Eine Leica M6 gebraucht zu kaufen ist für viele Fotografen der Einstieg in die klassische analoge Leica M-Fotografie. Gleichzeitig sind die meisten ursprünglichen M6 heute mehrere Jahrzehnte alt. Ein schönes Gehäuse allein sagt deshalb nur wenig darüber aus, ob eine Kamera technisch wirklich in gutem Zustand ist.

Entscheidend sind vor allem Messsucher, Verschluss, Verschlusstücher, Belichtungsmesser, Filmtransport und der allgemeine mechanische Zustand. Hinzu kommen Unterschiede zwischen M6 Classic, M6 TTL und der seit 2022 wieder produzierten Leica M6.

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren intensiv mit Leica Kameras und habe selbst über Jahrzehnte mit der Leica M6 fotografiert. In dieser Kaufberatung zeige ich Ihnen deshalb nicht nur technische Daten, sondern vor allem, worauf ich bei einer gebrauchten Leica M6 tatsächlich achte.

Leica M6 gebraucht kaufen – analoge Leica M6 mit Objektiv
Leica M6 – beim Gebrauchtkauf sind nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern vor allem der technische Zustand und eine einwandfreie Funktion entscheidend.

Leica M6 gebraucht kaufen: zuerst die richtige Variante wählen

Bevor es um den Zustand einer einzelnen Kamera geht, stellt sich eine grundsätzliche Frage: Welche Leica M6 soll es überhaupt sein? Auf dem Gebrauchtmarkt begegnen Ihnen heute vor allem drei Varianten: die klassische M6, die spätere M6 TTL und zunehmend auch gebrauchte Exemplare der seit 2022 wieder produzierten M6.

Leica M6 Classic (1984–1998)

Die klassische M6 ist für viele die eigentliche Leica M6. Sie verbindet einen mechanischen Verschluss mit einem integrierten TTL-Belichtungsmesser. Die Kamera funktioniert grundsätzlich auch ohne Batterie; lediglich die Belichtungsmessung steht dann nicht zur Verfügung.

Beim Gebrauchtkauf findet man die M6 Classic in unterschiedlichen Ausführungen und Erhaltungszuständen. Neben schwarzen und verchromten Kameras gibt es verschiedene Produktionsperioden, Suchervarianten und zahlreiche Sondermodelle. Entsprechend groß können auch die Preisunterschiede sein.

Leica M6 TTL (1998–2002)

Die M6 TTL unterscheidet sich äußerlich nur wenig von der klassischen M6, besitzt jedoch unter anderem TTL-Blitzbelichtungsmessung und ein größeres Verschlusszeitenrad. Dieses lässt sich mit dem Zeigefinger bedienen, während man durch den Sucher schaut.

Die M6 TTL wurde mit unterschiedlichen Suchervergrößerungen angeboten. Gerade beim Kauf einer gebrauchten M6 TTL sollte deshalb nicht nur auf Farbe und Zustand, sondern auch auf die jeweilige Sucherversion geachtet werden.

Leica M6 seit 2022

Seit 2022 wird die Leica M6 wieder neu produziert. Sie orientiert sich optisch und konzeptionell stark an der klassischen M6, ist jedoch keine technisch identische Neuauflage. Unter anderem wurden Messsucher und einzelne Bauteile gegenüber dem historischen Modell überarbeitet.

Inzwischen werden auch diese jüngeren M6 auf dem Gebrauchtmarkt angeboten. Hier spielen naturgemäß andere Kriterien eine Rolle als bei einer 30 oder 40 Jahre alten M6 Classic – beispielsweise Restgarantie, Kaufdatum, Lieferumfang und der tatsächliche Gebrauchszustand.

Meine Empfehlung: Entscheiden Sie sich nicht allein nach Baujahr oder Aussehen für eine bestimmte M6. Eine technisch sehr gute und nachvollziehbar gewartete klassische M6 kann die bessere Wahl sein als ein äußerlich schöneres Exemplar mit unbekannter Vorgeschichte. Bei einer Kamera, mit der tatsächlich fotografiert werden soll, steht für mich der technische Zustand an erster Stelle.

Eine ausführliche Geschichte der Modelle, technische Unterschiede, Objektivkompatibilität und viele meiner eigenen Aufnahmen mit der M6 finden Sie auch in meinem großen Ratgeber zur Leica M6 .

Gebrauchte Leica M6 prüfen – die 8 entscheidenden Punkte

Bei einer gebrauchten Leica M6 sagt der äußere Zustand allein erstaunlich wenig über die tatsächliche Qualität der Kamera aus. Eine M6 mit sichtbaren Gebrauchsspuren kann technisch hervorragend sein, während ein nahezu neuwertig aussehendes Exemplar nach jahrzehntelanger Lagerung durchaus Wartungsbedarf haben kann.

