CCD-Sensors sucht, muss nicht zwingend zur M9-P greifen. Wer dagegen genau diesen Sensor mit der diskreteren Gestaltung, Saphirglas und dem klassischen Leica-Schriftzug verbinden möchte, findet in der M9-P die exklusivere Variante der M9.

Bedienungsanleitung: Die originale deutsche Anleitung für Leica M9 und M9-P können Sie hier als PDF herunterladen: Leica M9 / M9-P Bedienungsanleitung (PDF) .
Kodak CCD: der besondere Leica Look der M9-P
Für mich liegt der eigentliche Reiz der Leica M9-P nicht in technischen Daten, sondern in den Bildern, die mit ihr entstehen. Ich habe viele Jahre mit der M9-P fotografiert und mag die Wirkung ihrer Aufnahmen bis heute. Deshalb wird die Kamera bei mir auch heute noch immer wieder aus der Vitrine geholt und tatsächlich benutzt.
Im Zentrum steht der 18-Megapixel-Kodak-CCD-Sensor, den die M9-P mit der Leica M9 teilt. Gerade bei gutem Licht entstehen für meinen Geschmack Bilder mit kräftigen Farben, schönen Tonwerten und einer sehr plastischen Wirkung. Das ist ein Teil dessen, was häufig als der besondere Leica Look der M9 und M9-P beschrieben wird.
Dabei sollte man diesen Eindruck nicht allein dem Sensor zuschreiben. Das verwendete Leica M Objektiv, Licht, Blende, Belichtung und natürlich die fotografische Gestaltung haben einen ebenso großen Einfluss. Entscheidend ist am Ende das Zusammenspiel – und genau dieses Zusammenspiel gefällt mir bei der M9-P besonders.

Farben, Kontrast und räumliche Wirkung
Besonders bei Tageslicht mag ich die Farbwiedergabe der M9-P. Die Bilder können kräftig wirken, ohne dass für mich der natürliche Eindruck der Szene verloren geht. Gleichzeitig entsteht häufig eine ausgeprägte Trennung zwischen Motiv, Vordergrund und Hintergrund.
Das Fahrradfoto ist dafür ein gutes Beispiel. Helles Sonnenlicht, tiefer Schatten, die gedeckten Farben des Fahrrads und der rote Wagen im Hintergrund ergeben zusammen ein Bild, das trotz der unterschiedlichen Helligkeitsbereiche sehr plastisch wirkt.

Der Leica Look entsteht auch durch das Objektiv
Gerade Aufnahmen mit offener Blende zeigen, warum ich beim Begriff „Leica Look“ nicht ausschließlich vom Sensor sprechen möchte. Die Zeichnung eines Leica M Objektivs und die Art, wie Schärfe und Unschärfe ineinander übergehen, prägen die Bildwirkung mindestens ebenso stark.
Beim Foto des Geländers liegt die Schärfe sehr gezielt auf dem vorderen Element. Dahinter löst sich die Szene zunehmend auf. Zusammen mit den kräftigen Grüntönen entsteht genau die Art von Bildwirkung, die ich an der Kombination aus M9-P und Leica M Objektiven bis heute schätze.

Die M9-P im fotografischen Alltag
Die M9-P war für mich nie nur eine Kamera für sorgfältig geplante Motive. Gerade einfache Alltagsszenen machen einen großen Teil ihres Reizes aus. Messsucher, manuelle Fokussierung und die Beschränkung auf das Wesentliche führen zu einer anderen Art des Fotografierens als bei modernen Kameras mit Autofokus und elektronischem Sucher.
Das Foto vor dem Optikergeschäft ist dafür typisch: keine inszenierte Aufnahme, sondern eine alltägliche Situation, bei der Motiv, Umgebungslicht und Farben zusammen das Bild ergeben.

Kräftige Farben bei natürlichem Licht
Bei diesem Gartenmotiv wird besonders deutlich, was mir an der Farbwiedergabe gefällt. Grün, Rot- und Orangetöne sind klar voneinander getrennt, während der Hintergrund weich zurücktritt. Gerade solche Motive bei gutem Tageslicht gehören für mich zu den Situationen, in denen die M9-P ihren besonderen Charakter zeigt.

