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Leica Lexikon T

T-System (APS-C-Systemkamera von Leica)

Das Leica T-System wurde 2014 eingeführt und war die erste spiegellose Systemkamera von Leica mit Wechselobjektiven.
Es nutzt einen APS-C-Sensor und den L-Mount, der später mit Panasonic und Sigma zur L-Mount-Allianz ausgebaut wurde.
Das Gehäuse wurde aus einem massiven Aluminiumblock gefräst – ein Design-Meisterwerk made in Germany.

TL und TL2

2016 erschien die Leica TL, 2017 folgte die TL2.
Beide verbesserten Bedienung, Geschwindigkeit und Sensorleistung deutlich.
Die TL2 bietet 24 MP, 4K-Video, USB 3.0 und ein großes Touchdisplay – bis heute eine der elegantesten APS-C-Kameras.

Teleobjektiv

Teleobjektive (z. B. Leica APO-Vario-Elmar-TL 55–135 mm) eignen sich hervorragend für Porträts, Sport und Natur.
Sie bieten hohe Schärfeleistung und ermöglichen eine ausgeprägte Hintergrundunschärfe.

TTL-Belichtungsmessung

TTL („Through The Lens“) bedeutet, dass die Belichtungsmessung direkt durch das Objektiv erfolgt.
So wird das Licht erfasst, das tatsächlich auf den Sensor fällt – eine präzise Methode, die in allen modernen Leica-Systemen genutzt wird.

Tiefenschärfe

Leica-TL-Objektive mit offener Blende ermöglichen kreative Spielräume mit selektiver Schärfe.
APS-C-Sensoren haben eine etwas größere Schärfentiefe als Vollformat, was präzise Schärfeebenen erlaubt.

Touchbedienung

Das Leica-T-System war die erste Kamera mit komplett touchbasierter Steuerung – ohne klassische Knöpfe.
Das intuitive Interface wurde später Vorbild für Q-, SL- und M-Systeme.

Trageriemen

Leica bietet für das T-System spezielle Riemen mit Bajonettverriegelung an.
Das Wechseln ist in Sekunden möglich – ganz ohne Werkzeug oder Schrauben.

Typnummern

Leica bezeichnet ihre Modelle intern mit Typnummern – z. B. Leica T (Typ 701), TL2 (Typ 5370).
Diese Nummern dienen der eindeutigen Identifikation, etwa für Firmware-Updates oder Reparaturen.

Titanium Edition

Sondereditionen wie die Leica T Titanium zeichnen sich durch matte Oberflächen und dezente Gravuren aus.
Sie sind bei Sammlern wegen ihrer limitierten Stückzahl sehr begehrt.

T-Adapter

Mit dem Leica T-Adapter M lassen sich M-Objektive am T-System nutzen.
So verbindet die TL-Serie die Welt der klassischen Messsucheroptiken mit moderner Digitaltechnik.

Tri-Elmar

Zoomobjektiv mit drei festen Brennweiten (z. B. 28–35–50 mm). Mechanisch und optisch herausragend.

Tele-Elmar

Bezeichnung für Teleobjektive mit f/4 oder kleiner. Kompakte Bauweise bei hoher Brennweite.

Telyt

Telyt ist die Bezeichnung für die Teleobjektive von Leica, entwickelt für hohe Brennweiten und präzise Detailwiedergabe.
Bekannte Modelle sind das Telyt 200 mm f/4 oder das Modular-Telyt-R 400 mm f/4 APO, die besonders bei Natur- und Sportfotografen beliebt sind.
Telyt-Objektive stehen für exzellente Schärfe, ausgewogene Farbwiedergabe und herausragende mechanische Qualität – typisch Leica.

Thambar

Thambar ist der Name einer legendären Leica-Objektivreihe, die für ihren einzigartigen Weichzeichner-Effekt bekannt ist.
Das ursprüngliche Leitz Thambar 90 mm f/2.2 erschien 1935 und wurde 2017 als Thambar-M 90 mm f/2.2 neu aufgelegt.
Es erzeugt ein traumhaftes, malerisches Bokeh und ist besonders bei Porträtfotografen beliebt, die den charakteristischen „Leica Glow“ schätzen.

TL / CL (APS-C-Systeme)

Kompakte spiegellose Kameras mit L-Mount, ideal für Reisen oder als Zweitkamera. Hochwertige Verarbeitung, minimalistisches Design.

Thambar

Soft-Fokus-Objektiv mit einzigartigem Porträtcharakter. Original von 1935, neu aufgelegt 2018 als Thambar-M 90 mm f/2.2.


FAQ – Leica Lexikon T

1) Was ist das Leica T-System?
Eine spiegellose APS-C-Kamera mit Wechselobjektiven und L-Mount – eingeführt 2014.

2) Welche Kameras gehören zur T-Serie?
Die Leica T, TL und TL2 – mit jeweils moderneren Sensoren und verbessertem Bedienkonzept.

3) Was unterscheidet die TL2 von der TL?
Die TL2 hat 24 MP, 4K-Video, schnelleren Prozessor und überarbeitetes Menüsystem.

4) Welche Teleobjektive gibt es für das T-System?
Zum Beispiel das APO-Vario-Elmar-TL 55–135 mm f/3.5–4.5 ASPH. – scharf, leicht und hochwertig.

5) Was bedeutet TTL-Belichtungsmessung?
Die Belichtungsmessung erfolgt direkt durch das Objektiv – exakt und zuverlässig.

6) Wie wirkt sich die Tiefenschärfe bei APS-C aus?
Sie ist größer als bei Vollformat, was präzisere Fokussierung und mehr Schärfeebene ermöglicht.

7) Was war an der Touchbedienung der Leica T besonders?
Sie war die erste Kamera mit vollständiger Touch-Oberfläche – minimalistisch und modern.

8) Welche Trageriemen passen zur Leica T?
Die Original-Leica-Riemen mit Bajonettverschluss, erhältlich in Leder oder Silikon.

9) Was bedeuten die Leica-Typnummern?
Sie helfen bei Identifikation, Firmware-Versionen und technischen Serviceleistungen.

10) Was macht die Titanium Edition so besonders?
Ihre matte Oberfläche, exklusive Gravur und Limitierung machen sie zum Sammlerstück.

11) Können M-Objektive an der TL2 verwendet werden?
Ja, mit dem Leica T-Adapter M – ohne Qualitätsverlust oder Vignettierung.

12) Ist das Leica-T-System heute noch empfehlenswert?
Ja, besonders für Liebhaber kompakter Systeme mit klassischem Leica-Look und Touchbedienung.

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