Wer eine Leica M6 gebraucht kaufen möchte, sollte deshalb vor allem die folgenden Punkte prüfen. Genau diese Bereiche sind auch für mich entscheidend, wenn ich eine gebrauchte M6 beurteile.

1. Messsucher – klar, kontrastreich und korrekt justiert?

Der Messsucher gehört zu den wichtigsten Bauteilen einer Leica M6. Schauen Sie zunächst durch den Sucher: Das Sucherbild sollte möglichst klar und kontrastreich erscheinen. Starke Trübungen, ungewöhnliche Verfärbungen oder andere Auffälligkeiten sollte man genauer untersuchen.

Anschließend wird die Entfernungsmessung geprüft. Beim Fokussieren müssen sich die beiden Bilder im Messfeld sauber zur Deckung bringen lassen. Besonders einfach lässt sich die Justierung zunächst an einem weit entfernten Motiv kontrollieren. Steht das Objektiv auf Unendlich, sollten die Bilder korrekt übereinanderliegen.

Eine fehlerhafte Justierung ist nicht nur ein kosmetisches Problem: Besonders bei lichtstarken Objektiven und offener Blende kann bereits eine kleine Abweichung dazu führen, dass die Schärfe nicht dort liegt, wo sie beim Fotografieren erwartet wurde.

2. Verschlusszeiten prüfen

Die Leica M6 besitzt einen mechanisch gesteuerten Tuchschlitzverschluss. Beim Gebrauchtkauf sollten deshalb möglichst alle Verschlusszeiten überprüft werden – von den langen Zeiten bis zur 1/1000 Sekunde.

Ohne Messgerät lässt sich die absolute Genauigkeit einer Verschlusszeit natürlich nicht zuverlässig bestimmen. Trotzdem kann man bereits beim Auslösen Auffälligkeiten erkennen. Die längeren Zeiten sollten deutlich unterschiedlich ablaufen und der Verschluss sollte gleichmäßig arbeiten. Hängenbleiben, auffällige Verzögerungen oder ein ungleichmäßiger Ablauf sind Hinweise darauf, dass eine Wartung erforderlich sein könnte.

3. Verschlusstücher sorgfältig ansehen

Ein besonders wichtiger Punkt sind die beiden Verschlusstücher. Öffnen Sie die Rückwand und betrachten Sie die Tücher möglichst genau. Sie sollten keine Löcher, Risse oder deutlich beschädigten Stellen aufweisen.

Gerade bei älteren Kameras lohnt sich diese Kontrolle. Beschädigungen können zu Lichteinfall führen und damit später auf dem Film sichtbar werden. Auch deshalb sollte eine M6 nicht nur von außen beurteilt werden.

Gebrauchte Leica M6 bei der Prüfung vor dem Kauf
Eine gebrauchte Leica M6 sollte vor dem Kauf nicht nur optisch, sondern vor allem technisch sorgfältig geprüft werden.

4. Belichtungsmesser kontrollieren

Die Elektronik der klassischen M6 wird für die Belichtungsmessung benötigt. Nach leichtem Druck auf den Auslöser müssen die LEDs im Sucher reagieren. Verändern Sie anschließend Blende oder Verschlusszeit und beobachten Sie, ob die Anzeige entsprechend reagiert.

Für eine wirklich zuverlässige Beurteilung sollte die Messung mit einem bekannten Referenzwert beziehungsweise einem zuverlässigen Belichtungsmesser verglichen werden. Dass die LEDs leuchten, bedeutet noch nicht automatisch, dass die Messung korrekt arbeitet.

5. Filmtransport und Rückspulung

Der Filmtransporthebel sollte sich gleichmäßig betätigen lassen und den Verschluss zuverlässig spannen. Ungewöhnlich schwergängige Bewegungen, ein hakender Transport oder ein unsicheres Einrasten verdienen eine genauere Prüfung.

Ebenso sollte die Rückspulung kontrolliert werden. Bei einer mehrere Jahrzehnte alten mechanischen Kamera ist das Zusammenspiel dieser Komponenten wichtiger als kleine oberflächliche Gebrauchsspuren am Gehäuse.

6. Batteriefach und elektrische Kontakte

Ein Blick in das Batteriefach ist bei jeder gebrauchten M6 sinnvoll. Die Kontakte sollten sauber und frei von deutlichen Korrosionsspuren sein. Ausgelaufene Batterien können Schäden verursachen, die von außen zunächst nicht sichtbar sind.

Setzen Sie für die Funktionsprüfung im Zweifel eine frische geeignete Batterie ein. Funktioniert der Belichtungsmesser trotzdem nicht zuverlässig, sollte die Ursache vor dem Kauf geklärt werden.