Nicht nur eine Schönwetterkamera
Natürlich ist die M9-P nach heutigen Maßstäben keine High-ISO-Spezialistin. Trotzdem habe ich sie auch unter deutlich schwierigeren Lichtbedingungen eingesetzt. Die Aufnahme im Supermarkt entstand beispielsweise aus der Hand bei 1/8 Sekunde.
Gerade solche Bilder gehören für mich zur Erfahrung mit dieser Kamera. Man arbeitet bewusster, hält die Kamera ruhig und akzeptiert auch ihre technischen Grenzen. Die M9-P nimmt dem Fotografen weniger Arbeit ab als eine moderne digitale M – und genau das kann einen Teil ihres Reizes ausmachen.
Mein persönlicher Eindruck: Wenn ich vom Leica Look der M9-P spreche, meine ich nicht einen einzelnen technischen Effekt. Es ist für mich die Kombination aus Kodak-CCD-Sensor, Leica M Objektiven, Farben, Kontrast, Schärfeverlauf und der bewussten Art des Fotografierens. Genau deshalb fotografiere ich auch heute noch gern mit der M9-P.
Meine Erfahrungen mit der Leica M9-P
Ich habe selbst viele Jahre mit der Leica M9-P fotografiert. Später wechselte ich zur Leica M240, die technisch in vielen Bereichen moderner und komfortabler war. Trotzdem ist die M9-P für mich nie einfach zu einer alten Digitalkamera geworden.
Bis heute gehört sie zu den Leica Kameras, die ich immer wieder gern aus der Vitrine nehme. Der Grund dafür ist weniger Nostalgie als die besondere Art, mit dieser Kamera zu fotografieren – und natürlich die Bildwirkung, die ich bereits im vorherigen Kapitel anhand meiner eigenen Aufnahmen gezeigt habe.
Fotografieren ohne technischen Überfluss
Verglichen mit einer aktuellen digitalen Leica M wirkt die M9-P heute ausgesprochen reduziert. Es gibt keinen elektronischen Sucher, keinen Autofokus, kein modernes hochauflösendes Display und keine Vielzahl elektronischer Hilfen. Fokussiert wird über den klassischen Messsucher, und die Kontrolle der Aufnahme auf dem rückwärtigen Display ist nach heutigen Maßstäben eher rudimentär.
Mich stört das bei dieser Kamera kaum. Im Gegenteil: Bei der M9-P konzentriere ich mich stärker auf Motiv, Entfernung, Blende, Belichtung und den richtigen Moment. Das Display dient eher der kurzen Kontrolle – die eigentliche Beurteilung der Aufnahme erfolgt später am Rechner.
Haptik und Bedienung
Die M9-P liegt für mich sehr angenehm und sicher in der Hand. Die strukturierte Belederung trägt dazu ebenso bei wie das kompakte Gehäuse und die für eine Leica M typische Anordnung der Bedienelemente. Wer bereits mit einer analogen M oder einer frühen digitalen M gearbeitet hat, findet sich sehr schnell zurecht.
Auch der optische Messsucher gehört für mich zum Charakter dieser Kamera. Man betrachtet die Szene nicht über ein elektronisch erzeugtes Bild, sondern unmittelbar durch den Sucher. Das ist technisch weniger komfortabel als bei vielen modernen Kameras, fotografisch aber eine Erfahrung, die ich weiterhin sehr schätze.
Wo man ihr Alter deutlich merkt
Man sollte die M9-P heute trotzdem nicht verklären. Besonders das 2,5-Zoll-Display mit 230.000 Bildpunkten wirkt aus heutiger Sicht sehr einfach. Auch Geschwindigkeit, Serienbildfunktion und hohe ISO-Werte können mit modernen Digitalkameras nicht mithalten.
Wer eine M9-P kauft und den Komfort einer aktuellen Leica M erwartet, wird deshalb wahrscheinlich enttäuscht. Wer dagegen bewusst eine frühe digitale Messsucherkamera mit klassischer Bedienung und dem Kodak-CCD-Sensor sucht, wird diese Einschränkungen vermutlich ganz anders bewerten.