7. Gehäusezustand – Gebrauchsspuren sind nicht automatisch schlecht

Kratzer, Abrieb und kleinere Gebrauchsspuren sind bei einer alten Leica M6 zunächst kein technischer Mangel. Viele dieser Kameras wurden über Jahrzehnte tatsächlich benutzt – und genau das darf man ihnen auch ansehen.

Anders bewerte ich deutliche Stoßspuren, Verformungen oder Hinweise auf einen stärkeren Sturz. Besonders im Bereich des Bajonetts, der Gehäusekanten und der Bedienelemente lohnt sich ein genauer Blick. Auch die Bodenplatte und die Rückwand sollten sauber schließen.

Mein Rat: Lassen Sie sich bei einer gebrauchten Leica M6 nicht allein von einem nahezu makellosen Gehäuse überzeugen. Eine Kamera mit ehrlichen Gebrauchsspuren und nachweislich gutem technischen Zustand wäre für mich zum Fotografieren häufig die interessantere Wahl.

8. Wartung und CLA – was wurde tatsächlich gemacht?

Bei Angeboten für gebrauchte Leica M6 liest man häufig Begriffe wie „CLA durchgeführt“, „frisch gewartet“ oder „komplett überholt“. Solche Angaben können wertvoll sein – entscheidend ist aber, was tatsächlich gemacht wurde.

CLA steht üblicherweise für Clean, Lubricate, Adjust, also Reinigen, Schmieren und Justieren. Der Begriff allein sagt jedoch nicht, welche Komponenten geprüft oder welche Teile gegebenenfalls ersetzt wurden.

Fragen Sie deshalb nach Möglichkeit nach einem Beleg: Wer hat die Wartung durchgeführt, wann wurde sie gemacht und welche Arbeiten wurden dabei tatsächlich ausgeführt? Eine nachvollziehbare Wartungshistorie ist bei einer älteren M6 wesentlich aussagekräftiger als die bloße Formulierung „CLA“ in einer Verkaufsanzeige.

Leica M6 Checkliste für den Gebrauchtkauf

  • Messsucher klar und kontrastreich?
  • Entfernungsmesser korrekt justiert?
  • Alle Verschlusszeiten ohne erkennbare Auffälligkeiten?
  • Verschlusstücher ohne Löcher oder Beschädigungen?
  • Belichtungsmesser funktionsfähig und plausibel?
  • Filmtransport und Rückspulung leichtgängig?
  • Batteriefach und Kontakte sauber und korrosionsfrei?
  • Keine problematischen Stoß- oder Sturzschäden?
  • Bajonett und Bedienelemente in Ordnung?
  • Wartungen oder Reparaturen nachvollziehbar dokumentiert?

Diese Punkte lassen sich zum Teil selbst überprüfen. Eine vollständige technische Beurteilung – insbesondere die exakte Kontrolle der Verschlusszeiten und der Justierung – erfordert jedoch entsprechende Erfahrung und teilweise Messgeräte.

Leica M6 Sucher: 0,58, 0,72 oder 0,85 – welcher ist der richtige?

Beim Kauf einer gebrauchten Leica M6 wird die Suchervergrößerung häufig übersehen. Dabei kann sie entscheidend dafür sein, wie angenehm sich die Kamera mit den bevorzugten Brennweiten fotografieren lässt.

Die klassische Suchervergrößerung der Leica M6 ist 0,72×. Bei späteren M6-Ausführungen beziehungsweise der M6 TTL findet man außerdem Sucher mit 0,58× und 0,85×. Diese Varianten unterscheiden sich nicht nur in der Vergrößerung, sondern auch darin, welche Brennweiten sich besonders komfortabel überblicken und fokussieren lassen.

0,72× – der klassische Allround-Sucher

Der 0,72-fache Sucher ist die verbreitetste und für viele Fotografen vielseitigste Variante. Er bietet einen guten Kompromiss für klassische Leica-M-Brennweiten und ist besonders interessant, wenn unterschiedliche Objektive an derselben Kamera verwendet werden sollen.

Wer beispielsweise mit 35 mm und 50 mm fotografiert, ist mit dem 0,72-Sucher in der Regel sehr gut aufgehoben. Für den Gebrauchtkauf ist er deshalb meine unkomplizierteste Empfehlung, wenn noch keine sehr speziellen Anforderungen bestehen.

0,58× – interessant für Weitwinkel und Brillenträger

Der 0,58-fache Sucher zeigt ein größeres Bildfeld und erleichtert damit insbesondere die Arbeit mit kürzeren Brennweiten. Auch für Brillenträger kann er interessant sein, weil sich die äußeren Leuchtrahmen leichter überblicken lassen.