Mein persönliches Fazit nach vielen Jahren: Technisch ist die Leica M9-P längst überholt. Fotografisch ist sie für mich deshalb noch lange nicht uninteressant. Ich besitze sie bis heute und fotografiere weiterhin gelegentlich mit ihr – gerade weil sie sich so deutlich von einer modernen Digitalkamera unterscheidet.
Leica M9-P mit verschiedenen Leica M Objektiven
Ein großer Reiz der Leica M9-P liegt für mich darin, dass sich an ihr Objektive aus ganz unterschiedlichen Leica-Epochen verwenden lassen. Moderne lichtstarke M Objektive funktionieren ebenso wie kleine klassische Konstruktionen, die ursprünglich für analoge Leica Kameras entwickelt wurden.
Gerade an der M9-P gefällt mir diese Verbindung besonders: digitaler Kodak-CCD-Sensor, klassischer Messsucher und freie Wahl aus Jahrzehnten Leica M Objektivgeschichte. Die folgenden Kombinationen stammen aus meiner eigenen Sammlung und zeigen, wie unterschiedlich eine M9-P bestückt werden kann.
Leica M9-P mit Summilux-M 35 mm ASPH.

Ein 35-mm-Objektiv ist für mich eine besonders stimmige Ergänzung zur M9-P. Mit dem lichtstarken Summilux-M 35 mm ASPH. entsteht eine vielseitige Kombination für Reportage, Street, Reise und Situationen mit wenig Licht. Gleichzeitig bleibt die Kamera trotz der hohen Lichtstärke noch angenehm kompakt.
Leica M9-P mit versenkbarem Summicron 50 mm

Einen völlig anderen Charakter bekommt die M9-P mit einem klassischen versenkbaren Summicron 50 mm. Gerade solche historischen Objektive zeigen für mich sehr schön, was das Leica M System auszeichnet: Ein Objektiv aus einer deutlich früheren Epoche lässt sich an einer digitalen Vollformat-M verwenden und eröffnet damit eine interessante Verbindung zwischen analoger Leica Tradition und digitaler Fotografie.
Leica M9-P mit Summicron 35 mm „King of Bokeh“

Eine meiner Lieblingskombinationen ist die M9-P mit dem Summicron-M 35 mm 1:2, Art.-Nr. 11310, das häufig unter dem Beinamen „King of Bokeh“ bekannt ist. Das kompakte 35-mm-Objektiv passt hervorragend zum Gehäuse der M9-P und ergibt eine klassische Kombination für den fotografischen Alltag.
Leica M9-P mit Summaron 35 mm

Noch stärker in Richtung einer klassischen analogen M geht die Kombination mit einem Summaron 35 mm. Das kleine Objektiv hält die gesamte Kamera ausgesprochen kompakt und unterstreicht optisch den zurückhaltenden Charakter der M9-P.
Die M9-P als echtes Leica M System

Ohne Objektiv wird noch einmal deutlich, was die M9-P grundsätzlich von einer Kompaktkamera unterscheidet: Sie ist Teil des Leica M Systems. Gerade die Möglichkeit, sehr unterschiedliche Objektivgenerationen an demselben Gehäuse zu verwenden, macht für mich einen wesentlichen Teil der Faszination aus.
Meine bevorzugte Kombination: Besonders gern verwende ich die M9-P mit einem kompakten 35-mm-Objektiv. Damit bleibt die Kamera klein und unauffällig, während 35 mm für mich eine sehr vielseitige Brennweite für Alltag, Street und Reportage sind.
Leica M9-P Sensor prüfen – CCD ID 15, CCD ID 16 und Korrosion
Beim Kauf einer gebrauchten Leica M9-P ist der Zustand des CCD-Sensors einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Die frühen M9-Sensoren sind für eine Korrosionsproblematik bekannt, die sich beispielsweise durch Flecken oder auffällige Strukturen im Bild zeigen kann.
Deshalb sollte bei einer M9-P nicht nur geprüft werden, ob der Sensor aktuell sauber aussieht. Entscheidend ist auch, welche Sensorgeneration tatsächlich in der Kamera verbaut ist.
CCD ID 15 und CCD ID 16 – getauschte Sensoren bei M9 und M9-P
Bei Leica M9 und M9-P lassen sich im internen Service-Menü Informationen zur verbauten Sensorgeneration auslesen. Für die fachliche Prüfung sind insbesondere die Kennungen CCD ID 15 und CCD ID 16 relevant. Diese stehen für die später getauschten beziehungsweise überarbeiteten Sensoren.