Wer überwiegend mit 28 mm oder 35 mm fotografiert, sollte diese Variante deshalb durchaus in Betracht ziehen. Für längere Brennweiten ist die geringere Suchervergrößerung dagegen weniger vorteilhaft, weil das Messfeld entsprechend kleiner erscheint.

0,85× – für 50 mm und längere Brennweiten

Der 0,85-fache Sucher vergrößert das Sucherbild stärker. Das erleichtert die präzise Entfernungseinstellung und ist besonders bei 50 mm, 75 mm und 90 mm interessant.

Wer gerne mit lichtstarken Objektiven und geringer Schärfentiefe arbeitet, kann von der höheren Suchervergrößerung ebenfalls profitieren. Für ausgeprägte Weitwinkelfotografie ist diese Variante dagegen weniger komfortabel.

Meine Empfehlung: Für die meisten Fotografen ist der 0,72-Sucher die vielseitigste Wahl. Wer überwiegend mit Weitwinkel fotografiert oder eine Brille trägt, sollte sich den 0,58-Sucher ansehen. Bei einer Vorliebe für 50 mm und längere Brennweiten kann der 0,85-Sucher besonders interessant sein.

Typische Mängel einer gebrauchten Leica M6

Eine Leica M6 ist grundsätzlich eine robuste Kamera. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass Exemplare der ersten Produktionsjahre inzwischen mehr als 40 Jahre alt sind. Bestimmte Auffälligkeiten begegnen einem deshalb beim Gebrauchtkauf immer wieder.

Trüber oder kontrastarmer Sucher

Ein klarer Messsucher ist für das präzise Fokussieren entscheidend. Trübungen, ein deutlich kontrastärmeres Messfeld oder andere Auffälligkeiten sollte man deshalb nicht einfach als normale Gebrauchsspuren abtun.

Dejustierter Entfernungsmesser

Stimmen Sucherbild und tatsächliche Entfernung nicht mehr exakt überein, kann die Schärfe später auf dem Film an der falschen Stelle liegen. Besonders auffällig wird dies bei lichtstarken Objektiven und Nahaufnahmen mit geringer Schärfentiefe.

Unregelmäßig laufende Verschlusszeiten

Eine lange unbenutzte Kamera ist nicht automatisch eine technisch gute Kamera. Schmierstoffe altern und mechanische Einstellungen können sich verändern. Auffällige oder ungleichmäßig laufende Verschlusszeiten sind deshalb ein wichtiger Hinweis auf möglichen Wartungsbedarf.

Beschädigte Verschlusstücher

Die Verschlusstücher sollten frei von Löchern und mechanischen Beschädigungen sein. Selbst kleine problematische Stellen können zu Lichteinfall führen und sich später auf dem Film bemerkbar machen.

Probleme mit dem Belichtungsmesser

Der Verschluss der klassischen M6 funktioniert mechanisch, der Belichtungsmesser jedoch elektronisch. Funktioniert die Anzeige nicht, reagiert sie unplausibel oder weicht die Messung deutlich ab, sollte die Ursache vor dem Kauf geklärt werden.

Korrosion im Batteriefach

Alte oder ausgelaufene Batterien können Kontakte und weitere Bauteile beschädigen. Deshalb gehört der Blick in das Batteriefach für mich zu jeder Prüfung einer gebrauchten M6.

Stoß- und Sturzschäden

Normale Patina ist etwas anderes als ein Sturzschaden. Deutlich eingedrückte Gehäusekanten, Verformungen oder Beschädigungen rund um Bajonett und Bedienelemente sollten genauer untersucht werden, weil dahinter auch technische Probleme stecken können.

Wichtig beim Gebrauchtkauf: Ein einzelner Mangel bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine M6 uninteressant ist. Entscheidend ist, ob der Fehler bekannt ist, fachgerecht behoben werden kann und sich der notwendige Aufwand im Kaufpreis widerspiegelt.

Leica M6 CLA, Wartung und Service – worauf kommt es wirklich an?

Beim Kauf einer gebrauchten Leica M6 begegnet man häufig dem Begriff CLA. Die Abkürzung steht für Clean, Lubricate, Adjust – also Reinigen, Schmieren und Justieren. Gerade bei einer mehrere Jahrzehnte alten M6 kann eine fachgerecht durchgeführte CLA wesentlich wichtiger sein als ein nahezu makelloser äußerer Zustand.

Wichtig ist dabei: Eine qualifizierte CLA muss nicht zwingend direkt bei Leica durchgeführt werden. Entscheidend sind die Erfahrung des Technikers mit Leica M-Kameras, die fachgerechte Ausführung der Arbeiten und eine systematische Funktionskontrolle.

Wie läuft eine CLA bei einer Leica M6 ab?

Eine fachgerechte CLA sollte nicht nur einzelne auffällige Bereiche einer Kamera berücksichtigen. Sie folgt einem festgelegten Prüf- und Arbeitsablauf, bei dem die für Wartung und Funktion relevanten Bereiche der Kamera systematisch berücksichtigt werden.

Bei Roter Punkt Kamera erfolgt eine CLA nach einer vorgegebenen Prüfliste, die alle notwendigen Punkte für Wartung, Justierung und Funktionskontrolle berücksichtigt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Kamera systematisch geprüft und fachgerecht gewartet wird.

Zeigen sich während der CLA zusätzliche Defekte oder notwendige Reparaturen, werden diese gesondert beurteilt. Eine CLA ist deshalb von einer darüber hinausgehenden Reparatur zu unterscheiden.

Wer kann eine Leica M6 CLA durchführen?

Neben dem Leica Customer Care gibt es erfahrene Techniker und spezialisierte Kamerawerkstätten, die Leica M-Kameras seit vielen Jahren warten und reparieren. Gerade bei den mechanischen Leica Modellen ist die Erfahrung des Technikers, der die Kamera tatsächlich prüft und wartet, von besonderer Bedeutung.

Bei Roter Punkt Kamera verfügen wir über einen Mitarbeiter, der zuvor im Leica Customer Care tätig war und entsprechende CLA-Arbeiten an Leica Kameras durchführen kann.

Darüber hinaus arbeiten wir in Berlin mit einer spezialisierten Kamerafachwerkstatt zusammen, die bereits seit den 1970er-Jahren als Familienbetrieb besteht und für uns ebenfalls CLA- und Servicearbeiten an Leica Kameras durchführt.

CLA bei Leica oder in einer spezialisierten Fachwerkstatt?

Eine Wartung direkt beim Hersteller kann selbstverständlich sinnvoll sein. Sie ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, eine Leica M6 fachgerecht warten zu lassen. Eine spezialisierte Fachwerkstatt oder ein entsprechend erfahrener Leica Techniker kann insbesondere bei einer klassischen mechanischen M6 eine sehr gute Alternative sein.

Für uns hat diese Möglichkeit noch einen praktischen Vorteil: Unsere CLA-Arbeiten können in der Regel deutlich günstiger und mit wesentlich kürzeren Bearbeitungszeiten durchgeführt werden als ein vergleichbarer Service direkt beim Hersteller.

Worauf ich beim Kauf achten würde: Die Angabe „CLA durchgeführt“ ist vor allem dann aussagekräftig, wenn die Wartung von einem erfahrenen Leica Techniker oder einer entsprechend spezialisierten Fachwerkstatt fachgerecht durchgeführt wurde. Eine detaillierte Auflistung jedes einzelnen Arbeits- und Prüfschrittes ist bei einer CLA nicht üblich und wird auch bei einer CLA durch Leica selbst nicht in dieser Form erstellt.

Eine gewartete M6 kann die wirtschaftlich bessere Wahl sein

Ein besonders günstiges, ungeprüftes Exemplar ist nicht zwangsläufig der bessere Kauf. Muss die Kamera anschließend gewartet oder repariert werden, relativiert sich ein vermeintlicher Preisvorteil schnell.

Umgekehrt muss eine M6 nicht allein deshalb teuer sein, weil bereits eine CLA durchgeführt wurde. Entscheidend bleibt das Gesamtpaket aus Kaufpreis, technischem Zustand, fachgerechter Wartung und eventuell noch erforderlichen Reparaturen.

Was kostet eine gebrauchte Leica M6?

Wer eine Leica M6 gebraucht kaufen möchte, findet auf dem Markt teilweise erhebliche Preisunterschiede. Das ist nicht ungewöhnlich, denn unter der Bezeichnung Leica M6 werden unterschiedliche Modelle, Baujahre, Suchervarianten und Erhaltungszustände angeboten. Hinzu kommen Sondermodelle, Zubehör und eine eventuell bereits durchgeführte Wartung.

Ein niedriger Angebotspreis bedeutet deshalb nicht automatisch ein besonders gutes Angebot. Ebenso ist eine teure M6 nicht zwangsläufig technisch besser. Entscheidend ist immer, was man für den jeweiligen Preis tatsächlich bekommt.