Das Service-Menü ist kein normales Benutzer-Menü. Die Auswertung sollte von jemandem vorgenommen werden, der mit der Leica M9 Generation und diesen Serviceinformationen vertraut ist. Eine Anleitung zum Aufrufen dieses internen Menüs veröffentliche ich hier bewusst nicht.

Warum ist der Sensorstatus heute besonders wichtig?
Das Thema hat heute eine zusätzliche Bedeutung, weil Leica selbst keine neuen CCD-Ersatzsensoren für die M9-Modellgeneration mehr liefern kann. Leica weist aktuell ausdrücklich darauf hin, dass die Produktion dieser CCD-Sensoren eingestellt wurde und defekte Sensoren nicht mehr ersetzt werden können.
Andere Reparaturen an der M9-Modellgeneration sind laut Leica weiterhin grundsätzlich möglich. Ein defekter CCD-Sensor ist jedoch inzwischen ein deutlich schwerwiegenderes Problem als zu der Zeit, als noch Ersatzsensoren verfügbar waren.
Reicht ein sauberes Testbild aus?
Nein. Ein sauberes Testbild ist wichtig, ersetzt für mich aber nicht die Prüfung der Sensorgeneration. Eine Kamera kann im Moment optisch unauffällig erscheinen, obwohl nicht automatisch klar ist, welcher Sensor verbaut wurde.
Bei einem hochwertigen gebrauchten Exemplar würde ich deshalb immer beides prüfen:
- den tatsächlichen Bildsensor auf sichtbare Auffälligkeiten,
- und – wenn möglich – die Sensorkennung im Service-Menü.
Was bedeutet das für den Gebrauchtkauf?
Bei einer Leica M9-P würde ich ein Exemplar mit nachvollziehbar getauschtem Sensor klar bevorzugen. Gerade bei Kameras mit CCD ID 15 oder CCD ID 16 lässt sich die verbaute Sensorgeneration fachlich besser einordnen.
Wichtig bleibt trotzdem der Gesamtzustand. Auch eine Kamera mit getauschtem Sensor sollte hinsichtlich Messsucher, Verschluss, Bedienelementen, Display, Bajonett und allgemeiner Funktion sorgfältig geprüft werden.
Mein Rat: Bei einer gebrauchten Leica M9-P ist der Sensorstatus heute ein kaufentscheidender Punkt. Ich würde mich nicht allein auf die Aussage „Sensor sieht gut aus“ verlassen, sondern – wenn möglich – die Sensorgeneration fachgerecht prüfen lassen.
Hinweis zur Leica M Monochrom: Bei der ersten Leica M Monochrom werden für getauschte Sensoren andere CCD-Kennungen verwendet. Dazu zählen unter anderem CCD ID 25, CCD ID 26 und CCD ID 52. Dieses Thema behandle ich in meinem ausführlichen Porträt der Leica M Monochrom CCD.
Für wen lohnt sich die Leica M9-P heute?
Eine Leica M9-P kauft man heute aus meiner Sicht nicht, weil man möglichst viel moderne Kameratechnik für sein Geld bekommen möchte. Dafür gibt es längst schnellere und komfortablere Kameras. Interessant ist die M9-P vielmehr für Fotografen und Leica Liebhaber, die ganz bewusst genau diese Generation der digitalen M suchen.
Für Liebhaber des Kodak-CCD-Sensors
Wer die Bildwirkung der M9-Generation schätzt, findet in der M9-P dieselbe fotografische Basis wie in der Leica M9: den 18-Megapixel-Kodak-CCD-Sensor im Kleinbildformat. Meine eigenen Aufnahmen weiter oben zeigen, warum ich persönlich diese Bildwirkung auch heute noch gern mag.
Für Fotografen, die eine klassische digitale M suchen
Die M9-P ist eine sehr reduzierte Digitalkamera. Fotografiert wird über den optischen Messsucher, fokussiert wird manuell und das rückwärtige Display spielt beim eigentlichen Fotografieren nur eine untergeordnete Rolle.