Diese Faktoren bestimmen den Preis einer gebrauchten Leica M6

  • Modell: M6 Classic, M6 TTL oder M6 seit 2022
  • Ausführung: beispielsweise schwarz oder verchromt
  • Suchervergrößerung: 0,58×, 0,72× oder 0,85×
  • Technischer Zustand: Messsucher, Verschluss, Belichtungsmesser und Mechanik
  • Optischer Zustand: Gebrauchsspuren, Abrieb, Kratzer oder Beschädigungen
  • Wartungszustand: beispielsweise eine fachgerecht durchgeführte CLA
  • Lieferumfang: Originalverpackung, Unterlagen und Zubehör
  • Seltenheit: besondere Ausführungen und Sondermodelle

Technischer Zustand oder perfekte Optik – was ist wichtiger?

Das hängt davon ab, wofür die Kamera gekauft wird. Für einen Sammler kann ein außergewöhnlich schöner Originalzustand mit vollständigem Lieferumfang einen erheblichen Mehrwert darstellen.

Wer seine M6 dagegen tatsächlich zum Fotografieren kaufen möchte, sollte meiner Erfahrung nach den technischen Zustand stärker gewichten. Eine M6 mit einigen ehrlichen Gebrauchsspuren, aber sauberem Messsucher, korrekt arbeitendem Verschluss und gutem Wartungszustand kann die wesentlich sinnvollere Kamera sein.

Warum die günstigste Leica M6 am Ende teuer werden kann

Besonders bei ungeprüften Angeboten sollte berücksichtigt werden, dass eine jahrzehntealte Kamera nach dem Kauf möglicherweise gewartet oder repariert werden muss. Kommen beispielsweise eine CLA, eine Justierung des Messsuchers oder eine Reparatur hinzu, kann sich ein zunächst attraktiver Preis schnell relativieren.

Deshalb sollte man gebrauchte M6 nicht ausschließlich nach dem Kaufpreis vergleichen. Aussagekräftiger ist der Gesamtaufwand bis zu einer technisch zuverlässigen Kamera.

Meine Empfehlung: Vergleichen Sie nicht nur zwei Preise, sondern zwei Kameras. Modell, technischer Zustand, Wartung, Suchervariante und Lieferumfang können einen Preisunterschied durchaus rechtfertigen.

Leica M6 gebraucht kaufen – privat oder beim Händler?

Eine gebrauchte Leica M6 findet man heute bei privaten Verkäufern, auf Online-Marktplätzen, Fotobörsen und bei spezialisierten Händlern. Ein Privatkauf kann durchaus interessant sein – insbesondere dann, wenn der Besitzer die Kamera selbst lange genutzt hat und ihre Geschichte und Wartungen kennt.

Schwieriger wird die Beurteilung, wenn eine M6 seit vielen Jahren unbenutzt lag, aus einem Nachlass stammt oder der Verkäufer ihren technischen Zustand selbst nicht beurteilen kann. Aussagen wie „löst aus“, „sieht sehr gut aus“ oder „hat früher funktioniert“ ersetzen bei einer mehrere Jahrzehnte alten Kamera keine technische Prüfung.

Was bietet der Kauf beim spezialisierten Leica Händler?

Der wesentliche Vorteil eines spezialisierten Händlers sollte nicht allein darin bestehen, eine Kamera weiterzuverkaufen. Entscheidend ist, dass eine gebrauchte M6 vor dem Verkauf fachkundig beurteilt und ihr Zustand möglichst genau beschrieben wird.

Gerade bei einer mechanischen Leica ist Erfahrung wichtig: Messsucher, Verschluss, Belichtungsmesser und Filmtransport müssen nicht nur vorhanden sein – sie müssen auch zuverlässig funktionieren. Wird bei der Prüfung Wartungsbedarf festgestellt, sollte zudem die Möglichkeit bestehen, entsprechende Arbeiten fachgerecht durchführen zu lassen.

Eine gebrauchte Leica M6 bei Roter Punkt Kamera kaufen

Wenn Sie eine Leica M6 gebraucht kaufen möchten, spielt die fachkundige Beurteilung der Kamera eine wichtige Rolle. Eine Leica M6 wird deshalb nicht allein danach beurteilt, wie schön sie auf Produktfotos aussieht.

Entscheidend sind für mich der tatsächliche technische und optische Zustand sowie die zuverlässige Funktion der Kamera. Besteht Wartungsbedarf, können wir auf Leica-erfahrene technische Kompetenz und eine seit den 1970er-Jahren bestehende Berliner Fachwerkstatt zurückgreifen.

Eine CLA kann dadurch bei Bedarf nach dem von uns verwendeten festgelegten Prüf- und Arbeitsablauf durchgeführt werden. Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, sind diese Arbeiten in der Regel deutlich schneller und preiswerter möglich als bei einer direkten Einsendung zum Hersteller.

Mein Grundsatz beim Verkauf einer gebrauchten Leica M6:

Eine ehrliche Beurteilung des Zustands und eine technisch zuverlässige Kamera sind mir wichtiger als ein möglichst perfekter Eindruck auf den ersten Blick.

Aktuell verfügbare Leica M6

Gebrauchte Leica M6 sind bei Roter Punkt Kamera regelmäßig verfügbar. Da einzelne Kameras verkauft werden und neue Exemplare hinzukommen, verändert sich das Angebot laufend.

Aktuell verfügbare Leica Kameras finden Sie in meinem eigenen Leica Pre-Owned Store. Sollte dort gerade keine passende M6 angeboten werden, lohnt sich auch eine direkte Anfrage: Nicht jede neu eingetroffene Kamera ist sofort online, da sie zunächst geprüft und gegebenenfalls technisch vorbereitet wird.

Das Angebot kann sich kurzfristig ändern. Neue Leica M6 werden nach Eingang und Prüfung in den Verkauf aufgenommen.

Leica M6 gebraucht kaufen: meine persönliche Empfehlung

Ich habe selbst über viele Jahre professionell mit der Leica M6 fotografiert. Für mich ist sie bis heute eine der interessantesten analogen Leica M-Kameras: mechanisch, vergleichsweise kompakt und mit einem integrierten Belichtungsmesser, ohne dass die grundsätzliche Funktion der Kamera von einer Batterie abhängig ist.

Wenn Sie eine Leica M6 gebraucht kaufen möchten, würde ich mich deshalb nicht zuerst von Baujahr, Verpackung oder einem besonders makellosen Äußeren leiten lassen. Für eine Kamera, mit der tatsächlich fotografiert werden soll, sind für mich technischer Zustand, ein sauber arbeitender Messsucher, zuverlässige Verschlusszeiten und ein guter Wartungszustand die wichtigeren Kriterien.

Eine M6 mit sichtbarer Patina kann eine hervorragende Kamera sein. Umgekehrt ist ein Exemplar, das jahrzehntelang nahezu unbenutzt in einer Sammlung gelegen hat, nicht automatisch technisch besser. Gerade bei mechanischen Kameras ist eine lange Standzeit kein Qualitätsnachweis.

Auch eine bereits fachgerecht durchgeführte CLA kann beim Kauf ein Vorteil sein. Sie sollte aber immer zusammen mit dem Gesamtzustand der Kamera betrachtet werden und nicht allein einen höheren Preis rechtfertigen.

Wenn ich heute eine gebrauchte Leica M6 zum Fotografieren auswählen würde: Lieber eine technisch sehr gute und fachgerecht gewartete Kamera mit einigen ehrlichen Gebrauchsspuren als ein äußerlich nahezu perfektes Exemplar, dessen technischer Zustand und Wartungshistorie unbekannt sind.

Leica M6 vor dem Kauf persönlich ansehen?

Gerade bei einer Leica M6 kann es sinnvoll sein, die Kamera vor dem Kauf selbst in die Hand zu nehmen. Sucher, Entfernungsmesser, Filmtransport und die gesamte Bedienung lassen sich persönlich wesentlich besser beurteilen als anhand von Produktfotos.

Bei Roter Punkt Kamera ist deshalb nach vorheriger Terminvereinbarung auch eine persönliche Besichtigung und Beratung in Berlin möglich. Dabei können wir nicht nur über den Zustand einer konkreten M6 sprechen, sondern auch darüber, welche Ausführung, Suchervergrößerung und Objektivkombination für den jeweiligen Einsatzzweck sinnvoll ist.

FAQ: Leica M6 gebraucht kaufen

Beim Kauf einer gebrauchten Leica M6 entstehen häufig Fragen zu Zustand, Technik, CLA, Sucher und Preis. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen, die beim Gebrauchtkauf einer Leica M6 eine Rolle spielen.

1. Welche Leica M6 sollte man gebraucht kaufen?

Das hängt von den eigenen Anforderungen ab. Die klassische Leica M6 bietet das ursprüngliche Bedienkonzept, die M6 TTL zusätzlich TTL-Blitzbelichtungsmessung und ein größeres Verschlusszeitenrad. Die M6 von 2022 ist deutlich jünger und unterscheidet sich in einigen technischen Details von den historischen Modellen. Für mich ist beim Gebrauchtkauf jedoch der technische Zustand wichtiger als die reine Modellbezeichnung.

2. Worauf sollte man beim Kauf einer gebrauchten Leica M6 besonders achten?

Besonders wichtig sind ein klarer und korrekt justierter Messsucher, zuverlässig arbeitende Verschlusszeiten, intakte Verschlusstücher, ein plausibel arbeitender Belichtungsmesser sowie ein sauberer Filmtransport und eine funktionierende Rückspulung. Auch Batteriefach, Bajonett und mögliche Stoßschäden sollten geprüft werden.