Wer genau diese Konzentration auf Blende, Entfernung, Belichtung, Bildausschnitt und richtigen Moment sucht, kann an einer M9-P auch heute noch sehr viel Freude haben.
Für Liebhaber klassischer Leica M Objektive
Besonders reizvoll finde ich die M9-P in Verbindung mit älteren Leica M Objektiven. Ein versenkbares Summicron 50 mm, ein klassisches Summaron 35 mm oder das Summicron-M 35 mm 11310 „King of Bokeh“ verleihen der Kamera jeweils einen ganz eigenen Charakter.
Natürlich lassen sich ebenso moderne M Objektive verwenden. Gerade diese große Auswahl aus unterschiedlichen Objektivgenerationen macht das Leica M System für mich so interessant.
Für Sammler und Liebhaber besonderer Leica M Modelle
Auch unabhängig vom Fotografieren besitzt die M9-P einen besonderen Reiz. Die reduzierte Front ohne roten Leica Punkt, der klassische Leica-Schriftzug auf der Deckkappe, das Saphirglas und die vulkanitartige Belederung unterscheiden sie sichtbar von der normalen M9.
Ein besonders gut erhaltenes Exemplar mit nachvollziehbarer Historie, getauschtem Sensor und möglichst vollständigem Zubehör kann deshalb sowohl als Kamera als auch für eine Leica Sammlung interessant sein.
Für wen würde ich die M9-P eher nicht empfehlen?
Wer einen schnellen Autofokus, hohe ISO-Leistung, ein modernes Display, Video, elektronische Sucherhilfen oder umfangreiche digitale Komfortfunktionen erwartet, wird mit einer M9-P nicht glücklich werden. Auch wer seine Bilder regelmäßig direkt auf dem Kameradisplay beurteilen möchte, muss bei diesem Modell deutliche Einschränkungen akzeptieren.
Hinzu kommt das Alter der Kameras. Eine M9-P sollte deshalb nicht unkritisch gekauft werden. Besonders der Sensorstatus und die technische Gesamtfunktion müssen vor dem Kauf sorgfältig geprüft sein.
Meine Einschätzung: Die Leica M9-P ist heute keine vernünftige Wahl für jeden Fotografen – und genau das macht sie interessant. Wer bewusst den Kodak-CCD-Look, das klassische Messsucherprinzip und die besonders diskrete Ausführung der M9-P sucht, bekommt eine digitale Leica mit einem Charakter, den aktuelle Kameras so nicht mehr bieten.
Leica M9-P – technische Daten im Überblick
Technisch basiert die Leica M9-P weitgehend auf der Leica M9. Herzstück ist der 18-Megapixel-Kodak-CCD-Sensor im Kleinbildformat. Die folgende Übersicht enthält bewusst nur die Daten, die ich für die Einordnung der Kamera heute für relevant halte.
| Kameratyp | Digitale Messsucher-Systemkamera |
| Sensor | Kodak CCD, Kleinbildformat 36 × 24 mm |
| Auflösung | 18 Megapixel effektiv |
| Objektivanschluss | Leica M Bajonett |
| Sucher | Optischer Messsucher |
| Monitor | 2,5 Zoll TFT-LCD, 230.000 Bildpunkte, Saphirglas |
| ISO-Bereich | ISO 80 bis 2.500 |
| Verschlusszeiten | 32 s bis 1/4.000 s, zusätzlich Bulb |
| Dateiformate | DNG (RAW) und JPEG |
| Speicher | SD-/SDHC-Speicherkarte |
| Abmessungen | ca. 139 × 80 × 37 mm |
| Gewicht | ca. 600 g ohne Objektiv |
| Markteinführung | 2011 |
| Ausführungen | Schwarz lackiert und silbern verchromt |
Auf dem Papier wirken einige dieser Werte heute bescheiden – insbesondere Displayauflösung, ISO-Bereich und Geschwindigkeit. Für mich sollte man eine M9-P aber ohnehin nicht nach denselben Kriterien beurteilen wie eine aktuelle Digitalkamera. Ihre Besonderheit liegt in der Verbindung aus Kodak-CCD-Sensor, optischem Messsucher und klassischem Leica M Bedienkonzept.