3. Ist eine Leica M6 mit Gebrauchsspuren schlechter?

Nein. Normale Gebrauchsspuren sagen zunächst wenig über den technischen Zustand aus. Eine M6 mit sichtbarer Patina kann technisch hervorragend sein. Kritischer sind deutliche Stoß- oder Sturzschäden, Verformungen oder Hinweise auf unsachgemäße Reparaturen.

4. Ist eine lange unbenutzte Leica M6 besonders empfehlenswert?

Nicht automatisch. Eine Kamera, die jahrzehntelang kaum benutzt wurde, kann äußerlich sehr schön aussehen, trotzdem können Schmierstoffe altern oder mechanische Einstellungen Wartungsbedarf haben. Lange Standzeit ist deshalb kein Ersatz für eine technische Prüfung.

5. Ist eine CLA vor dem Kauf einer gebrauchten Leica M6 notwendig?

Nicht jede M6 benötigt unmittelbar vor dem Verkauf eine CLA. Entscheidend ist der tatsächliche Zustand der Kamera. Zeigt die Prüfung Wartungsbedarf, kann eine fachgerecht durchgeführte CLA sinnvoll sein. Eine technisch einwandfrei arbeitende Kamera sollte jedoch nicht nur deshalb gewartet werden, weil sie ein bestimmtes Alter erreicht hat.

6. Muss eine CLA direkt bei Leica durchgeführt worden sein?

Nein. Eine fachgerechte CLA kann auch von einem erfahrenen Leica Techniker oder einer spezialisierten Kamerafachwerkstatt durchgeführt werden. Entscheidend sind Erfahrung mit Leica M-Kameras, ein definierter Prüf- und Arbeitsablauf sowie eine sorgfältige Funktionskontrolle.

7. Was bedeutet CLA bei einer Leica M6?

CLA steht für Clean, Lubricate, Adjust – also Reinigen, Schmieren und Justieren. Bei Roter Punkt Kamera erfolgt eine CLA nach einer vorgegebenen Prüfliste, die die notwendigen Punkte für Wartung, Justierung und Funktionskontrolle berücksichtigt. Zusätzliche Defekte oder Reparaturen werden davon getrennt beurteilt.

8. Leica M6 gebraucht kaufen: Was bestimmt den Preis?

Der Preis hängt von Modell, Baujahr, Suchervergrößerung, technischer und optischer Beschaffenheit, Wartungszustand, Lieferumfang und Seltenheit ab. Sondermodelle können deutlich höhere Preise erreichen. Deshalb sollte eine M6 nicht ausschließlich nach dem niedrigsten Angebotspreis beurteilt werden.

9. Welche Suchervergrößerung ist bei einer Leica M6 die richtige?

Der 0,72-fache Sucher ist für viele Fotografen die vielseitigste Wahl. Der 0,58-Sucher kann bei Weitwinkelobjektiven und für Brillenträger interessant sein, während der 0,85-Sucher besonders bei 50 mm und längeren Brennweiten Vorteile bieten kann.

10. Leica M6 privat oder beim Händler kaufen?

Ein Privatkauf kann interessant sein, wenn sich Zustand und Vorgeschichte der Kamera gut nachvollziehen lassen. Beim spezialisierten Händler sollte der Vorteil vor allem in der fachkundigen Prüfung, einer realistischen Zustandsbeschreibung und der Möglichkeit liegen, notwendige Wartungs- oder Servicearbeiten fachgerecht durchführen zu lassen.

11. Ist eine gewartete Leica M6 automatisch die bessere Wahl?

Nicht automatisch. Eine fachgerecht gewartete Kamera kann ein großer Vorteil sein, sie sollte aber immer zusammen mit dem Gesamtzustand beurteilt werden. Auch bei einer CLA bleibt entscheidend, ob Messsucher, Verschluss, Belichtungsmesser, Filmtransport und Mechanik zuverlässig funktionieren.

12. Ist die Leica M6 heute noch eine gute Kamera zum Fotografieren?

Ja. Wer bewusst manuell und analog fotografieren möchte, erhält mit einer technisch guten Leica M6 eine sehr direkte und kompakte Messsucherkamera. Entscheidend ist nicht ihr Alter, sondern ob Zustand, Sucher, Verschluss und Mechanik zuverlässig sind und die Kamera zur eigenen Art zu fotografieren passt.

13. Welche Batterie benötigt die Leica M6?

Die klassische Leica M6 benötigt für ihre Belichtungsmessung zwei Silberoxid-Knopfzellen vom Typ SR44 oder alternativ eine Lithiumbatterie vom Typ 1/3N. Der mechanische Verschluss der M6 funktioniert auch ohne Batterie; lediglich die interne Belichtungsmessung steht dann nicht zur Verfügung.

4.8/5 - (5 votes)