Mein Fazit zur Leica M9-P
Die Leica M9-P ist aus heutiger Sicht eine technisch alte Digitalkamera. Ihr Display ist klein und niedrig aufgelöst, hohe ISO-Werte gehören nicht zu ihren Stärken und viele Funktionen moderner Kameras sucht man vergeblich. Wer Kameras hauptsächlich anhand ihrer technischen Daten vergleicht, wird deshalb kaum bei einer M9-P landen.
Für mich liegt ihre Faszination an einer ganz anderen Stelle. Die M9-P verbindet den Kodak-CCD-Vollformatsensor der M9 mit einem besonders zurückhaltenden Leica M Gehäuse. Kein roter Punkt auf der Vorderseite, kein M9-Schriftzug, dafür die klassische Leica-Gravur, Saphirglas und eine Gestaltung, die auch viele Jahre nach ihrer Vorstellung ausgesprochen zeitlos wirkt.
Warum ich meine M9-P bis heute behalten habe
Ich habe viele Jahre mit der M9-P fotografiert und bin später auf modernere Leica M Kameras umgestiegen. Trotzdem befindet sich die M9-P noch immer in meiner Sammlung – und sie wird nicht nur angesehen. Ich nehme sie auch heute gelegentlich aus der Vitrine und fotografiere mit ihr.
Die eigenen Aufnahmen auf dieser Seite zeigen einen wesentlichen Grund dafür. Ich mag die Bildwirkung dieser Kamerageneration bis heute. Gleichzeitig gefällt mir die Art des Fotografierens: manuelle Fokussierung, optischer Messsucher und Konzentration auf wenige wesentliche Einstellungen.
M9 oder M9-P?
Wer ausschließlich wegen des Kodak-CCD-Sensors in diese Kamerageneration einsteigen möchte, braucht nicht zwingend eine M9-P. Die Leica M9 bietet grundsätzlich dieselbe fotografische Basis.
Wer dagegen zusätzlich Wert auf die diskretere Gestaltung, das Saphirglas und die besondere Ausführung der P-Version legt, für den ist die M9-P aus meiner Sicht die reizvollere Kamera. Genau diese Unterschiede erklären auch, warum gut erhaltene Exemplare bei Leica Liebhabern und Sammlern besonders gesucht sind.
Der Sensor entscheidet beim Kauf mit
Bei aller Begeisterung würde ich heute keine M9-P allein aufgrund ihres optischen Zustands kaufen. Der CCD-Sensor und seine Historie gehören für mich zu den entscheidenden Kriterien. Ein fachgerecht geprüftes Exemplar mit nachvollziehbarer Sensorhistorie ist wesentlich interessanter als eine äußerlich perfekte Kamera, bei der diese Frage ungeklärt bleibt.
Meine persönliche Bewertung: Die Leica M9-P ist nicht deshalb faszinierend, weil sie mit modernen Kameras technisch mithalten könnte. Sie ist faszinierend, weil sie etwas anderes bietet: einen charakteristischen CCD-Bildlook, ein klassisches Messsuchererlebnis und eine der für mich schönsten und diskretesten Ausführungen der digitalen Leica M.
Wer sich grundsätzlich mit der gesamten CCD-Modellfamilie beschäftigen und M9, M9-P und M Monochrom miteinander vergleichen möchte, findet weitere Informationen in meinem ausführlichen Leica M9 Ratgeber .
Aktuell verfügbare Kameras aus dieser Modellgeneration finden Sie in meinem Angebot für Leica M9, M9-P und M Monochrom .
Häufige Fragen zur Leica M9-P
Die Leica M9-P verbindet den charakteristischen Kodak-CCD-Sensor der M9 mit einer besonders diskreten und hochwertigen Ausführung. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen zu den Unterschieden gegenüber der Leica M9, zum Sensor, zur Sensor-Korrosion, zu Objektiven und zum Gebrauchtkauf.
1. Was ist das Besondere an der Leica M9-P?
Die Leica M9-P verbindet die Technik der Leica M9 mit einer besonders diskreten Ausführung. Sie verzichtet auf den roten Leica Punkt und die M9-Bezeichnung auf der Vorderseite, besitzt den klassischen Leica-Schriftzug auf der Deckkappe, eine vulkanitartige Belederung und Saphirglas vor dem rückwärtigen Display.
2. Was ist der Unterschied zwischen Leica M9 und M9-P?
Bei Bildaufnahme, Sensor und grundlegender Bedienung sind Leica M9 und M9-P weitgehend identisch. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Ausführung der M9-P: Saphirglas über dem Display, eine diskretere Front ohne roten Leica Punkt und M9-Schriftzug sowie der klassische Leica-Schriftzug auf der Deckkappe.
3. Ist die Leica M9-P besser als die Leica M9?
Nicht hinsichtlich der eigentlichen Bildqualität. Beide Kameras verwenden den 18-Megapixel-Kodak-CCD-Sensor. Die M9-P bietet jedoch die hochwertigere und zurückhaltendere Gehäuseausführung mit Saphirglas. Ob sie deshalb die bessere Wahl ist, hängt von den persönlichen Prioritäten ab.
4. Welchen Sensor hat die Leica M9-P?
Die Leica M9-P besitzt einen Kodak-CCD-Sensor im Kleinbildformat 24 × 36 mm mit 18 Megapixel effektiver Auflösung. Es handelt sich grundsätzlich um dieselbe Sensorplattform wie bei der Leica M9.
5. Was bedeutet CCD ID 15 oder CCD ID 16 bei einer Leica M9-P?
Bei Leica M9 und M9-P weisen CCD ID 15 und CCD ID 16 auf die getauschte beziehungsweise überarbeitete Sensorgeneration hin. Die Kennung lässt sich über das interne Service-Menü fachlich überprüfen. Dieses Service-Menü ist nicht Bestandteil der normalen Benutzerbedienung.
6. Kann der Sensor einer Leica M9-P heute noch von Leica ersetzt werden?
Neue CCD-Ersatzsensoren für diese Modellgeneration stehen bei Leica nicht mehr zur Verfügung. Deshalb ist der Sensorstatus beim Kauf einer gebrauchten M9-P heute besonders wichtig.
7. Wie erkenne ich Sensor-Korrosion bei einer Leica M9-P?
Auffälligkeiten können sich als Flecken oder ungewöhnliche Strukturen in Aufnahmen zeigen. Eine Verschmutzung des Sensors ist jedoch nicht automatisch Korrosion. Für eine zuverlässige Beurteilung sollte der Sensor fachgerecht geprüft und die Sensorhistorie berücksichtigt werden.
8. Lohnt sich eine Leica M9-P heute noch?
Ja, wenn Sie bewusst eine klassische digitale Messsucherkamera mit Kodak-CCD-Sensor und manueller Fokussierung suchen. Wer dagegen modernen Autofokus, hohe ISO-Leistung, Video oder ein hochauflösendes Display erwartet, ist mit einer neueren Kamera besser bedient.
9. Worauf sollte ich beim Kauf einer gebrauchten Leica M9-P achten?
Besonders wichtig sind Sensorstatus und Sensorhistorie, ein korrekt justierter Messsucher, Verschluss und Bedienelemente sowie der technische Gesamtzustand. Bei hochwertigen Exemplaren spielen außerdem Serviceunterlagen, Originalzubehör und nachvollziehbarer Vorbesitz eine Rolle.
10. Welche Objektive passen zur Leica M9-P?
Die M9-P verwendet das Leica M Bajonett und lässt sich mit einer großen Auswahl klassischer und moderner Leica M Objektive kombinieren. Besonders gern verwende ich kompakte 35-mm-Objektive, aber auch 50-mm-Objektive passen hervorragend zum Charakter der Kamera.
11. Hat die Leica M9-P Autofokus?
Nein. Wie bei klassischen Leica M Kameras wird ausschließlich manuell fokussiert. Die Entfernung wird über den optischen Messsucher eingestellt.
12. Ist die Leica M9-P für Sammler interessant?
Ja. Besonders gut erhaltene Exemplare mit nachvollziehbarer Sensorhistorie, vollständigem Zubehör und dokumentiertem Service können für Sammler interessant sein. Hinzu kommt die besondere Ausführung der M9-P mit diskreter Front, Saphirglas und klassischer Deckkappengravur.
Bildnachweis
- Fotos: HKB
- Leica Camera
- Digitalkamera